Landesfinanzschule in Dinkelsbühl: Richtfest für das 57-Millionen-Euro-Projekt | FLZ.de

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Veröffentlicht am 25.02.2026 18:44

Landesfinanzschule in Dinkelsbühl: Richtfest für das 57-Millionen-Euro-Projekt

Zum Richtfest an der Landesfinanzsschule fand sich am Mittwoch eine große Feierrunde zusammen. (Foto: Martina Haas)
Zum Richtfest an der Landesfinanzsschule fand sich am Mittwoch eine große Feierrunde zusammen. (Foto: Martina Haas)
Zum Richtfest an der Landesfinanzsschule fand sich am Mittwoch eine große Feierrunde zusammen. (Foto: Martina Haas)

„Hier entsteht Zukunft”, war Bayerns Bauminister Christian Bernreiter beim Richtfest der Außenstelle Dinkelsbühl der Landesfinanzschule Bayern am Mittwoch überzeugt. Der Freistaat investiert am Standort rund 57 Millionen Euro. Bis zum Frühjahr werden hier 108 Appartements, Lehrsäle, Bibliothek und Mensa fertiggestellt.

Seit dem Spatenstich im November 2024 lief die Baustelle planmäßig, stellten die Redner heraus. Der Leiter des Staatlichen Bauamts Ansbach, Hubert Wagner, bezeichnete nach seiner Begrüßung der Politiker von Land, Kreis, Stadt und aller anderen am Projekt beteiligten Gäste das Richtfest als „Fest für die Bauleute”. Die Feier solle jedenfalls „wie Schmieröl wirken” und der Bau weiter so unfallfrei und reibungslos laufen wie bisher, so Wagners Wunsch.

Staatsminister Bernreiter drückte seine Überzeugung aus, dass der moderne Lernort, der in Dinkelsbühl entsteht, die Stadt stärke. Die Nachwuchskräfte der bayerischen Finanzbehörden würden hier künftig optimale Bedingungen für ihre Aus- und Weiterbildung vorfinden.

Zukunftsfähige Strukturen in der Fläche

Die Ansiedlung der Landesfinanzschule sei ein „Ausdruck der Heimatstrategie” der bayerischen Staatsregierung. Behördenverlagerungen zögen stets weitere Investitionen nach sich, war der Minister überzeugt. Die Staatsregierung schaffe mit ihrer Strategie „zukunftsfähige Strukturen in der Fläche”. Bernreiter erinnerte daran, dass die Landesfinanzschule Ansbach seit 2016 in Dinkelsbühl präsent sei, bisher in angemieteten Räumen. Der Neubau werde die Stadt künftig prägen.

Das Bauwerk mit einer Nutzfläche von 4100 Quadratmetern auf einer Grundstücksfläche von 8800 Quadratmetern – fast so groß wie ein Fußballfeld, wie Bernreiter erklärte – wurde vom Architekturbüro Hirner und Riehl in München entworfen. Die vier Gebäudeteile mit jeweils drei Stockwerken, die im Erdgeschoss miteinander kammartig verbunden sind, bestehen aus roten Sichtbetonteilen und Holz. Darin untergebracht sind eine Mensa mit Küche, Verwaltungsräume, eine Bibliothek und Lehrsäle sowie 108 Appartements, die den Studierenden und Lehrenden ein „Zuhause auf Zeit” werden sollen.

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Nachhaltigkeit ist Teil des Konzepts

Beim Bau wird auf Nachhaltigkeit geachtet, unter anderem mit einer Kombination aus Wärmepumpe und Fernwärme, begrünten Dächern und einer Photovoltaikanlage. Dazu werde eine „hocheffiziente Technik” verbaut und so für „hohe Aufenthaltsqualität gesorgt”, war sich Bernreiter sicher. Die 57,2 Millionen-Euro-Investition sei eines der großen Bauprojekte in Bayern.

Finanz- und Heimatstaatssekretär Martin Schöffel betonte ebenfalls die Heimatstrategie der Staatsregierung. Mit dem Neubau gewinne die Landesfinanzschule weiter an Attraktivität und festige ihren Platz in der bayerischen Bildungslandschaft, hob Schöffel hervor und wies darauf hin, dass am Standort der Landesfinanzschule Ansbach nach der Fertigstellung des Projektes in Dinkelsbühl weitere Verbesserungen folgen würden.

OB Hammer freut sich über die Investition

Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer bezeichnete das Projekt des Freistaats in Dinkelsbühl als „einen Sechser im Lotto”. Andrea Knoll, die Leiterin der Landesfinanzschule Bayern, und ihr Stellvertreter Martin Utz, der künftig den neuen Standort leiten wird, freuten sich, dass aus einer „politischen Idee sichtbar Wirklichkeit geworden ist”. Knoll sagte, Lernen brauche mehr als nur ein Klassenzimmer, denn die Studierenden lebten für eine gewisse Zeit am Ort ihrer Schule.

Utz betonte den nachhaltigen Ansatz des Neubaus, der ein „starkes Zeichen und ein Bekenntnis zur beruflichen Bildung” sei.

Stefan Taglieber, der Geschäftsführer der ausführenden Baufirma Taglieber Holzbau, übernahm eine Baumpatenschaft für das Areal der neuen Schule und überreichte den gerahmten Richtspruch von Zimmerer-Polier Michael Färber an die künftigen Hausherrinnen und -herren.

Nach dem Richtspruch schwebte über dem Bauwerk eine riesige Krone ein. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von einem Posaunenquintett der Berufsfachschule für Musik Dinkelsbühl.

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