Kita „Wirbelwind” muss größer werden: Was Leutershausen jetzt plant | FLZ.de

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Veröffentlicht am 09.02.2025 19:00

Kita „Wirbelwind” muss größer werden: Was Leutershausen jetzt plant

Einiger Platzbedarf: Auf der wenig genutzten Spielfläche neben der Kindertagesstätte Wirbelwind soll ein Erweiterungsbau entstehen. (Archivfoto: Wolfgang Grebenhof)
Einiger Platzbedarf: Auf der wenig genutzten Spielfläche neben der Kindertagesstätte Wirbelwind soll ein Erweiterungsbau entstehen. (Archivfoto: Wolfgang Grebenhof)
Einiger Platzbedarf: Auf der wenig genutzten Spielfläche neben der Kindertagesstätte Wirbelwind soll ein Erweiterungsbau entstehen. (Archivfoto: Wolfgang Grebenhof)

Die Kindertagesstätte „Wirbelwind“ wird erweitert. Der Stadtrat beschloss einen Erweiterungsbau, der bis zum Beginn des Kindergartenjahres im September bezugsfertig sein muss. Wenn es zeitlich klappt, soll der Bau in Holzrahmenbauweise errichtet werden. Der Kostenrahmen liegt bei maximal 75.000 Euro.

Sollte eine Realisierung bis September nicht möglich sein, wird die Gebäudeerweiterung in Form eines Container-Provisoriums mit einem Kostenaufwand von zirka 55.000 Euro erfolgen. Bürgermeister Markus Liebich erklärte im Stadtrat ausführlich die Notwendigkeit der Erweiterung. Am 14. November sei der evangelischen Kirchengemeinde Leutershausen – als Betreiberin – und der Stadt Leutershausen – als Gebäudeeigentümerin der Kindertagesstätte in der Sudetenstraße 2 – vom Landratsamt mitgeteilt worden, dass die beiden Notgruppen im Obergeschoss ab dem Kindergartenjahr 2025/2026 keine Genehmigung mehr bekommen werden.

Wohl noch vier Jahre bis zur Kita im Baugebiet

Die Genehmigung der beiden Notgruppen im Obergeschoss wurde im Oktober 2020 erteilt. Bis zu einem möglichen Bezug der geplanten Kindertagesstätte im Baugebiet „Kienberg-Nord“ werden voraussichtlich noch vier Jahre vergehen, so der Rathauschef. Das Bauleitverfahren für das Baugebiet sei immerhin schon eingeleitet worden. Somit können die beiden Notgruppen, die schon seit gut vier Jahren bestehen und mindestens noch vier Jahren bestehen bleiben werden, nicht mehr als Provisorium angesehen werden. Aus den Notgruppen müssen also nun regelgerechte Gruppen werden.

Für die Betriebserlaubnis als normale Gruppen seien Größe und Beschaffenheit der Räume im Obergeschoss nicht geeignet, und es fehlten Räume für eine ausreichende pädagogische Betreuung der Kinder. Die Sanitärbereiche entsprechen den Anforderungen für Schulkinder, aber nicht denen für Kindergartenkinder. Für eine Verlängerung der Betriebserlaubnis müssen die Sanitärbereiche angepasst werden.

Bis zu 50 Quadratmeter zusätzlich sind nötig

Um die Kinder weiter in der Kindertagesstätte betreuen zu können, sei eine Erweiterung durch die Schaffung eines zusätzlichen Raumes mit einer Größe von bis zu 50 Quadratmetern nötig. Die Stadtverwaltung hat die Schaffung eines Gebäudeprovisoriums auf der nördlichen Grundstücksfläche angedacht. In dem Bereich befindet sich derzeit eine Spielfläche, die so gut wie nicht genutzt werde, so Liebich. Das Provisorium könnte mit einer Containeranlage, die die Bedürfnisse einer Kindertagesstätte erfülle, realisiert werden. Mit den Vorbereitungen des Grundstückes, der Fundamente und der Herstellung eines Verbindungsweges zum Bestandsgebäude würde dies rund 55.000 Euro kosten.

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Es wurden auch Angebote eingeholt, den Erweiterungsbau in Holzständerbauweise zu errichten. Allerdings sei nicht ausgelotet worden, ob so ein Gebäude bis zum September bezugsfertig sei. Die Leiterin der Kindertagesstätte, Ute Wicker, unterstrich die Dringlichkeit. Sollte es keine Erweiterung bis September geben, stünden 25 Kinder auf der Straße. Sie müssten dann in benachbarten Gemeinden betreut werden, was für die Stadt Kosten von 150 Euro pro Kind und Monat bedeute. Das wären, so rechnete sie vor, 96.000 Euro in vier Jahren. Ein Erweiterungsbau komme deutlich günstiger.

Holzbauweise soll die Lösung sein

Zweiter Bürgermeister Harald Domscheit sprach sich für die teurere Lösung in Holzbauweise aus, weil dieses Gebäude später für die Mittagsbetreuung weiter genutzt werden könne. Dies sei nachhaltiger.

Mehrheitlich folgte der Stadtrat dem Vorschlag Domscheits, nachdem ausgiebig um die Formulierung des Beschlusses gerungen wurde. Nur wenn ein Gebäude in Holzbauweise nicht rechtzeitig fertig werden sollte, soll die Containerlösung gewählt werden, die auf alle Fälle rechtzeitig zur Verfügung stehen würde.


Von Alexander Biernoth
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