Kovac: „Uns fehlt, was die Bayern im Überfluss haben“ | FLZ.de

arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 02.05.2026 10:26

Kovac: „Uns fehlt, was die Bayern im Überfluss haben“

BVB-Trainer Niko Kovac. (Archivbild) (Foto: Harry Langer/dpa)
BVB-Trainer Niko Kovac. (Archivbild) (Foto: Harry Langer/dpa)
BVB-Trainer Niko Kovac. (Archivbild) (Foto: Harry Langer/dpa)

Borussia Dortmunds Trainer Niko Kovac vermisst in seinem Kader jene individuelle Qualität, mit der Bayern München in dieser Saison souverän deutscher Fußballmeister geworden ist. „Was uns vielleicht ein wenig fehlt, ist das, was die Bayern im Überfluss haben: einen unglaublich starken Kader mit vielen besonderen Individualisten“, sagt Kovac in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Es gelingt ihnen in dieser Saison besonders gut, das Attraktive mit dem Erfolgreichen zu verbinden.“

Nach zwei Niederlagen in den jüngsten drei Spielen und vermeintlich nachlassendem Elan im Saisonendspurt verteidigt Kovac aber die Leistungen seiner Mannschaft. „Ich bin sehr zufrieden mit der Entwicklung, die die Jungs in den vergangenen 15 Monaten genommen haben; ich denke, dass wir durchaus in dieser Saison auch sehr gute und attraktive Spiele gezeigt haben“, sagt der 54-Jährige. „Ich traue meiner Mannschaft 72 Punkte zu – damit wäre Borussia Dortmund 2023 deutscher Meister geworden. Diesmal reichen sie leider nicht.“

Dortmund winkt beste Punktzahl seit sieben Jahren

Um 72 Punkte zu erreichen, müssten die Dortmunder aus den letzten drei Saisonspielen noch fünf Punkte holen. 72 Punkte wären die beste Dortmunder Saisonausbeute seit sieben Jahren. In der Saison 2018/19 hat die Borussia unter Trainer Lucien Favre 76 Punkte geholt. Am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) gastiert der BVB bei Borussia Mönchengladbach. Die letzten beiden Gegner sind Eintracht Frankfurt (Heimspiel) und Werder Bremen (auswärts).

„Auch Klopp hat drei Jahre gebraucht“

In der ewigen Dortmunder Mentalitätsdebatte zieht Kovac eine Grenze für seinen Einfluss als Trainer: „Sie können eine Mannschaft als Trainer mit Ihrem Team bis zu einem gewissen Punkt führen, darüber hinaus entscheidet der Spieler.“ Der gebürtige Berliner, der seit Februar 2025 BVB-Trainer ist und noch einen Vertrag bis Juni 2027 besitzt, bittet um Geduld bei der Umsetzung seiner Ziele: „Auch Jürgen Klopp hat als Trainer hier damals drei Jahre bis zu seiner ersten Meisterschaft gebraucht.“

© dpa-infocom, dpa:260502-930-23213/1


Von dpa
north