Leiche bei Petersaurach: Kann Schwerverletzte bald befragt werden? | FLZ.de

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Veröffentlicht am 12.03.2024 14:47, aktualisiert am 19.03.2024 14:14

Leiche bei Petersaurach: Kann Schwerverletzte bald befragt werden?

An diesem Streckenabschnitt zwischen Heilsbronn und Wicklesgreuth hat ein Bahn-Mitarbeiter die Leiche gefunden. (Foto: Johannes Hirschlach)
An diesem Streckenabschnitt zwischen Heilsbronn und Wicklesgreuth hat ein Bahn-Mitarbeiter die Leiche gefunden. (Foto: Johannes Hirschlach)
An diesem Streckenabschnitt zwischen Heilsbronn und Wicklesgreuth hat ein Bahn-Mitarbeiter die Leiche gefunden. (Foto: Johannes Hirschlach)

Eine Leiche an den Bahngleisen zwischen Wicklesgreuth und Heilsbronn im Landkreis Ansbach gibt der Polizei immer noch Rätsel auf. Die Obduktion hat die Theorie erhärtet, dass er von einem Zug gefallen ist. Das Verletzungsbild würde dazu passen, erklärte ein Sprecher des mittelfränkischen Polizeipräsidiums.

Bestätigt hat die Obduktion, dass der Mann nicht von anderer Hand starb. Ein Fremdverschulden ist ausgeschlossen, so der Polizeisprecher, ebenso ein Suizid. Hier hoffen die Ermittler auf die Vernehmung der schwerverletzten Frau, die an derselben Stelle 7. März gefunden wurde. Eine erste Befragung habe inzwischen stattgefunden, berichtet die Polizei am Dienstag.

Der Gesundheitszustand der Frau sei aber weiterhin so schlecht, dass sich aus den Gesprächen keine wirklichen Erkenntnisse ergeben hätten. Entsprechend ist auch die Identität des Verstorbenen weiter unklar. Sein Leichnam wurde am Dienstag in Petersaurach im Beisein des Bürgermeisters, Verwaltungschefs und eines Pfarrers bestattet. Hinweise auf ein Gewaltverbrechen gibt es laut Polizei auch weiterhin nicht.

Ein Toter, eine Schwerverletzte - und viele offene Fragen

Auf den Plan war die Polizei am 12. März gegen 9.40 Uhr gerufen worden: Ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn (DB) hatte an der Bahnstrecke Nürnberg-Ansbach auf Höhe von Petersaurach, südwestlich der B14-Brücke, eine Leiche entdeckt.

Der verstorbene junge Mann stamme mutmaßlich aus dem afrikanischen Raum, so ein Polizeisprecher. Der Körper lag wenige Meter abseits der Gleise im Unterholz. Eine Kollision mit einem Zug hat nicht stattgefunden.

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Am Donnerstag der vorausgehenden Woche hatten Einsatzkräfte in der Nähe und ebenfalls an den Gleisen besagte schwerverletzte Frau gefunden - ebenfalls wohl aus dem Raum Afrika. Auch bei ihr gab es keinen Zusammenprall mit einem Zug.

Fuhren beide auf einem Güterzug mit?

Die Ermittler untersuchen einen Zusammenhang zwischen beiden Fällen. Außerdem prüft die Polizei seitdem als mögliche Erklärung, ob beide Personen auf einem Güterzug mitgereist und dabei herabgefallen sein könnten. Ähnliche Vorfälle von Migranten, die auf Güterzügen reisen, kommen in Deutschland immer wieder vor.

Auch der Polizei-Hubschrauber, der am späten Mittwochvormittag für rund eine Stunde über Heilsbronn zu sehen war, hängt mit dem Leichenfund zusammen. Wie Stefan Lang von der Inspektion in Heilsbronn erklärte, wurde der Bereich sicherheitshalber noch einmal gründlich abgeflogen, um auszuschließen, dass sich dort noch weitere tote oder verletzte Personen befinden. Dies war aber nicht der Fall.


Von Johannes Hirschlach, Philipp Zimmermann und Manfred Blendinger
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