Klotzen statt kleckern: Schule in Lipprichhausen wird saniert | FLZ.de

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Veröffentlicht am 20.10.2024 17:00

Klotzen statt kleckern: Schule in Lipprichhausen wird saniert

Die Grundschule in Lipprichhausen stammt aus dem Jahr 1965. Nach fast 60-jährigem Bestehen soll sie nun generalsaniert werden. (Foto: Gerhard Krämer)
Die Grundschule in Lipprichhausen stammt aus dem Jahr 1965. Nach fast 60-jährigem Bestehen soll sie nun generalsaniert werden. (Foto: Gerhard Krämer)
Die Grundschule in Lipprichhausen stammt aus dem Jahr 1965. Nach fast 60-jährigem Bestehen soll sie nun generalsaniert werden. (Foto: Gerhard Krämer)

Die Schule in Lipprichhausen blickt auf eine lange Geschichte zurück. Schon 1965 war sie im Verbund mit einer Turnhalle, einem Hartplatz und einer großen Sportwiese mit Tartanbahn errichtet worden. Jetzt soll die Schule generalsaniert werden.

Ursprünglich sollte die Grundschule Lipprichhausen-Gollhofen „nur“ energetisch saniert werden. Dazu hatte Karlheinz Liebberger vom Architekturbüro Liebberger und Schwarz die Kostenberechnungen erstellt. Die Sanierung des Schulhauses würde demnach 1,54 Millionen Euro kosten. Für die Turnhalle allein fallen rund 582.000 Euro an. Laut Liebberger sollte der Zwischengang abgerissen und neu errichtet werden. Das schlägt mit weiteren 174.000 Euro zu Buche.

Sechs Bürgermeister einstimmig dafür

Liebberger erklärte in der Schulverbandsversammlung im Sitzungssaal des Uffenheimer Rathauses, dass die Dämmung der Fassade und teilweise eine Innendämmung erfolgen sollten. Auch die Fenster würden erneuert. Teilweise seien auch Flachdächer noch nicht saniert.

Simon Müller von der Kämmerei der Verwaltungsgemeinschaft (VG) erklärte, dass Schulhaus und Turnhalle fördertechnisch getrennt zu betrachten seien. Bei der Turnhalle werde der notwendige Schwellenwert für eine Förderung erreicht. Der Fördersatz könnte zwischen 50 und 55 Prozent liegen. Damit verbliebe beim Schulverband ein Eigenanteil in Höhe von rund 356.000 Euro.

Für das Schulhaus liegt der Schwellenwert laut Müller allerdings bei 2,25 Millionen Euro für eine Förderung nach dem Finanzausgleichsgesetz (FAG). Deshalb kämen andere, aber geringere Förderungen in Frage. Würde man die Erneuerung der Heizung mit einbeziehen, würde die FAG-Förderschwelle immer noch nicht erreicht. Der Schulverband müsste inklusive der Turnhalle bei diesen beiden Möglichkeiten zwischen 1,8 und zwei Millionen Euro selbst tragen. Dabei sei zu beachten, dass die Heizung ein Alter von etwa 20 Jahren habe, die Leitungen wie Wasser, Heizung und Strom seien etwa 60 Jahre alt.

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Nur geringfügig höhere Kosten

Aus diesem Grund brachte Liebberger eine Generalsanierung ins Spiel. Die würde 5,5 Millionen Euro kosten. Bei einer Einzelmaßnahmenförderung verbleiben beim Schulverband gut drei Millionen Euro. Aber: Bei einer Generalsanierung als Effizienzgebäude gebe es eine höhere Förderung durch einen KfW-Zuschuss. Das bedeutet, es wären „nur“ noch 2,25 Millionen Euro vom Schulverband selbst aufzubringen. Im Klartext: Im Falle einer lediglich energetischen Sanierung wären rund 1,8 bis zwei Millionen Euro zu stemmen, eine komplette Instandsetzung kostet offenbar auch lediglich rund 300.000 Euro mehr.

Ippesheims Bürgermeister Karl Schmidt betonte, wie wichtig der Erhalt des Schulstandortes sei, weswegen er eine Generalsanierung für sinnvoll erachte. Dieser Auffassung schlossen sich seine Kollegen an. Die Bürgermeister der Schulverbandsmitgliedsgemeinden Hemmersheim, Gollhofen, Ippesheim, Oberickelsheim und Simmershofen beschlossen einstimmig die Generalsanierung. Für die Architektenleistungen ist allerdings ein Vergabe-Verfahren notwendig, was rund sechs bis neun Monate in Anspruch nehmen werde, erläuterte VG-Geschäftsstellenleiterin Ivonne Geißdörfer.

Auch die Turnhalle bekommt eine Kur

Bei der Turnhalle ist nach wie vor eine energetische Sanierung vorgesehen. Noch nicht in den Kostenrechnungen enthalten sind allerdings die während der Sanierung benötigten Container, um Klassen während der Bauphase unterzubringen.

Lange wurde auch über die Erneuerung der Tartanbahn diskutiert. Simmershofens Bürgermeister Florian Hirsch plädierte dafür, diese ebenfalls gleich zu sanieren. „Die Kinder benötigen ihre Laufbahn“, betonte er. Für die Sanierung liegt bereits ein Angebot vor. Das derzeit leer stehende Hausmeisterhaus will der Schulverband erst einmal behalten. Eventuell könnten dessen Räume während der Sanierung von der Verwaltung genutzt werden.


Von Gerhard Krämer
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