Viele zählen schon die Tage, bis die Neustädter Kirchweih endlich beginnt. So mancher nimmt dafür sogar extra Urlaub. Am Freitag hat das Warten ein Ende. Denn am 20. Juni wird mit dem Aufstellen der Kerwafichte die 469. Neustädter Kirchweih eingeläutet. Die Ficht’n Lupfer werden das stattliche, festlich geschmückte Exemplar ab 19 Uhr in die Senkrechte hieven.
Wie Bernhard Cesinger von den Ficht’n Lupfern mitteilte, stellen sie bereits zum 35. Mal einen Baum auf dem Marktplatz auf. Begleitet wird das Ganze mit Musik und Tanz. Aktiv werden sie bereits am heutigen Samstag, dann wollen sie Bänke am Kirchweihplatz rot-weiß anstreichen. Am Mittwoch, 18. Juni, findet unter Federführung der Ficht’n Lupfer ab 19 Uhr ein Schlachtschüsselessen am Kerwaplatz statt, das inzwischen längst kein Geheimtipp mehr ist und immer mehr Begeisterte anlockt.
Vorarbeiten von anderen Akteuren sind ebenfalls schon erfolgt. Das Metzgerzelt steht bereits, ebenso einige wenige Buden. Die Verkaufsstände werden nach und nach von den Betreibern für den Ansturm ab dem 21. Juni vorbereitet. In den nächsten Tagen trudeln die Schausteller ein, um ihre Fahrgeschäfte aufzubauen. Los- und Schießbuden und andere Angebote folgen.
Das Festareal wird in diesem Jahr erstmals mit Zufahrtssperren an den Eingängen gesichert, um die Gäste zu schützen, erklärt Thomas Kursawe, Leiter des Amtes für öffentliche Sicherheit und Ordnung bei der Stadt Neustadt. Beim Rundgang, bei dem neben Mitarbeitern der Stadt unter anderem auch Vertreter der Polizei sowie von Feuerwehr und BRK dabei sind, wird geprüft, ob alles unter Sicherheitsaspekten in Ordnung ist – ansonsten muss nachgebessert werden.
Die Neustädter Feuerwehr wird am Samstagmorgen, 21. Juni, wie in jedem Jahr mit ihrer Drehleiter eine Probe-Runde auf dem Kirchweihplatz drehen, um zu prüfen, ob im Notfall überall ein problemloses Durchkommen ist. Vor Ort sein wird an der Kirchweih nun schon zum 15. Mal auch das BRK. An allen Tagen sind die Ehrenamtlichen ab 19 Uhr mit ihrer Sicherheitswache im ehemaligen Dürr-Anwesen anzutreffen. Darüber hinaus wird man regelmäßig Runden über den Festplatz drehen.
Ein Besuchermagnet, vor allem für die jüngeren Leute, wird wieder das Kerwadorf. Zwei Vereine (TTV und TSV) sowie sieben Wirte werden dort vertreten sein, teilte Kerwadorf-Sprecher Thomas Ullrich mit und wies darauf hin, dass die Fläche des Areals um 500 Quadratmeter vergrößert wurde und nun 2000 Quadratmeter misst. Dies sei unter anderem der Tatsache geschuldet, dass ein Wirt mehr im Team ist, aber auch dafür gedacht, bisherige Engstellen zu beseitigen.
Ein großes Lob geht an die beiden Vereine. Ullrich: „Sie sind eine riesige Bereicherung für das Dorf und bringen sich mit vielen Helfern klasse ein.“ Es soll, wie Kursawe sagt, zwei Ausgänge, aber nur einen Eingang auf das umzäunte Areal geben.
Nun zu einem weiteren wichtigen Thema: Erstmals wird die Maß Bier mehr als 10 Euro kosten. Auf Nachfrage teilte Bürgermeister Klaus Meier mit, dass für den Liter 10,50 Euro zu berappen sein werden – dies sei unter anderem den allgemeinen Preiserhöhungen geschuldet. Dass nun weniger konsumiert wird, davon geht er aber nicht aus.
Gute Neuigkeiten haben Meier und Kursawe noch zu verkündigen. Die Sperrung des Steinswegs soll bis kommenden Freitag aufgehoben sein. Geplant ist, dass die Straße am Dienstag oder Mittwoch asphaltiert wird.