Zum ersten Mal fand im Rahmen der Langen Nacht der Demokratie in der Kreuzgangstadt ein Konzertabend statt. Zu der Veranstaltung in der Stadthalle Kasten hatten der Spielmannszug Markgräfliche Jäger und Ensembles sowie das Akkordeonorchester der Musikschule eingeladen.
Die Zuhörer bekamen dabei eine gelungene Symbiose unterschiedlicher Spielformationen und nachdenklicher Texte zum Tag der Deutschen Einheit geboten.
Mit dem Zitat von Cicero begrüßte Musiklehrer Dietmar Alberter die bedauerlicherweise nur kleine Besucherschar: Danach schließe das Leben mit und in der Kunst das Wissen der eigenen, aber auch fremden Kulturen ein. Dieses Wissen nehme die Angst vor den Fremden.Seit rund zehn Jahren findet in bayerischen Kommunen die Lange Nacht der Demokratie statt. Sie ermögliche bei rund 100 zeitgleichen Veranstaltungen in Bayern Inspiration, Begegnung und Reflexion zur Bedeutung der Demokratie, erklärte Alberter.
Den Auftakt des Musikreigens gestaltete das Akkordeonorchester unter Leitung von Theo Meyer. Mit der Filmmelodie „Conquest of Paradise“ - ein Stück des griechischen Komponisten Vangelis – setzte das dreizehnköpfige Ensemble gleich ein musikalisches Ausrufezeichen. Anschließend folgte das tiefsinnige und melancholische griechische Volkslied „Mava “. Flott interpretierten die Musikerinnen und Musiker danach das Stück „Viva la Vida“ von Coldplay.
Nach kurzer Umbaupause legten die beiden jungen Schlagzeuger Lea Schüller und Benedikt Brüger einen Trommelwirbel aufs Parkett. Sie brachten das Stück „Lumo“ – eine Komposition von Theo Meyer – beherzt zur Aufführung.
Mit der Verlesung des Artikels 1 des Grundgesetzes erinnerte die Musikschülerin Martina Hartmann daran, dass die Würde des Menschen unantastbar sei. Diese zu achten und zu schützen sei die Verpflichtung aller staatlicher Gewalt. Das Blechbläsertrio intonierte danach die schwungvollen Akustikstücke „All the Small Things“ sowie „Final Masquerade“.
Nun waren die Markgräflichen Jäger an der Reihe. Mit kleiner Konzertbesetzung zelebrierten die Spielleute altbekannte Melodien wie „Fanfaren voran“, den „Königgrätzer Marsch“ sowie den „Fehrbelliner Reitermarsch“ und ernten dafür viel Beifall. Zum Abschluss des rund einstündigen Konzertes hatten sich alle Akteure auf der Bühne versammelt und es wurde zusammen mit den Besuchern die Nationalhymne angestimmt.