Leipzigs Königsklassen-Statement gegen desolates Hoffenheim | FLZ.de

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Veröffentlicht am 20.03.2026 22:30

Leipzigs Königsklassen-Statement gegen desolates Hoffenheim

Leipzig Gruda bejubelt den Führungstreffer gegen die TSG Hoffenheim.  (Foto: Julius Frick/dpa)
Leipzig Gruda bejubelt den Führungstreffer gegen die TSG Hoffenheim. (Foto: Julius Frick/dpa)
Leipzig Gruda bejubelt den Führungstreffer gegen die TSG Hoffenheim. (Foto: Julius Frick/dpa)

Brajan Gruda bewies gleich zweimal ein Torjäger-Näschen, Christoph Baumgartner machte es mit Wucht und Eleganz. Und Benjamin Henrichs sorgte für einen Moment der Emotionen. RB Leipzig hat mit einem furiosen Auftritt den direkten Konkurrenten TSG 1899 Hoffenheim gedemütigt und durch den 5:0 (4:0)-Sieg drei Big Points im Kampf um ein Königsklassen-Ticket gesammelt. 

Gegen die desolaten Kraichgauer mit ihrem bemitleidenswerten Nationaltorwart Oliver Baumann trafen Gruda (17./44. Minute) und Baumgartner (21./30.) schon in der ersten Halbzeit jeweils doppelt. Eine mögliche Leipziger Rekord-Pausenführung verwehrte der Video-Referee, ein Treffer von Yan Diomande wurde in der Nachspielzeit wegen einer Abseitsstellung aberkannt. 

 

Den fünften Treffer besorgte in der Schlussphase der eingewechselte Henrichs (78.). Sein erstes Tor nach ewig langer Verletzungspause wurde kollektiv bejubelt. Durch den klaren Sieg zogen die Sachsen in der Fußball-Bundesliga nach Punkten mit Hoffenheim gleich und durch die bessere Tordifferenz auch gleich noch am VfB Stuttgart sogar auf Platz drei vorbei. Die Champions League ist für das Team von Trainer Ole Werner wenige Tage nach dem schmerzhaften 0:1 in Stuttgart wieder ein realistischeres Glücks-Szenario. 

Zweithöchste Hoffenheimer Saisonniederlage

Hoffenheim kassierte die höchste Saisonniederlage und stürzte auf Platz fünf ab, internationales Format war nicht erkennbar. Baumann konnte das Debakel nicht fassen, der DFB-Schlussmann gestikulierte, schimpfte, feuerte an - doch seine Teamkollegen waren völlig von der Rolle. 

Trainer Christian Ilzer wird in der anstehenden Länderspielpause viel justieren müssen. Von den letzten fünf Ligaspielen konnte die TSG nur eines gewinnen - gegen Schlusslicht 1. FC Heidenheim. 

Für einen Leipziger Offensiv- und Torrausch gab es vor 40.980 Zuschauern in der Red-Bull-Arena zunächst wenig Anzeichen. Hoffenheim startete mutig und technisch flott. Doch Leipzig reagierte eiskalt. Gruda stand goldrichtig, als Baumann einen Romulo-Schuss nach vorn abprallen ließ. 

Baumgartner köpfte nach einer typisch butterweichen Flanke von David Raum den Ball wenig später wuchtig ins Netz. Auf Vorlage Grudas legte der Österreicher artistisch per Volley-Abnahme nach. Mit zwölf Toren ist er jetzt Leipzigs Saison-Toptorschütze. 

Grudas zweiter Streich war wieder ein Musterbeispiel für cleveres Stürmerstellungsspiel, der Junioren-Nationalspieler lauerte erfolgreich am langen Pfosten auf eine Diomande-Hereingabe. 

Kramaric kommt für die zweite Halbzeit

Ilzer brachte zur zweiten Halbzeit unter anderem Top-Stürmer Andrej Kramaric, der überraschend in diesem Jahr erstmals nicht in der TSG-Startelf gestanden hatte. Eine Wunder-Wende konnte der Kroate aber auch nicht einleiten. Grischa Prömel prüfte immerhin RB-Torwart Maarten Vandevoordt (53.) mit einem Distanzschuss. 

Die Leipziger schauten sich den Hoffenheimer Ballbesitz-Fußball in aller Ruhe an und lauerten auf ihre Umschaltchancen. Gruda (54.) hätte mit ein wenig mehr Konzentration sogar den Dreierpack schnüren können. Dafür sorgte Henrichs noch für einen besonderen Glücksmoment.

© dpa-infocom, dpa:260320-930-845286/1


Von dpa
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