Für die geplante Kneippanlage bekommt die Stadt Feuchtwangen von der Regierung von Mittelfranken eine Förderung in Höhe von 48.000 Euro. Das teilte Stadtbaumeister Farag Khodary im Bau- und Verkehrsausschuss mit. „Wir können jetzt richtig loslegen“, meinte er.
Der Zuschuss wurde im Rahmen der Zuwendung für städtebauliche Erneuerung im Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ bewilligt. Die Kostenschätzung für das Kneippanlagen-Projekt liegt bei insgesamt knapp 80.000 Euro.
Errichtet wird die Kneippanlage auf einem bislang ungenutzten Areal zwischen der Stadtmühle und der Sulzachbrücke, gegenüber dem Seniorenzentrum „An der Sulzach“ des Arbeiter-Samariter-Bundes.
Vorgesehen ist ein großes Wassertretbecken, um das laut Khodary ein Barfußpfad mit drei verschiedenen Materialien führt. Die Zuleitung zum Becken erfolge über die Sulzach mit einem vorgelagerten Kiesfilter. Abgeleitet werde das Wasser über einen kleinen Bach, der zur Sulzach hin angelegt und dessen Rand bepflanzt werde.
Außerdem soll es ein Armbecken geben, das von einer Seite mit dem Rollstuhl unterfahrbar ist. Der Bereich um die Kneippanlage erhält eine Pflasterung, die für Menschen mit Beeinträchtigung nutzbar ist. Zwei Sitzbänke sollen zum Verweilen einladen.
Ein Weg mit einer wassergebundenen Decke führt nach weiterer Mitteilung von Khodary zur Sulzach, wo im Uferbereich eine Art Plateau geschaffen werde. Das Ufer wurde bereits mit einer Reihe Natursteinblöcken eingefasst, die genauso wie eine Bank als Sitzmöglichkeit dienen sollen. Mehr gehe in diesem Hochwasser-Bereich nicht, so der Stadtbaumeister.
Von einer „sehr schönen Gestaltung“ und einer „großen Aufwertung“ des Areals am Eingang zur Altstadt sprach Joachim Gutekunst („Wir“/Grüne). Um den Ruhe- und Erholungsgedanken einer Kneippanlage zu berücksichtigen, schlug er vor, zur Unteren Torstraße hin einen Sichtschutz in Form einer Pergola anzubringen. Dem schlossen sich Ralf Hübsch und Friedrich Probst (beide CSU) an. Die Kneippenden sollten sich nicht wie auf dem „Präsentierteller“ fühlen. Und ein Sichtschutz könnte auch ein wenig Lärmschutz sein.
Das soll nun geprüft werden, ebenso wie die Schaffung von Abstellmöglichkeiten für Fahrräder auf dem Areal. Diesen Aspekt brachten Michael Nowakowitsch (WwW) und Werner Hirsch (Unabhängige Bürgerschaft) zur Sprache. Die Fahrräder würden sonst auf dem Gehweg abgestellt, merkte Thomas Heidecker (Unabhängige Bürgerschaft) dazu an.
Nachdem sich hinsichtlich der Gründung eines Kneippvereins, der die Anlage pflege, nichts getan habe, müsse man weiter im Hinterkopf behalten, einen Kümmerer zu finden, meinte zweiter Bürgermeister Walter Soldner, der die Sitzung leitete. Die Pflege sollte nicht allein Aufgabe des Bauhof-Teams sein.
Das Gremium stimmte der vorgestellten Planung mehrheitlich zu und beauftragte das Bauamt, die weiteren Schritte in die Wege zu leiten. Als nächstes sollen die Gewerke Wegebau, Erdarbeiten und Metallbau sowie die Becken ausgeschrieben und vergeben werden. Die Bepflanzung erfolgt nach Fertigstellung der Anlage durch Mitarbeitende des Bauhofs.