Mit einem mobilen Escape Room zum Thema Kommunalpolitik reist der Kreisjugendring gemeinsam mit der Kommunalen Jugendpflege diese Woche durch den Landkreis. Ziel ist es, Jugendlichen spielerisch die Grundzüge der kommunalen Verwaltung zu vermitteln. Die FLZ hat den Escape Room am Dienstag in der Wirtschaftsschule in Ansbach besucht.
Acht Zehntklässler stehen um einen Tisch. Hinter ihnen drei Wände, die einem Büro nachempfunden sind. Sie halten Blätter mit den Rätseln und Fragen in der Hand und diskutieren durcheinander. Gerade eben haben sie eine kurze Einführung bekommen und ihre Zeit hat gestartet. 15 Minuten, um ein Lösungswort mit neun Buchstaben herauszufinden.
Ein Escape Room ist ein Spiel, bei dem die Teilnehmenden innerhalb einer bestimmten Zeit Aufgaben lösen müssen, um aus dem Raum herauszukommen. In einer Mischung aus Knobelei und Wissen dreht es sich in der Regel um ein Thema oder ein Szenario, das die Spielerinnen und Spieler bewältigen müssen.
Beim Escape Room, der am Dienstag in der Wirtschaftsschule und im Gymnasium Carolinum in Ansbach war, dreht sich alles um die Arbeit in der Kommunalpolitik. Die Gruppen von acht bis zwölf Jugendlichen sollen so spielerisch herausfinden, wie Gemeinderäte arbeiten und wofür die kommunale Verwaltung zuständig ist.
Initiiert haben die Aktion Beatrix Friedmann vom Kreisjugendring Ansbach und Tamara Schmidt, Kreisjugendpflegerin bei der Kommunalen Jugendarbeit. Den Escape Room haben sie sich ausgeliehen vom Verein „Politik zum Anfassen”. Damit wollen sie Schülerinnen und Schüler im ganzen Landkreis mit dem Thema Kommunalpolitik konfrontieren und abholen.
„Wir bekommen sehr positive Rückmeldungen”, freuen sich die Organisatorinnen über die Resonanz. Die Jugendlichen seien engagiert dabei und könnten die meisten Rätsel zügig lösen – wohlgemerkt die Erwachsenen-Version der Aufgaben.
Nach rund zehn Minuten hat die letzte Gruppe in der Wirtschaftsschule das Lösungswort herausgefunden. Bei ein paar wenigen Rätseln war sie unsicher, daher hat sie sich die verbliebenen Buchstaben logisch erschlossen.
Aber auch so gab es einige Erkenntnisse für die Jugendlichen: „Die Kommune kümmert sich um die Jugendarbeit und Schwimmbäder”, weiß ein Schüler, nachdem seine Gruppe die betreffende Aufgabe gelöst hat.
Für Friedmann und Schmidt ist nicht viel Zeit in der Wirtschaftsschule. Die beiden haben ein straffes Programm für diese Woche. Am Mittwoch sind sie in Rothenburg. Zunächst in der Realschule, dann in der Berufsschule und ab 14 Uhr im Jugendzentrum – hier ist der Escape Room nicht nur Schülerinnen und Schülern vorbehalten, sondern alle Interessierten können nach vorheriger Anmeldung vorbeikommen und mitspielen.
Am Donnerstag geht es nach Dinkelsbühl weiter, wo der Escape Room im Jugendhaus aufgebaut ist und von Jugendlichen der Mittelschule besucht wird. Den Abschluss macht die Realschule Schillingsfürst, in der am Freitagvormittag gerätselt werden soll.
Wer Interesse hat, den Escape Room im Jugendzentrum Rothenburg zu besuchen und mitzumachen, kann sich anmelden unter rothenburg.feripro.de/programm/77/anmeldung/veranstaltungen