Keine Verbesserung der Parkplatzsituation rund um die Hochschule Ansbach in Sicht | FLZ.de

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Veröffentlicht am 04.12.2025 16:36

Keine Verbesserung der Parkplatzsituation rund um die Hochschule Ansbach in Sicht

Gemäß den Angaben der Stadt sind derzeit drei Anwohnerparkausweise für die Karlsbader Straße sowie die Flur- und die Mariusstraße (im Bild) im Umlauf. Die generelle Nachfrage sei seit Jahren rückläufig. (Foto: Florian Schwab)
Gemäß den Angaben der Stadt sind derzeit drei Anwohnerparkausweise für die Karlsbader Straße sowie die Flur- und die Mariusstraße (im Bild) im Umlauf. Die generelle Nachfrage sei seit Jahren rückläufig. (Foto: Florian Schwab)
Gemäß den Angaben der Stadt sind derzeit drei Anwohnerparkausweise für die Karlsbader Straße sowie die Flur- und die Mariusstraße (im Bild) im Umlauf. Die generelle Nachfrage sei seit Jahren rückläufig. (Foto: Florian Schwab)

Anwohnende, die sich Hoffnungen auf eine Verbesserung gemacht haben, schauen in die Röhre: An der Parkplatzsituation in den Bereichen, die an die Hochschule Ansbach angrenzen, ändert sich vorerst nichts. Dies hat der Umwelt- und Verkehrsausschuss dem Stadtrat einstimmig empfohlen. Anders sieht es in der Crailsheimstraße aus.

Die Problematik ist seit Jahren bekannt: Während die Hochschule prächtig gedeiht und sich die Verantwortlichen Jahr für Jahr über steigende Studierendenzahlen freuen, hat sich an den vorhandenen Parkplätzen auf dem Gelände nichts verändert. Die Folge: Studierende weichen in die angrenzenden Wohnstraßen aus und sorgen dafür, dass Menschen, die hier leben, Schwierigkeiten haben, einen Stellplatz für ihr Fahrzeug zu finden.

Eine Bedarfsabfrage wurde nicht durchgeführt

Aus diesem Grund rückten die Marius- und die Flurstraße sowie die Jägerndorfer und die Karlsbader Straße in den Fokus der Stadträtinnen und Stadträte. In der September-Sitzung des Umwelt- und Verkehrsausschusses wurde zunächst über ein Gebührenmodell diskutiert. Weil die Umsetzung aber verhältnismäßig teuer gewesen wäre und wohl auch nicht auf große Gegenliebe bei Anwohnerinnen und Anwohnern gestoßen wäre, wurde die Idee wieder verworfen.

Stattdessen beauftragte das Gremium die Verwaltung, eine Bedarfsabfrage mit Blick auf Anwohnerparkplätze durchzuführen und die Ergebnisse im Anschluss zu präsentieren. Ergebnisse bekam der Ausschuss in der Dezember-Sitzung allerdings nicht präsentiert, weil keine Abfrage stattgefunden hat.

Kaum Nachfrage nach Bewohnerausweisen

Böse Zungen mögen behaupten, die Verwaltung hat mal wieder einen Beschluss des Stadtrates oder eines Ausschusses ignoriert. Tatsächlich ist so eine Abfrage mit einem durchaus beachtlichen finanziellen und personellen Aufwand verbunden, wie Rechtsreferent Udo Kleinlein betonte.

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Deshalb wurden erst einmal die Daten ausgewertet, die der Stadt vorliegen. Demnach ist die Nachfrage nach Anwohnerparkplätzen in der Marius- und der Flurstraße sowie in der Karlsbader Straße seit Jahren rückläufig. Kleinlein zufolge sind nur drei Ausweise im Umlauf, eine Verlängerung über das Jahr 2025 hinaus ist nicht vorgesehen. In der Jägerndorfer Straße bestand bislang überhaupt keine Nachfrage nach solchen Ausweisen, wie der Rechtsreferent ergänzte.

In den Bereichen rund um die Hochschule, hier die Jägerndorfer Straße, herrscht ein hoher Parkdruck. Dies führt dazu, dass Anwohnerinnen und Anwohner immer wieder Kritik an der Situation üben. (Foto: Florian Schwab)
In den Bereichen rund um die Hochschule, hier die Jägerndorfer Straße, herrscht ein hoher Parkdruck. Dies führt dazu, dass Anwohnerinnen und Anwohner immer wieder Kritik an der Situation üben. (Foto: Florian Schwab)

„Müssen Lösung finden”: Studierende der Hochschule Ansbach blockieren Parkplätze

Anwohnende sind verärgert, weil Ortsfremde oft die Suche erschweren. Für die umliegenden Straßen soll geprüft werden, ob Anwohner-Stellplätze möglich wären.
10.10.2025 07:00
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Folglich lautete der Vorschlag, die Ist-Situation beizubehalten. Kritische Stimmen aus dem Gremium blieben aus. Der eine oder andere Stadtrat hat selbst mit Anwohnenden gesprochen. Die Aussagen lassen zumindest den Schluss zu, „dass es doch nicht so schlimm ist, wie wir gedacht haben”, sagte etwa Jochen Sauerhöfer (CSU). Gleichwohl bat Hannes Hüttinger (BAP) die Verwaltung, das Gespräch mit der Hochschule zu suchen. Das Ziel: Den schon einmal geplanten Bau eines Parkhauses wieder in die Diskussion einzubringen.

Gebührenpflicht am Landratsamt

Etwas anders sieht es in der Crailsheimstraße aus. Auch hier wurde über die Einführung von Anwohnerparkplätzen diskutiert. Bei einer Ausweisung müssten aber auch die Nebenstraßen berücksichtigt werden, in denen es viele Bewohnerinnen und Bewohner, aber nur ein geringes Stellplatzangebot gibt. Die Verwaltung befürchtet allerdings, dass sich die Situation vor Ort weiter verschärft, wenn es zu einer Aufteilung in Bewohnerparkplätze, freie und gebührenpflichtige Stellplätze kommt.

Möglich und sinnvoll wäre es laut Rechtsreferent Kleinlein indes, eine Gebührenpflicht für die 26 Parkplätze einzuführen, die sich unmittelbar vor dem Landratsamt befinden. Die Kosten würden bei 5000 Euro liegen, um einen Parkschein-Automaten aufzustellen.

Der Umwelt- und Verkehrsausschuss begrüßte das Vorgehen und empfahl es dem Stadtrat einstimmig. Das gilt auch dafür, die Situation rund um die Hochschule unverändert zu lassen.


Florian Schwab
Florian Schwab
Redakteur
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