Ein Flusskreuzfahrtschiff hat ungeklärtes Abwasser aus dem Schiff in die Donau bei Passau eingeleitet. An der Kläranlage des Schiffes soll es einen technischen Defekt gegeben haben, wie die Polizei mitteilte. Als das Kreuzfahrtschiff am Samstag in Passau hielt, bemerkten Beamte, dass aus einem seitlichen Rohr des Schiffes eine bräunliche Flüssigkeit in den Fluss lief. Die Wasserschutzpolizei stoppte daraufhin das Schiff, das unter Schweizer Flagge fuhr.
Nach Angaben der Polizei wurde die Kläranlage verplombt und das Flusskreuzfahrtschiff durfte mit seinen 130 Gästen weiterfahren. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts einer umweltrechtlichen Straftat, weil die eingeleiteten Abwässer die zulässigen Grenzwerte deutlich überschritten, wie es hieß.
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