Leichtathleten aus Ansbach und Leutershausen bei der Deutschen Meisterschaft | FLZ.de

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Veröffentlicht am 09.07.2025 15:09

Leichtathleten aus Ansbach und Leutershausen bei der Deutschen Meisterschaft

Jakob Sand übersprang in Ulm erstmals die 4,00-Meter-Marke. (Foto: Claus Habermann)
Jakob Sand übersprang in Ulm erstmals die 4,00-Meter-Marke. (Foto: Claus Habermann)
Jakob Sand übersprang in Ulm erstmals die 4,00-Meter-Marke. (Foto: Claus Habermann)

Ein Trio vom TSV Ansbach und vom TV Leutershausen war bei den Deutschen Meisterschaften der Leichtathleten in den Altersklassen U23 und U16 dabei. Auf großer Bühne in Ulm ging es für die Drei vor allem um die Jagd nach Bestleistungen.

Für Lukas Kleinschrodt (TSV Ansbach) erschwerten viele bundesweit unterschiedliche Einsatzorte in seinem Meteorologie-Studium zuletzt das Training. Dazu kam die zeitliche Belastung durch die bevorstehenden Abschlussprüfungen und eine nicht ganz ausgeheilte Adduktorenverletzung. „Für einen Lauf reicht es auf jeden Fall“, sah der 21-Jährige zuversichtlich auf seinen Vorlauf über 110 Meter Hürden bei der U23.

Da wollte er nicht mit allerletztem Einsatz loslegen, sondern sicher einen Endlaufplatz erreichen. Der Lauf gelang Kleinschrodt auch geschmeidig und mit seiner Bestleistung von 14,45 Sekunden qualifizierte sich der Ansbacher als Zweiter seines Laufes für das Finale der besten Acht. Im anderen Vorlauf waren drei Läufer etwas schneller als Kleinschrodt.

Schon vor der ersten Hürde kommt der Schmerz

Im Endlauf hatte er neben den Medaillen die Zeit von 14,35 Sekunden im Blick, die Norm für die U23-Europameisterschaften. Das Finale endete für Kleinschrodt allerdings schon nach wenigen Schritten. „Ich spürte sofort den Schmerz in den Adduktoren“, erzählte er. Noch vor der ersten Hürde stoppte der Ansbacher. Nun hofft er, dass bis zu den Bayerischen und Deutschen Meisterschaften der Männer die Beschwerden ganz ausgeheilt sind.

Jakob Sand (TSV Ansbach) durfte aus Jugendschutzgründen in der M15 nur für zwei Starts melden. Normen mit Endkampfchancen hatte der Mehrkämpfer ein halbes Dutzend. Die 80 Meter Hürden und der Stabhochsprung passten auch im Zeitplan gut zusammen und für Sand war jeweils „die neue Bestleistung wichtiger als die Platzierung unter den Spezialisten“, wie er sagte.

Jakob Sand steigerte sich um 24 Hundertstel

Das funktionierte auch bestens. Gleich um 24 Hundertstel steigerte sich Sand in seinem Hürdenvorlauf auf 10,79 Sekunden. Diese viertschnellste Zeit zwei Stunden später im Endlauf noch einmal auf die Bahn zu bringen, verhinderte die fünfte Hürde. Er ging mit etwas mehr Risiko sehr flach über die Hürden und das Knie des Nachziehbeins knallte heftig gegen die Hürde. Damit war der Rhythmus weg. Trotzdem gelang Sand mit 11,03 Sekunden ein Lauf entsprechend seiner bisherigen Bestzeit, doch das reichte nur zu Rang acht.

Dann der Stabhochsprung. Schon zweimal hatte Sand die 3,90 Meter überquert. In Ulm sollten die prestigeträchtigen 4,00 Meter gelingen. Eine Stunde Wartezeit im Call-Room störte die Springer anfangs wenig, sollte sich aber am Ende des Wettkampfes auswirken.

Ein optimaler Sprung bringt die ersehnte neue Bestleistung

Beim Aufwärmen im konstanten Rückenwind flog Sand berührungsfrei über die leicht durchhängende 4,20-Meter-Schnur und begann mit viel Zuversicht. Bis 3,80 Meter gelang jede Höhe problemlos. Dann wurde der Wind unruhig und der Absprung war schwerer zu treffen.

Doch die 3,90 Meter bewältigte Sand im dritten Durchgang. Dann gelang gleich im ersten Anlauf ein optimaler Sprung über 4,00 Meter. Für Sand bedeutete das die ersehnte neue Bestleistung und Rang sechs im Klassement. Nun schlief der Rückenwind komplett ein, dadurch fehlte das kleine Extra im Anlauftempo für eine weitere Steigerung. Als 15-Jähriger ist Sand nunmehr der jüngste Stabhochspringer und insgesamt der sechste Athlet aus einem Verein in Westmittelfranken, der jemals die 4,00-Meter-Barriere übersprungen hat.

DM-Premiere für Ben Vetter im Hindernisrennen

Seine Premiere bei Deutschen Meisterschaften feierte Ben Vetter (TV Leutershausen). Er überzeugte bei der M15 mit einer persönlichen Bestleistung in seinem erst zweiten Hindernisrennen überhaupt über 1500 Meter. 27 Athleten waren am Start, im langsameren der beiden Zeitläufe wurde auch ein hohes Tempo gelaufen, dem Vetter erwartungsgemäß nicht folgen konnte.

So reihte er sich zunächst im hinteren Teil des Feldes ein. Im Laufe des Rennens konnte er sich dann aber etwas nach vorne arbeiten und kam als Sechster seines Zeitlaufes ins Ziel. Mit 4:53,39 Minuten verbesserte Vetter seine persönliche Bestleistung um drei Sekunden und belegte als einziger bayerischer Läufer im Gesamtranking den 18. Platz.


Von ERICH GRAU UND JÖRG BEHRENDT
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