Landkreis Ansbach: Otter, Biber und Co. sind problematisch für Teichwirte | FLZ.de

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Veröffentlicht am 07.04.2025 17:21

Landkreis Ansbach: Otter, Biber und Co. sind problematisch für Teichwirte

Bei der Jahresversammlung haben die Mitglieder der Teichgenossenschaft die für sie aktuell wichtigsten Themen besprochen. (Symbolbild: Daniela Ramsauer)
Bei der Jahresversammlung haben die Mitglieder der Teichgenossenschaft die für sie aktuell wichtigsten Themen besprochen. (Symbolbild: Daniela Ramsauer)
Bei der Jahresversammlung haben die Mitglieder der Teichgenossenschaft die für sie aktuell wichtigsten Themen besprochen. (Symbolbild: Daniela Ramsauer)

Wenn im Frühjahr die Arbeiten an den Fischteichen wieder so richtig beginnen, ist es bei der Teichgenossenschaft Landkreis Ansbach Zeit für die Jahresversammlung mit Ausblick. Höhepunkt in diesem Jahr wird der erstmals stattfindende „Historische Fischmarkt“ am 31. August an der Wörnitzquelle bei Schillingsfürst sein.

Der Fischmarkt habe seinen Ursprung im 17. Jahrhundert, teilte der Schillingsfürster Bürgermeister Michael Trzybinski mit. Weitere Termine, die Genossenschafts-Vorsitzender Landrat Dr. Jürgen Ludwig und sein Stellvertreter Harald Siller mitteilten: Der Deutsche Fischereitag findet vom 1. bis 3. Juli am Hauptmarkt in Nürnberg statt, die Karpfenlust am Heilsbronner Klosterweiher ist am 6. September, die diesjährige Lehrfahrt führt am 3. Oktober zum Fischhof Bäcker in Mucken᠆thal (Landkreis Deggendorf) und die Eröffnung der Dinkelsbühler Fischerntewoche ist am 31.Oktober.

Diskussion um Fischotter und Silberreiher

Harald Siller als Vorsitzender der Weihergemeinschaft Ansbach und Geschäftsführer des Verbandes Bayerischer Berufsfischer ging auf die aktuelle Diskussion um Fischotter und Silberreiher ein, die mittlerweile keine seltenen Wesen mehr seien. Bisher kämen Fischotter in Mittelfranken noch nicht vor. Siller hoffe aber, dass es bei Gegenmaßnahmen nicht so lange dauert wir beim Kormoran.

Er bedauere, dass Bayern bei nötigen Beschlüssen im Bundesrat nicht von Hamburg und Bremen unterstützt wird, die keinerlei derartigen Probleme haben. Wichtig wäre es aus seiner Sicht, dass über einen neuen Bundesumweltminister in Berlin Gegenmaßnahmen zum Schutz der Teichwirtschaft in Brüssel durchgesetzt werden. Unterstützung erhielt er vom Bezirksvorsitzenden Jörg Zitzmann in dessen Grußwort.

Große Biber-Population sorgt für Probleme

Probleme mit der großen Zahl von Bibern kamen dann auch im Vortrag von Willi Baier vor, der Beispiele von halb untergrabenen Weiherdämmen durch Biber nannte. Als Fachberater für das Fischereiwesen im Bezirk Mittelfranken referierte er über die Standsicherheit von Teichdämmen.

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Sein dringender Rat an alle Weiherbesitzer: ein Teichbuch führen. Das könne hilfreich sein, wenn es nach Dammbrüchen zu Schäden bei Unterliegern kommt. Er wies auf einen Vorfall in Schwaben hin, wo es nach einem Starkregen zu enormen Schäden an unterhalb liegenden Gebäuden kam. Eine Versicherung verlangte 500 Euro Prämie pro Monat, um Schäden infolge eines Deichbruchs abzusichern.

Im Einzelfall, so Baier, könne es hilfreich sein, einen Biberberater zu Rate zu ziehen. Von 44.000 Karpfenteichen seien zwar in Bayern 99 Prozent kaum gefährdet, doch es bestehe bei 40 bis 50 Teichen in Mittelfranken Gefährdungspotenzial.

Landrat Dr. Jürgen Ludwig ist weiterhin Vorsitzender

Landrat Ludwig wurde bei den fälligen Neuwahlen im Amt des Vorsitzenden bestätigt. Zu stellvertretenden Vorsitzenden wurden Harald Siller (Weihergemeinschaft Ansbach), Christian Baur (Dinkelsbühl), Thomas Sindel (Feuchtwangen), Friedrich Schwab (Neuendettelsau) und Uwe Schamann (Rothenburg) gewählt. Mitglieder des Fachausschusses sind Karl-Bernhard Böhner (Ansbach), Thorsten Rossel (Flachslanden), Sebastian Salomon, Karl Wiesinger (beide Dinkelsbühl), Jürgen Ströhlein, Thorsten Hüttner (beide Feuchtwangen), Andreas Bleicher (Gunzenhausen), Hans Hausmann (Altendettelsau), Ernst Reu (Wettringen) und Jens Reisinger (Marktbergel).

Außerdem gab es Ehrungen. Die Silberne Ehrennadel für ihre langjährigen Verdienste erhielten Jens Reisinger und Sebastian Salomon.


Von Fritz Arnold
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