Kammerspiele: Gute Chance für Ansbach Open 2026 auf dem Hochschul-Campus | FLZ.de

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Veröffentlicht am 19.10.2024 07:00

Kammerspiele: Gute Chance für Ansbach Open 2026 auf dem Hochschul-Campus

Der Hochschul-Campus war im Juli erstmals Festivalgelände fürs Ansbach Open. (Archivfoto: Martina Kramer)
Der Hochschul-Campus war im Juli erstmals Festivalgelände fürs Ansbach Open. (Archivfoto: Martina Kramer)
Der Hochschul-Campus war im Juli erstmals Festivalgelände fürs Ansbach Open. (Archivfoto: Martina Kramer)

Das Ansbach Open erlebt 2026 eine Neuauflage auf dem Campus der Hochschule. Davon geht der Verein Ansbacher Kammerspiele aus. Rund 6500 Karten verkauften sich beim Neustart des Festivals im Juli. Das Defizit für den Verein „ist auf jeden Fall nicht so groß, wie wir gedacht haben“, sagt Programmleiterin Anna Schuster.

Bis 2019, also vor der langen Corona- und Nach-Corona-Pause, hatte die Stadt die Regie innegehabt. Bei der Neuauflage ging der Part an die Kammerspiele, die nun federführend in der Organisation waren. Mit ihrem Team stemmten sie es, das Festival auf dem Campus – als neuem Gelände nach der Reitbahn – erfolgreich auf die Bühne zu bringen.

Die Karten verteilen sich mit etwa 2000 auf die Kabarettistin Martina Schwarzmann, mit ungefähr 2200 auf den Popstar Clueso und mit um die 2300 auf die Newcomerin Leony. So schildert es der Vorsitzende der Kammerspiele, Wolfgang Bartusch. Immerhin trat Leony alleine auf, da Bühnenpartnerin Lena absagen musste. Wegen eines „medizinischen Notfalls“, informierten die Kammerspiele damals via Facebook.

Das Defizit wird wohl niedriger als gedacht

Die Angst vor einem satten sechsstelligen Festival-Defizit für den Verein war wohl unbegründet: Man sei „in einer Auszahlungs- und Rückzahlungsphase“, sagt Anna Schuster. Und „wir bewegen uns vielleicht maximal im mittleren fünfstelligen Bereich, eher darunter“.

Die Stadt sicherte ja zu, ein Minus von bis zu 100.000 Euro in einem Zeitraum von zwei Jahren auszugleichen. „Da muss man einfach zum Schluss schauen“, führt Anna Schuster dazu aus. Kurz vor dem Festival sei im Vorverkauf und an der Abendkasse „noch etwas gegangen“, berichtet Bartusch. Bei Leony könne man schlecht sagen, was gewesen wäre, wenn Lena mit aufgetreten wäre, fügt Anna Schuster hinzu.

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Wahrscheinlich wäre die Resonanz noch wesentlich höher gewesen. „Es war halt Riesenpech, dass Lena praktisch zweieinhalb Stunden vor Einlass abgesagt hat“, blickt Wolfgang Bartusch zurück.

„Wir haben, finde ich, das Beste daraus gemacht, weil wir mit Leony gesprochen haben.“ Sie habe sich kurzfristig bereit erklärt, ein komplettes Konzert zu geben. „Vom Gefühl war das Publikum sehr Leony-affin“, hebt Kammerspiel-Allrounder Thorsten Siebenhaar hervor.

Der Hochschul-Campus als Neuland für alle

Weitergehen soll das Ansbach Open im zweijährlichen Turnus. Der Campus war Neuland für alle, wie Wolfgang Bartusch betont. „Wir mussten ein Sicherheitskonzept, eine Machbarkeitsstudie erstellen.“ Dies seien Kosten, die kein zweites Mal anfielen. Auch habe man etwa Steine versetzt, was nur einmal anfalle, fügt Anna Schuster hinzu.

Für 2026 bleiben den Beteiligten nach ihren Worten nun zwei Jahre Zeit, um das Festival zu planen. Für dieses Jahr „hatten wir ja acht Monate für alles“, macht Wolfgang Bartusch deutlich. Im Nachhinein wäre es sinnvoller gewesen, erst 2025 neu zu starten, meint er.

„Wenn wir zwei Jahre Zeit für die Planung haben, ist es viel besser, auch von den Finanzen her.“ Man könne sich auch mal Angebote geben lassen und sei nicht so unter Zeitdruck, ergänzt Programmleiterin Anna Schuster. Clueso war zum Beispiel in der Berliner Waldbühne ausverkauft, wie Wolfgang Bartusch zu bedenken gibt. „Seine Tour ist schon gestanden, und viele haben schon Karten gehabt.“

Gespräche mit der Kämmerei und dem Oberbürgermeister

Die Zusammenarbeit mit Stadt, Hochschule, Concertbüro Franken, Sponsoren und Werbepartnern loben Wolfgang Bartusch und Anna Schuster ausdrücklich. „Nach ersten Gesprächen mit der Kämmerei und dem Oberbürgermeister haben wir im Prinzip einen klaren Auftrag, das weiterzumachen“, merkt Kammerspiel-Schatzmeister Martin Porzner an, der auch SPD-Stadtrat ist. Die Mittel seien „sowieso im Haushaltsentwurf schon“ enthalten.

Den Campus als Gelände findet die Programmleiterin hervorragend geeignet. „Die Atmosphäre, das Ambiente, das war ja alles klasse“, pflichtet ihr Bartusch bei.

Die Akustik sei ebenfalls gut gewesen. Die Sicht ist definitiv besser als in der Reitbahn, wie Thorsten Siebenhaar sagt. Außerdem: „Man muss sagen, dass auf dem Campus auch das Wetter besser ist“, bemerkt Wolfgang Bartusch lachend.

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