Jung sein in Dinkelsbühl kann ganz schön anstrengend sein | FLZ.de

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Veröffentlicht am 20.06.2024 19:30

Jung sein in Dinkelsbühl kann ganz schön anstrengend sein

Maria Schiepek (links), Emma Kiehn (Zweite von rechts) und Daniel Mäfert (rechts) präsentieren mit ihrem Kurator David Schiepek (Zweiter von links) ihre Ausstellung „Wieso? Weshalb? Wohin?“. (Foto: Richard Schönherr)
Maria Schiepek (links), Emma Kiehn (Zweite von rechts) und Daniel Mäfert (rechts) präsentieren mit ihrem Kurator David Schiepek (Zweiter von links) ihre Ausstellung „Wieso? Weshalb? Wohin?“. (Foto: Richard Schönherr)
Maria Schiepek (links), Emma Kiehn (Zweite von rechts) und Daniel Mäfert (rechts) präsentieren mit ihrem Kurator David Schiepek (Zweiter von links) ihre Ausstellung „Wieso? Weshalb? Wohin?“. (Foto: Richard Schönherr)

Eine glückliche Jugend ist überall möglich. Eine unglückliche auch. Herausfordernd ist die Zeit der Adoleszenz für junge Menschen allemal. Drei junge Kunstschaffende haben sich der Herausforderung gestellt, ihre Jugend in Dinkelsbühl aufzuarbeiten. Die Ergebnisse sind ab Samstag, 22. Juni, im Haus der Geschichte zu sehen.

Emma Kiehn, Maria Schiepek und Daniel Mäfert sind in der Kleinstadt an der Wörnitz aufgewachsen. Die drei haben sich auf die Herausforderung eingelassen, ihre Jugend in ihrer Heimat Dinkelsbühl aufzuarbeiten. Wie herausfordernd ist es für sie, den eigenen Platz in der Gesellschaft zu finden? Solchen Fragen sind die drei kreativ auf den Grund gegangen sind. Dabei verhandeln sie auch, welche Chancen und Freiheiten einerseits und Limitationen und Hindernisse andererseits sie mit ihrer Jugend in der Stadt Dinkelsbühl verbinden.

Kuratiert hat die Ausstellung „Wieso, Weshalb, Wohin?“ David Schiepek. Mit der Idee fand er bei den Verantwortlichen des Hauses der Geschichte offene Ohren: „Wir haben quasi zeitgleich überlegt, etwas ,Junges‘ zu machen, auch um unser Haus neu aufzustellen“, sagt die Kulturamtsleiterin Eva Mayer-Eming. Das junge Kreativteam habe offene Türen eingerannt. „Wir wollten dafür eine Plattform bieten.“ Knapp einhalb Jahre hat die Entwicklung des Konzepts gedauert, fügt Schiepek hinzu.

Die Ausstellung offenbart tiefe Einblicke in die Gefühls- und Gedankenwelt und strukturiert diese Perspektiven in die drei Kapitel: „Erinnern und Hinterfragen“, „Zweifeln und Fürchten“ sowie „Träumen und Wagen“, die durch die Ausstellung leiten sollen.

Ausgehend von den Einblicken der Künstler sind die Besucher, eingeladen, zu reflektieren und zu diskutieren, welche Erinnerungen und Gedanken sie persönlich mit ihrem Aufwachsen – ob in Dinkelsbühl oder andernorts – verbinden und welche Relevanz diese für die persönliche Gegenwart haben. Dafür hat das Projektteam verschiedene interaktive Elemente und einen Audioraum eingerichtet, an denen die Besucher die Möglichkeit für weitergehende Auseinandersetzung und Partizipation an den Inhalten erhalten.

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Das besondere bei der Ausstellung: Es handelt sich um ein reines Jugendprojekt, bei dem nicht nur die drei Künstler, sondern auch fast alle im Hintergrund verantwortlichen Personen jünger als 25 Jahre sind. Die Reflexion der eigenen Sozialisation will explizit auch junge Menschen dazu aufrufen, sich die Bedingungen ihrer sozialen und kulturellen Umwelt bewusst zu machen und sich Zeit und Gelegenheiten für die Auseinandersetzung mit sich selbst zu geben, so David Schiepek. Die Ausstellung werde deshalb begleitet von einem Vermittlungsprogramm, das sich insbesondere an junge Menschen aus Dinkelsbühl richtet.

„Viel zu tun“ lautet der Titel dieser Reihe, die Workshops, Gespräche mit den Kunstschaffenden und einen Kinoabend beinhaltet.

Eröffnet wird die Sonderausstellung am Samstag um 18 Uhr im Haus der Geschichte. Weitere Informationen, auch zu den Workshops im Internet unter www.hausdergeschichte.de oder auf Instagram @www_dinkelsbuehl.

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