Junge Menschen holen sich in Ansbach Ideen für ihre berufliche Zukunft | FLZ.de

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Veröffentlicht am 20.09.2024 17:10

Junge Menschen holen sich in Ansbach Ideen für ihre berufliche Zukunft

Nach den ersten Einschätzungen war die 25. Auflage der Stellenbörse wieder ein Erfolg. Die Jugendlichen tummelten sich unter anderem auf dem Martin-Luther-Platz, um sich zu informieren. (Foto: Florian Schwab)
Nach den ersten Einschätzungen war die 25. Auflage der Stellenbörse wieder ein Erfolg. Die Jugendlichen tummelten sich unter anderem auf dem Martin-Luther-Platz, um sich zu informieren. (Foto: Florian Schwab)
Nach den ersten Einschätzungen war die 25. Auflage der Stellenbörse wieder ein Erfolg. Die Jugendlichen tummelten sich unter anderem auf dem Martin-Luther-Platz, um sich zu informieren. (Foto: Florian Schwab)

Die Firmen aus der Region können sich präsentieren, die Jugendlichen sehen, welche beruflichen Möglichkeiten sie haben: Das ist der Kern der Ausbildungsstellenbörse, die am Freitag in der Ansbacher Innenstadt stattgefunden hat. Die Organisatoren ziehen ein äußerst positives Fazit zu der diesjährigen Auflage, die eine besondere war.

Denn die Ausbildungsbörse fand in diesem Jahr zum 25. Mal statt. „Wir feiern heute Silberhochzeit“, sagte IHK-Geschäftsstellenleiterin Karin Bucher am Freitag bei einem Stehempfang im Kunsthaus Reitbahn 3. Im Jahr 2000 wurde die Veranstaltung ins Leben gerufen. Die damaligen Beweggründe: „Wir wollten die Firmen motivieren, junge Menschen aufzunehmen.“

Die Warteliste ist lang

Seitdem ist die Veranstaltung ein fester Punkt im Kalender. Über die Jahre sind immer mehr Aussteller dazugekommen. Gestartet waren die Verantwortlichen mit 30 Firmen im Onoldiasaal. Am Freitag waren es 77 Aussteller, die zusammen über 110 Ausbildungsberufe und 40 duale Studiengänge präsentierten. „Wir haben immer noch eine lange Warteliste.“

Der Arbeitsmarkt, die Ausbildung und auch die jungen Menschen haben sich verändert, wie Bucher sagte. „Es wird nicht einfacher.“ Aber die Unternehmen seien dazu bereit, diese Herausforderungen anzunehmen. Unterstützung bekommen sie dabei von der Ausbildungsstellenbörse, die es „hoffentlich auch in 25 Jahren noch gibt“, sagte Bucher.

Das Spektrum der präsentierten Berufe war breit gefächert. Es reichte vom Fleischer und Pinselmacher über Industrie- und Handwerksberufe bis hin zum Pflegebereich und der Justiz. Auch die FLZ präsentierte sich mit einem Stand. Für die Jugendlichen gab es nicht nur viele Informationen, sondern sie durften auch selbst aktiv werden. Bei den Schreinern etwa wurde gefräst und gehobelt. Bei ANregiomend konnte man sich an einer Injektion an einem Schweinebauch versuchen, weil dieser der menschlichen Haut am nächsten kommt.

Zehn bis 15 gute Gespräche allein am Vormittag verzeichnete die Firma Oppel an ihrem Stand. „Was daraus wird, muss man sehen“, sagte Tobias Fischer. Für ein Unternehmen sei es wichtig, sichtbar und im Gespräch zu bleiben. Zufrieden war auch Robert Schulze von ANregiomed. Viele junge Menschen seien gezielt zum Stand gekommen, um sich über Pflegeberufe oder Berufe im Krankenhaus zu informieren. „Man muss die Leute abholen“, machte er deutlich. Freilich spielte den Ausstellern auch das Wetter in die Karten: „Es sind mehr Menschen da“, sagte Schulze.

„Wir sind am Puls der Gesellschaft“

Organisiert wird die Börse von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nürnberg für Mittelfranken, Handwerkskammer für Mittelfranken, Agentur für Arbeit Ansbach-Weißenburg sowie der Stadt und dem Landkreis Ansbach. Die Börse sei auch für die Stadt wichtig, „dass wir uns als Oberzentrum präsentieren können“, sagte Oberbürgermeister Thomas Deffner. Mit Blick auf den Öffentlichen Dienst sprach er von vielen interessanten Arbeitsplätzen mit reichlich Aufstiegsmöglichkeiten. „Wir sind am Puls der Gesellschaft.“

Auch Landrat Dr. Jürgen Ludwig unterstrich die Bedeutung der Veranstaltung. „Es geht um die Zukunft der Region. Es sind die jungen Menschen, die die Zukunft gestalten. Die spüren, wenn man in sie investiert.“ Er legte dar, dass man nicht immer nur die Probleme in den Vordergrund rücken sollte. „Wir müssen uns auf die Stärken konzentrieren.“ Er nannte etwa die Lebensqualität, die der Landkreis zu bieten habe.

Das Fazit der Organisatoren fällt äußerst positiv aus. Laut Horst Maußner, stellvertretender Leiter der IHK-Geschäftsstelle Ansbach, waren geschätzt 4500 bis 5000 Besucher vor Ort. „Es war die beste Ausbildungsstellenbörse, die wir bisher hatten.“ Tatsächlich wurde nach seinem Kenntnisstand auch der eine oder andere Ausbildungsvertrag an den Ständen der Aussteller unterschrieben. Apropos Stände der Aussteller: Viele der anwesenden Azubis waren in der Vergangenheit Gäste der Ausbildungsstellenbörse.


Florian Schwab
Florian Schwab
Redakteur
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