Lernen und arbeiten: Am Rothenburger Campus gibt es auch einen Co-Working-Space | FLZ.de

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Veröffentlicht am 12.10.2025 07:00

Lernen und arbeiten: Am Rothenburger Campus gibt es auch einen Co-Working-Space

Dr. Florian Diener im Co-Working-Raum, in den sich Gründerinnen, Gründer, Angestellte und Selbstständige einmieten können. (Foto: Clarissa Kleinschrot)
Dr. Florian Diener im Co-Working-Raum, in den sich Gründerinnen, Gründer, Angestellte und Selbstständige einmieten können. (Foto: Clarissa Kleinschrot)
Dr. Florian Diener im Co-Working-Raum, in den sich Gründerinnen, Gründer, Angestellte und Selbstständige einmieten können. (Foto: Clarissa Kleinschrot)

Eigentlich wird an einem Campus hauptsächlich gelernt. In den Hornburgweg kommen allerdings auch Menschen, um dort zu arbeiten: im Co-Working-Space, also einem Raum, in dem man gemeinsam sitzt, aber an unterschiedlichen Projekten für unterschiedliche Arbeitgeber oder als selbstständige Person arbeitet.

Gibt es in einer Kleinstadt überhaupt den Markt für solch ein Konzept? Dazu sagt der Campus-Geschäftsführer Dr. Florian Diener: „Wir versuchen, den Markt zu schaffen. Wir haben hier ein wunderschönes Gebäude, einen tollen Altbau, wunderbar saniert. Und im Gegensatz zu Großstädten haben wir noch das Privileg, dass wir genügend Raum zur Verfügung haben, um uns auszuprobieren, um Experimente zu machen.” Weiter haben die Campus-Verantwortlichen festgestellt, dass es in der Stadt keinen Co-Working-Space gibt.

Eine Gruppe von jungen Menschen aus der Stadt hatte außerdem im Jahr 2023 den Campus-Geschäftsführer konkret auf das Thema angesprochen, gleichzeitig hatte sich auch der Förderverein des Campus neu aufgestellt. So liefen die Fäden zusammen.

Förderverein finanziert mit

Eine neue Zwischenwand wurde in einem der großen Zimmer eingezogen. Und der Raum mit knapp 40 Quadratmetern war geschaffen. Um das Projekt zu beleben, hatte der Förderverein dann beschlossen, dass fünf Menschen ein Platz für ein ganzes Jahr finanziert wird.

Es ist ein flexibles Modell: „Hier steht kein Name am Schreibtisch”, erklärt Diener. „Man kommt und sucht sich ein Plätzchen.” Ende 2024 war die Aktion gestartet worden und die fünf Plätze waren ziemlich schnell vergeben. Auch in diesem Jahr gibt es die Aktion. „Wir wollen einfach Gründerinnen und Gründern, aber auch Solo-Selbstständigen und Leuten, die im Home-Office arbeiten, die Möglichkeit geben, hier zusammenzukommen und sich interdisziplinär auszutauschen und auch in Kontakt mit dem ganzen Campus-Team zu kommen. Das ist total spannend.”

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Internationale Geschäfte

Die Menschen, die schon am Campus im Co-Working-Space gearbeitet haben und arbeiten, sind laut Diener zum Beispiel im Grafikdesign-Bereich unterwegs, eine Person arbeitet für ein großes, internationales Fahrradunternehmen im Home Office, ein anderer ist im Südostasien-Geschäft im Bereich Lieferketten tätig. Auch eine Interior-Design-Bloggerin hat hier schon gearbeitet.

Wer Interesse hat, an einem der geförderten Plätze zu arbeiten, kann sich unter foerderverein-rothenburg@hs-ansbach.de melden. Mitgeschickt werden sollten eine kurze Beschreibung über sich selbst und den Beruf beziehungsweise das Gründungs- und Geschäftsmodell.

Auf Wunsch rund um die Uhr

Geschäftsführer Diener erzählt: „Die Hoffnung ist auch, dass wir Digital Nomads anziehen, also Leute, die hier vielleicht einen Monat bleiben, im Hotel oder einer Ferienwohnung leben, essen gehen und die lokale Wirtschaft beleben und sich hier einen Platz im Co-Working-Space einmieten.”

Auf die Frage, ob es irgendwann nicht einmal zu eng im Co-Working-Space werden könnte, wenn das Interesse weiter steigt, lacht er und kommentiert das so: „Hoffen wir natürlich. Theoretisch könnte man hier erweitern oder in einen anderen Raum umziehen.” Grundsätzlich sieht er durch Faktoren wie digitaler Wandel und damit einhergehend neue Berufsbilder sowie durch die Pandemie und die dadurch höhere Home-Office-Quote Bedarf an solch einem Arbeitsplatz.

Im Co-Working-Space kann an sieben Tagen die Woche und 24 Stunden am Tag am Campus gearbeitet werden – eine eigene Zugangsberechtigung macht es möglich.

Weitere Informationen:
campusrothenburg@hs-ansbach.de

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