Kampf gegen illegale Müllentsorgung: Verdächtige Container werden untersucht | FLZ.de

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Veröffentlicht am 18.04.2025 20:07

Kampf gegen illegale Müllentsorgung: Verdächtige Container werden untersucht

In dieser Halle der Müllumladestation auf der Deponie im Dienstfeld sollen nach den Worten von ABV-Geschäftsleiter Danny Lang die sichergestellten Container untersucht werden. (Foto: Thomas Schaller)
In dieser Halle der Müllumladestation auf der Deponie im Dienstfeld sollen nach den Worten von ABV-Geschäftsleiter Danny Lang die sichergestellten Container untersucht werden. (Foto: Thomas Schaller)
In dieser Halle der Müllumladestation auf der Deponie im Dienstfeld sollen nach den Worten von ABV-Geschäftsleiter Danny Lang die sichergestellten Container untersucht werden. (Foto: Thomas Schaller)

Nicht alles darf aus Europa in die Welt exportiert werden. Verbrecher versuchen, Abfälle illegal in andere Länder loszuwerden und damit viel Geld zu verdienen. Wenn der Zoll Verdacht schöpft, müssen die Container genauer untersucht werden. Versuchsweise geschieht das jetzt auf der Deponie im Dienstfeld bei Aurach.

In der Regel werden solche Container in den europäischen Hafenstädten sichergestellt, wo sie auf Schiffe umgeladen werden sollen, informierte Nadine Rauch, stellvertretende Pressesprecherin der Regierung von Mittelfranken, auf Anfrage der FLZ. Möglich ist es aber auch an anderen Orten.

Dann entscheiden die Behörden der beteiligten Staaten, ob die Container dorthin zurückgebracht werden, wo sie herkommen. „Bei einer in Mittelfranken begonnenen Verbringung erfolgt daher ein Rücktransport der Container nach Mittelfranken“, informierte die Sprecherin.

Die Sicherheit spricht für die Deponie

Bisher wurden die Behälter häufig an die Stelle zurückgebracht, wo sie beladen wurden. Das habe sich jedoch als „nicht immer praktikabel“ erwiesen.

Die Müllumladestation des Zweckverbands für Abfallbeseitigung Ansbach (ABV) hat im Vergleich Vorteile: Der Zugang zum Entladeort ist beschränkt. Es ist also nicht so leicht, zum Beispiel etwas verschwinden zu lassen. Außerdem sind dort die sicherheitstechnischen Anforderungen an den Umgang mit vorher nicht immer genau bestimmbaren Materialien erfüllt.

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„Wir stellen nur den Platz und eventuell die Expertise“

Deshalb hat die Regierung von Mittelfranken mit dem ABV vereinbart, die Müllumladestation versuchsweise für zwei nach Mittelfranken zurückgebrachte Container zur Lagerung und Entladung der Container zu nutzen. „Ob sich hieraus eine längerfristige Nutzung ergibt, entscheidet sich nach Abschluss der versuchsweisen Nutzung“, hieß es dazu seitens der Regierung.

ABV-Geschäftsleiter Danny Lang informierte die Verbandsräte bei einer Sitzung der Verbandsversammlung auf der Deponie. Unter anderem erläuterte er, an welchem Platz in einer Halle die Container entladen werden sollen. „Wir stellen nur den Platz und eventuell die Expertise“ im Rahmen der Ermittlungen, betonte er. Wie viel der ABV dafür bekommt, wurde im öffentlichen Teil der Sitzung nicht verraten. Mit Gefahrstoffen oder Ähnlichem sei jedenfalls nicht zu rechnen.

Altreifen und gebrauchte Elektrogeräte

Doch was ist drin in den Containern? Regelmäßig sind nach den Worten der Regierungssprecherin Altreifen oder gebrauchte Elektrogeräte geladen. Sichergestellt werden die Behälter, wenn sich bei der Kontrolle der Anfangsverdacht des Vorliegens einer illegalen Abfallverbringung ergeben hat. Die rechtlichen Grundlagen dafür sind die entsprechende EU-Verordnung und das Abfallverbringungsgesetz.

Wenn sich bei der Untersuchung herausstellt, dass tatsächlich Abfälle illegal exportiert werden sollten, muss derjenige sie ordnungsgemäß entsorgen, der dies veranlasst hat. „Alle anderen Gegenstände können im Rahmen des freien Warenverkehrs exportiert werden“, informierte Nadine Rauch.


Thomas Schaller
Thomas Schaller
Redaktion Westmittelfranken/Landkreis Ansbach
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