Kirchensanierung in Adelhofen: „Es war den Aufwand wert“ | FLZ.de

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Veröffentlicht am 31.10.2024 14:50

Kirchensanierung in Adelhofen: „Es war den Aufwand wert“

Die St. Bartholomäuskirche in Adelhofen wurde innen und außen aufwendig und jahrelang renoviert. (Foto: Ute Niephaus)
Die St. Bartholomäuskirche in Adelhofen wurde innen und außen aufwendig und jahrelang renoviert. (Foto: Ute Niephaus)
Die St. Bartholomäuskirche in Adelhofen wurde innen und außen aufwendig und jahrelang renoviert. (Foto: Ute Niephaus)

Ein wahres Schmuckstück ist die St. Bartholomäuskirche in Adelhofen geworden. Nach der Innen- und Außenrenovierung präsentiert sie sich frisch herausgeputzt. Es war ein aufwendiges und zeitintensives Unterfangen. „Das Resultat war aber den ganzen Aufwand wert“, resümieren Alfred Schöwe und Armin Krämer begeistert.

Letztgenannter ist Vertrauensmann des Kirchenvorstands im Simmershöfer Ortsteil Adelhofen. Kirchenvorstand Schöwe betreute als Beauftragter der Kirchengemeinde die Sanierungsmaßnahme vom Januar 2018 bis heute ehrenamtlich. „In der Zeit habe ich mehr als 900 E-Mails von meinem PC gesandt beziehungsweise empfangen“, erklärt er.

Viele Stunden vor Ort

Unzählige Stunden verbrachte er zudem auf der Baustelle, fungierte als Ansprechpartner für Handwerker, Architektin Daniela Rupsch und Behörden vor Ort. „Das war wichtig“, würdigt Krämer das Engagement Schöwes. „Wir anderen Kirchenvorstandsmitglieder hätten das zeitlich gar nicht leisten können.“

Vom Beschluss im Januar 2018, dass die Pfarrkirche saniert werden soll, bis zur feierlichen Wiedereinweihung am Sonntag, 3. November, ab 14 Uhr mit dem Uffenheimer Dekan Max von Egidy war es ein sehr langer Weg. Dank sagen Krämer und Schöwe noch einmal dem früheren CSU-Landtagsabgeordneten Hans Herold, der sich für die Maßnahme stark gemacht und auf Wunsch der Kirchengemeinde einen Ortstermin mit dem Leiter des Staatlichen Bauamtes Heinrich Schmidt organisiert hatte. Die Zusammenarbeit mit der Behörde bezeichnen Schöwe und Krämer als gut. Auch sonst blieb Herold bei dem Projekt im Bilde.

200.400 Euro für Außensanierung

2020 fiel die Entscheidung, die Sanierung in zwei Bauabschnitte zu teilen. Für die Außensanierung wurden 200.400 Euro angesetzt. Der staatliche Anteil wurde auf 156.500 Euro beziffert, der kirchliche auf 43.900 Euro. Viel war zu tun. So galt es, eine Drainage einzubauen, die alte Treppenanlage am Haupteingang musste zurückgebaut und eine neue errichtet werden. Auch Trockenlegungs- und Sanierputzarbeiten im Sockelbereich des Kirchenschiffes und Turms mussten gestemmt werden. Ein neues Vordach für die Sakristei musste her, der Naturstein musste überarbeitet werden, auch an Türen und Fenstern waren Arbeiten nötig.

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Bau-Boom und Corona-Krise

„Der Baubeginn fiel in eine Zeit, als am Bau ein großer Boom herrschte, es gab kaum Handwerker.“ Dann kam Corona. Wegen des anhaltenden Nachtfrostes gab es eine lange Winterpause. Kurzum: „Es herrschten erschwerte Bedingungen.“ Hinzu kam, dass in den vergangenen sieben Jahren drei verschiedene Pfarrer für die Kirchengemeinde zuständig waren.

Umso erfreulicher war es da, dass sich die Bürgerinnen und Bürger immer wieder tatkräftig einbrachten, indem sie etwa das alte Pflaster ausbauten oder Pflanzen in der Böschung vor der Treppe entfernten. Äußerst Positives gab es dann 2021 zu vermelden. Durch das konsequente Hinterfragen und „Nachbohren“ der Ehrenamtlichen vor Ort beim Staatlichen Bauamt konnte man erreichen, dass der kirchliche Anteil an der gesamten Kirchenrenovierung von vormals 380.000 Euro bei anfänglich geschätzten Gesamtkosten von 620.000 Euro auf 235.000 Euro gesenkt werden konnte, heißt es.

Kosten wurden gesenkt

Für den zweiten Bauabschnitt würden somit rund 280.000 Euro an Kosten anfallen, der kirchliche Anteil lag bei 191.000 Euro. Aber wie kam die Kostensenkung zustande? Im Bereich der Elektronik konnte dank eines neuen Fachplaners viel Geld gespart werden. Es mussten zudem nicht, wie anfangs gedacht, alle Sitzheizungen entfernt werden. Statt einer Orgelsanierung reichte deren Reinigung. Viel brachten zudem Nachprüfungen von Handwerkerrechnungen seitens der Architektin.

Putzarbeiten, der Farbanstrich, die Reinigung der Treppen, von Bodenbelägen, Brüstungen und des Gestühls sowie Maßnahmen im Bereich der Haustechnik mussten im Innenraum der Kirche vorgenommen werden. Alles ist nun erledigt. Dazu blieb man in etlichen Fällen sogar unter der Kostenberechnung, was selten der Fall ist.

Wieder eine Toilette an der Kirche

Stolz ist man zudem, nun endlich wieder eine Toilette an der Kirche vorhalten zu können. Das WC im Leichenhaus wurde reaktiviert, gereinigt und gestrichen. Was nun noch fehlt, ist ein neues Geländer für den Seiteneingang. Der an der Wand befestige Handlauf sei, betonen Schöwe und Krämer, für eine sichere Benutzung der Treppe ungeeignet.

Alles in Schrift und Bild festgehalten

Nachdem nun die Wiedereinweihung bevorsteht, danken die beiden allen, die die Kirchengemeinde unterstützt haben. Schöwe hat nicht nur die Sanierung begleitet, sondern auch alles in Schrift und Bild festgehalten – auch als Infoquelle für die Nachwelt. Nun kann gefeiert werden. Nach dem Gottesdienst geht es im Schützenhaus in Adelhofen weiter.

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