Jule Wetsch wird Kinderlore: Wer ist das neue Gesicht der Kinderzeche Dinkelsbühl? | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 02.03.2026 15:30

Jule Wetsch wird Kinderlore: Wer ist das neue Gesicht der Kinderzeche Dinkelsbühl?

Jule Wetsch ist die neue Kinderlore des Historischen Festspiels „Die Kinderzeche”. (Foto: Martina Haas)
Jule Wetsch ist die neue Kinderlore des Historischen Festspiels „Die Kinderzeche”. (Foto: Martina Haas)
Jule Wetsch ist die neue Kinderlore des Historischen Festspiels „Die Kinderzeche”. (Foto: Martina Haas)

Jule Wetsch aus dem Dinkelsbühler Ortsteil Höhenschwärz ist die neue Kinderlore. Die 14-Jährige wurde vom Rollenbesetzungsausschuss des Historischen Festspiels „Die Kinderzeche” aus neun Bewerberinnen ausgewählt. Sie wird in den Jahren 2026 und 2027 „das” Gesicht des Dinkelsbühler Heimatfestes sein.

Für Jule Wetsch geht damit ein Traum in Erfüllung, wie sie im Gespräch nach ihrem erfolgreichen Vorsprechen verriet. „Ich fand die Kinderlore schon als kleines Kind cool”, erinnerte sie sich. Sie war in der Gruppe der Lorekinderkinder dabei und hat den jedes Jahr aufs Neue emotional berührenden Einsatz des Mädchens erlebt, das vor dem schwedischen Obristen um Gnade für ihre Stadt fleht.

Schon im vergangenen Jahr war sie beim Vorsprechen dabei, da hatte allerdings Pia Lechner die Nase vorn. Mit ihr wird Jule Wetsch nun ihr ersten Jahr als Kinderlore verbringen. Ihren ersten öffentlichen Auftritt hat sie am 17. März, wenn die Zugangszeiten in die Kleiderkammer der Kinderzeche verlost werden. Am 10. April wird sie sich den Mitgliedern im Rahmen der Hauptversammlung vorstellen. Und dann fangen auch schon bald die Proben mit der Besetzung Hippelein an.

Die Proben beginnen zwei Wochen früher

Die starten in diesem Jahr bereits zwei Wochen früher als sonst, kündigte Kinderzech-Vorstand Maximilian Mattausch an. „Das gibt uns mehr Spielraum, Neues auszuprobieren”, meinte er. 13 Proben vor der ersten Aufführung des Festspiels, in diesem Jahr am 18. Juli, seien „bisher selten” gewesen.

Jule Wetsch ist jedenfalls überglücklich, es geschafft zu haben. „Das Vorsprechen war meine letzte Chance”, meinte sie. Wie jedes Jahr, mussten die Bewerberinnen den Monolog der Kinderlore mit Gebet vortragen. Den hat die 14-Jährige zu Hause geübt, manchmal auch der Familie vorgetragen. Zu Hause sei sie am Tag des Vorsprechens noch ruhig gewesen, erzählte sie, „aber dann im Zeughaus, beim Warten, kam die Aufregung”. Jetzt sei sie erleichtert und freue sich, bei den Proben an ihrer Rolle zu arbeiten.

Das könnte Sie auch interessieren

Die Abstimmung war diesmal knapp

Die 14-Jährige besucht derzeit die neunte Jahrgangsstufe des Dinkelsbühler Gymnasiums. Ihre Lieblingsfächer sind Sport und Biologie, in der Freizeit reitet sie gerne, spielt Fußball beim Sportverein Segringen und gehört zum Team der Ministrantinnen und Ministranten der katholischen Pfarrei St. Georg.

Vorstand Mattausch berichtete, dass es in diesem Jahr neun Bewerberinnen gegeben habe, etwas weniger als in den Vorjahren. Das sei aber nicht kritisch zu sehen, meinte er. Die Abstimmung des Rollenbestzungsausschusses – es gilt die einfache Mehrheit ohne vorherige Aussprache – sei diesmal relativ knapp gewesen. In diesem Gremium sitzen 15 Mitglieder, 13 von ihnen waren bei der Abstimmung anwesend.

north