Königin der Herzen statt Weinkönigin | FLZ.de

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Veröffentlicht am 26.03.2024 18:46

Königin der Herzen statt Weinkönigin

Anne Gümpelein mit ihren Fans, die einen großen Bus nach Aschaffenburg füllten. (Foto: Rudi Merkl)
Anne Gümpelein mit ihren Fans, die einen großen Bus nach Aschaffenburg füllten. (Foto: Rudi Merkl)
Anne Gümpelein mit ihren Fans, die einen großen Bus nach Aschaffenburg füllten. (Foto: Rudi Merkl)

Enttäuschung oder Trauer: Diese Worte kommen Anne Gümpelein aus Krassolzheim nicht über die Lippen, nachdem sie bei der Wahl zur Fränkischen Weinkönigin der Unterfränkin Lisa Lehritter den Vortritt lassen musste. Sie spricht von Stolz und Dankbarkeit.

Dankbar ist sie über den riesigen Rückhalt, den sie vor, während und nach der Wahl erlebt hat. Der größte verfügbare Bus musste gechartert werden, damit 63 Freunde und Freundinnen, die Familie, die Mitglieder des Weinbauvereins Oberer Ehegrund sowie andere Mitreisende aus ihrer Heimatgemeinde alle darin Platz fanden. Sogar ihr ehemaliger Schulleiter Wolfram Schröttel vom Gymnasium Scheinfeld hatte es sich nicht nehmen lassen, dabei zu sein.

Unterstützung auch aus der Politik

Viel Rückenwind gab es auch von der Politik: Bürgermeister Reinhold Klein, der Landtagsabgeordnete Werner Stieglitz und der Bundestagsabgeordnete Tobias Winkler waren bei der Wahl dabei. Anne freut sich besonders über die große Unterstützung des Landkreises, namentlich von Landrat Helmut Weiß, und des Kreistourismus, der sie über die mittelfränkische Bocksbeutelstraße auch finanziell förderte.

Froh ist die Studentin vor allem über den Zusammenhalt im Weinbauverein, in dem sie selbst als Beisitzerin fungiert. Insbesondere die Vorsitzende, Mama Anke Gümpelein, habe sich in der Vorbereitung wahnsinnig engagiert. „Sie war sicher aufgeregter als ich“, erzählt Anne.

„Ich habe geliefert“

Stolz ist sie aber auch auf sich selbst: In der Mediathek des Bayerischen Rundfunks kann man die Wahl noch einmal mitverfolgen. Und auch, als sie sich selbst zusah, kam die junge Krassolzheimerin zum Ergebnis: „Ich habe geliefert. Ich würde es genauso wieder machen.“

Einmal mehr habe sie gespürt, wie sehr es ihr gefällt, auf einer Bühne zu stehen und zu repräsentieren. In einem Brief des Fränkischen Weinbauverbands wird als erster von vielen positiven Aspekten ihres Auftritts erwähnt, wie überzeugt und überzeugend sie ihre Heimatgemeinde präsentiert habe. „Ich glaube, der Obere Ehegrund ist endlich ein Begriff in ganz Franken“, erzählt sie glücklich.

„Der Titel wäre natürlich das i-Tüpfelchen gewesen“, sagt sie nur einmal, um dann wieder zu schwärmen – von ihrem Verein, der durch die Wahl einen positiven Schub erlebt habe. Auch wenn ihr nächster Schritt feststeht – sie wird das Bachelor-Studium im Fach „International Business“ aufnehmen, und Ende April erfolgt auch ihre Abkrönung als Weinprinzessin des Oberen Ehegrundes – so ist sie sich dennoch fast sicher, dass sie auch in Zukunft für den Wein werben wird. Auf Instagram kann man das jetzt schon unter @weinbotschafterin mitverfolgen.

Es wurde trotzdem noch groß gefeiert

Nach der Rückkehr von der Wahl in Aschaffenburg wurde im Weinhof Grosch noch kräftig gefeiert. So viele kamen und spendeten ihr Zuspruch. Am schönsten aber war der Empfang durch „ihren“ Weinbauverein: „Die hatten ein Riesen-Plakat, auf dem stand: ’Anne, du bist unsere Weinkönigin der Herzen.’“


Ulli Ganter
Ulli Ganter
Redakteurin
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