In medizinischen Notfällen ist unverzügliche Hilfe oft entscheidend. Mit einem neuen System können Ersthelferinnen und Ersthelfer in Westmittelfranken schnell vor Ort sein. Im Frühjahr 2026 soll es losgehen.
Smartphone-basierte Ersthelfer-Alarmierungssysteme nutzen Apps, um qualifizierte Freiwillige in der Nähe eines Notfalls zu alarmieren und zum Einsatzort zu leiten. Sie stärken die Rettungskette, indem sie die Lücke zwischen der Alarmierung und dem Eintreffen des professionellen Rettungsdienstes schließen.
Den Stand der Dinge bei der Einführung erläuterte Geschäftsführer Thomas Müller in der Verbandsversammlung des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehr. „Wir können an den Start gehen”, sagte er.
Die Details erläuterte Markus Lechner vom Zweckverband. Die Anforderungen an das System seien festgezurrt und die Angebote ausgewertet worden. Das Rennen machte die App des Freiburger Vereins „Region der Lebensretter”. Nun wird die Projektgruppe ergänzt und erweitert. Außerdem werden Mitarbeitende geschult und das System muss noch an die Integrierte Leitstelle (ILS) angebunden werden. Vor dem Start wird es eine Kick-Off-Veranstaltung geben.
Entscheidend wird die Frage sein, dass genügend freiwillige Ersthelfer gefunden werden, die sich in der App registrieren. Deswegen soll es eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit auf vielen Kanälen geben. Lechner rechnet mit etwa 300 Einsätzen pro Jahr und 800 bis 1000 registrierten Ersthelfern.
Der Neustädter Landrat Dr. Christian von Dobschütz meinte, das neue System werde auch den Zweckverband bekannter machen. Er bat um eine frühzeitige Zusammenstellung der grundlegenden Informationen, um sie beispielsweise bei Veranstaltungen in die Öffentlichkeit tragen zu können.