„Luxus-Beiboot“ für die Kita Arche Noah in Elpersdorf | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 25.05.2023 12:06

„Luxus-Beiboot“ für die Kita Arche Noah in Elpersdorf

Mit dem essbaren Schlüssel (von links): Architekt Markus Kolb, die Kitaleiterinnen Carolin Werner und Anke Tagsold, Oberbürgermeister Thomas Deffner und Pfarrerin Dörte Knoch. (Foto: Jonas Volland)
Mit dem essbaren Schlüssel (von links): Architekt Markus Kolb, die Kitaleiterinnen Carolin Werner und Anke Tagsold, Oberbürgermeister Thomas Deffner und Pfarrerin Dörte Knoch. (Foto: Jonas Volland)
Mit dem essbaren Schlüssel (von links): Architekt Markus Kolb, die Kitaleiterinnen Carolin Werner und Anke Tagsold, Oberbürgermeister Thomas Deffner und Pfarrerin Dörte Knoch. (Foto: Jonas Volland)

Aus dem Beiboot für die Arche Noah in Elpersdorf ist ein „Luxusliner“ geworden. So war zumindest der Tenor bei der symbolischen Schlüsselübergabe für den Anbau an die Kindertagesstätte. 1,15 Millionen Euro hat die Stadt investiert. Neben der Krippengruppe ist dort auch ein Speisesaal untergebracht.

Bereits seit April wird der Neubau genutzt. Zwölf Plätze für die Kleinsten im Kindergarten gibt es dort. Der Spatenstich für die Erweiterung war am 8. März 2022. „Es ging schneller als geplant“, sagte Oberbürgermeister Thomas Deffner freudig in seiner Ansprache. So habe man ursprünglich einmal eine Fertigstellung im September 2023 kalkuliert gehabt.

„Wir investieren gerne in die Kinderbetreuung“, erklärte der OB weiter. Zusammen mit dem Anbau der Kita in Brodswinden und den Plänen für die Erweiterung des städtischen Kindergartens TIZ Kids schaffe die Stadt in den Jahren 2023 und 2024 insgesamt 62 neue Betreuungsplätze. „Sie sind wichtig für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“

Gleichzeitig seien Stadt und Träger – in Elpersdorf ist das die evangelische Kirche – vor große Herausforderungen gestellt: die Inflation, steigende Energiepreise und den Fachkräftemangel nannte Deffner als Beispiele. Doch man stemme sie gut. In anderen Städten in Bayern würden derzeit Kitagruppen aufgelöst werden.

Architekt Markus Kolb schwärmte von der Ausstattung des Anbaus. 50 Kinder fänden im Essensraum Platz. Über insgesamt 500 Quadratmeter Nutzfläche verfüge die Einrichtung nun. Auch neue Sanitäranlagen, Lagermöglichkeiten und ein Schlafraum sind entstanden. Die Wände habe man innen extra in „Wohlfühlfarben“ gestrichen. So habe sich die Kita Arche Noah zu einem „Luxusliner“ entwickelt, sagte Kolb und scherzte, dass man eine Umbenennung in Erwägung ziehen solle.

Das könnte Sie auch interessieren
„Bankraub” in Herrieden: Unbekannte möblieren heimlich den Sportplatz umIntegrationsarbeit in Ansbach: Ein Brückenbauer im Einsatz für Migranten50.000 Euro-Projekt: Spielplatz in Segringen lockt mit vielfältigen MöglichkeitenDer 75. Kirchentag am Hesselberg: So vielseitig war das NachmittagsprogrammKürzung von Integrationskursen: Die sozialen Folgen für Ansbach43 offene Kirchen für alle: Premiere im Raum Uffenheim am PfingstmontagIm Neubaugebiet Gaisfeld in Dinkelsbühl entstehen 63 Wohnungen in HolzbauweiseMut zu Veränderungen in Heilsbronn: Bürgermeisterin Didion und der Rat legen losFehler beseitigen: Die Sanierung des Kita-Dachs beschäftigt Wieseths GemeinderatBilanz zum Frühlingsfest Ansbach: „Leider hatte das Wetter einen großen Anteil”Interessengemeinschaft macht gegen große Biogas-Anlage in Feuchtwangen mobilZentrale Anlaufstelle: Das soll der neue Familienstützpunkt in Ansbach bewirkenGegen den Mähtod: Münchsteinacher Kindergartenkinder begeben sich auf RehkitzsucheAbendmusik in Bechhofens Johanniskirche: Eindrucksvolles DuoReise ins Mittelalter: Markt Erlbach feiert über 700 Jahre Markterhebung

Dass man bei dem Namen Arche Noah bleiben wird, stellte Elpersdorfs Pfarrerin Dörte Knoch schmunzelnd klar. So begrüße man auf dem „Schiff“ nun die Käfergruppe, wie die Krippengruppe getauft wurde. „Intensive Nähe und Zuwendung“ hätten die Kleinsten nötig, wie Knoch erklärte. Dafür hat die Einrichtung zwei neue Mitarbeiterinnen eingestellt.

Lang ersehnter Speisesaal

Leiterin Anke Tagsold bedankte sich im Namen des Kitateams und freute sich über den lang ersehnten Speisesaal. Gut sei gewesen, dass Wünsche für den Innenbereich des Anbaus berücksichtigt wurden, im Außenbereich hätte das aber noch mehr passieren dürfen, sagte sie.

OB Deffner übergab anstatt eines echten Schlüssels einen essbaren. „Den haben wir von einer Ansbacher Bäckerei backen lassen.“ Architekt Kolb präsentierte außerdem einen Kuchen in Form der Kindertagesstätte, an dem sich die Kindergartenkinder bedienen durften.

Diese hatten zwei Ständchen gesungen, die Erwachsenen lauschten gerührt: „Komm, bau ein Haus, das uns beschützt, pflanz’ einen Baum, der Schatten wirft, und beschreibe den Himmel, der uns blüht.“


Jonas Volland
Jonas Volland
Jahrgang 2001, fing direkt nach seinem Abitur bei der FLZ an, ist im Anschluss an sein Volontariat seit dem Jahreswechsel 2023 Redakteur in der Ansbacher Lokalredaktion. Fasziniert von bunten Geschichten und aufwendigeren Recherchen.
north