Die Holzbau Röttenbacher GmbH baut eine neue Produktionshalle. In dieser sollen ab 2026 nachhaltige Holzelemente gefertigt werden. Das Vorhaben schafft Arbeitsplätze und setzt Maßstäbe in der ökologischen Bauweise.
Zahlreiche Gäste folgten der Einladung auf das Firmengelände in dem Lichtenauer Ortsteil Unterrottmannsdorf zum symbolischen Spatenstich – darunter Nachbarn, Mitarbeiter, Vertreter aus Wirtschaft und Politik sowie Projektbeteiligte.
In der neuen Halle wird Holzbau Röttenbacher künftig große Wandelemente aus Holz produzieren. Diese werden dann bei Sanierungsprojekten, Aufstockungen und Neubauten zum Einsatz kommen. In der Halle werden sie je nach Auftrag mit Fenster, Fassade und weiteren Teilen komplett vorbereitet, sodass sie auf der Baustelle nur noch zusammengesetzt werden müssen. Das spart Zeit. Ziel sei es, so Geschäftsführer Martin Röttenbacher, durch eine serielle Fertigung den Beitrag des Unternehmens zur nachhaltigen Bauwirtschaft zu stärken.
Zusätzlich zur Produktion soll ein Bürokomplex mit drei Stockwerken entstehen. Die Kosten des Projektes sollen sich auf über zehn Millionen Euro belaufen, so Röttenbacher. Dabei entstünden zu den bereits vorhandenen 30 Arbeitsplätzen im Betrieb etwa 15 bis 20 weitere Stellen, betonte er.
Die Umsetzung dieses Projekts erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Niersberger Group, die im November vergangenen Jahres die Mehrheitsanteile an der Holzbau Röttenbacher GmbH übernommen hat. Martin Röttenbacher und Rene Fabian teilen sich künftig die Geschäftsführung. Die Niersberger Group ist eine Erlanger Unternehmensgruppe und bündelt 25 Firmen unter anderem aus der Baubranche mit dem Schwerpunkt Revitalisierung und Neubau. 450 Mitarbeitende planen, realisieren und bewirtschaften Wohn- und Gewerbeimmobilien sowie verfahrenstechnische Anlagen der Energie- und Gebäudetechnik.
Mit der neuen Halle, die eine Photovoltaikanlage auf dem Dach erhält, verfolgt das Unternehmen auch das Ziel, seine Energieversorgung möglichst autark zu gestalten. Die Holzbau Röttenbacher GmbH, die 1930 gegründet wurde, sieht in der neuen Halle nicht nur eine Investition in die Zukunft, sondern auch eine Chance, lokale Synergien besser zu nutzen.
Durch die Nähe zur bestehenden Zimmerei gegenüber können Ressourcen effizienter eingesetzt und die Kommunikation zwischen den Abteilungen verbessert werden, erklärte Geschäftsführer Röttenbacher. Das Unternehmen wird mit der neuen Produktionshalle seine Angebotspalette erweitern und verstärkt auf eine nachhaltige Bauweise setzen.
Um das größere Fahrzeugaufkommen durch den Ortskern zu verhindern, ließ die Holzfirma einen kleinen Feldweg zu einem Transportweg für große Zugfahrzeuge ausbauen. Der Weg wurde aufwendig asphaltiert und es wurde eine Ausweichbucht geschaffen. Im Zuge des Spatenstiches wurde auch der Weg feierlich eröffnet und an die Gemeinde Lichtenau übergeben.
Landrat Dr. Jürgen Ludwig und Lichtenaus Bürgermeister Markus Nehmer betonten in ihren Grußworten die Bedeutung des Projekts für die wirtschaftliche Stärkung der Region. Für Bürgermeister Nehmer war es zudem eine persönliche Premiere: Er setzte seinen ersten offiziellen Spatenstich.
Gemeinsam mit dem Landrat sowie Martin Röttenbacher, Rene Fabian, Rainer Dippold und und Architektin Xenia Löffler griff er zum Spaten, um den symbolischen Baubeginn des Millionenprojektes vorzunehmen. Der eigentliche Bau der Halle soll im Januar beginnen, die Fertigstellung und die Inbetriebnahme ist für das Frühjahr 2026 geplant.