Der Tierschutzverein und der Reitverein Bad Windsheim haben sich mit einer Bitte an Bürgermeister Jürgen Heckel gewandt. Um Tiere zu schützen, verlangen sie eine Verlegung des Abschussstandortes für das Feuerwerk beim Frühlingsfest und bei der Kirchweih.
Um sich ihr Anliegen anzuhören, hatte Heckel die 22 Vertreter beider Vereine ins Rathaus eingeladen. Birgit Grübler, die Geschäftsführerin der Kur-, Kongress- und Touristik-GmbH (KKT), sowie Ordnungsamtsleiter Kevin Wießner, Stadtbaumeister Ludwig Knoblach und Claus Düll, verantwortlich für städtische Liegenschaften, kamen dazu, um gemeinsam an einer Lösung zu arbeiten, heißt es auf Nachfrage unserer Redaktion.
Den Vereinen sei es wichtig, die Tiere zu schützen, erklärt Grübler, die die Moderation übernommen hatte, im Nachgang. Durch das Feuerwerk gerieten Pferde, Hunde und Katzen, aber auch Wildtiere in Panik und könnten sich verletzen. Ein alternativer Standort für den Abschuss des Feuerwerks sei der Wunsch der Vereinsmitglieder gewesen.
Ein Thema, das laut Grübler nicht zum ersten Mal auf den Tisch komme. Sie zeigt auch Verständnis für das Anliegen. Für die meisten Besucherinnen und Besucher gehöre ein Feuerwerk aber dazu. Zudem sei es ein Besuchermagnet, die Schaustellerinnen und Schausteller sowie der Festwirt seien in gewisser Weise darauf angewiesen.
Bereits bei ihrem ersten Fest, das sie für Bad Windsheim organisiert hat, hatte sie eine alternative Drohnenshow geprüft. „Das waren horrende Preise“, sagt sie. Dennoch werde sie erneut Angebote dafür und auch für eine Lasershow einholen. Knoblach und Düll werden derweil Alternativstandorte für den Abschuss des Feuerwerks prüfen. Klar müsse aber sein: „Man muss es am Festplatz sehen können“, sagt Grübler. Für 2026 sei ohnehin keine andere Option mehr denkbar: „Es ist alles gebucht.“
Für Verwunderung hatte bei den Teilnehmenden gesorgt, dass Bürgermeister Heckel zum Termin geladen hatte, selbst aber nicht erschienen ist. Seine beiden Stellvertreter, Alexandra Horst und Ronald Reichenberg, wussten nach eigener Aussage von nichts. Denn beide seien, so Reichenberg, ohnehin zu dieser Zeit im Rathaus gewesen und hätten „freilich daran teilgenommen, wenn wir davon gewusst hätten“.
Heckel betont, dass er im Urlaub gewesen sei. Bei der Terminvereinbarung sei dies noch nicht bekannt gewesen. „Einen Bürgermeister braucht es für ein solches Treffen nicht: Weder den ersten, noch einen zweiten oder dritten.“ Er habe Urlaub genommen, welchen er in den Vorjahren zum Großteil immer „verschenkt“ habe und an Wießner übergeben.
Die Thematik soll nun im Aufsichtsrat der KKT besprochen werden. Je nachdem, was dort entschieden werde, werde es an den Stadtrat weitergegeben oder nicht, so Heckel.