Das Jugendzentrum wird als Veranstaltungsort deutlich flexibler. So konnte über ein Förderprojekt Ausstattung im Wert von rund 9000 Euro angeschafft werden, was künftig die Ausrichtung von Open-Air-Veranstaltungen ermöglicht. Der kleine Kulturhof, wo diese stattfinden sollen, wurde jetzt eingeweiht.
Für Außenaktivitäten nutzbar ist die Freifläche hinter dem JuZ-Gebäude schon seit 2019. Damals war das lange brach liegende und ziemlich zugewachsene Eck hergerichtet und mit einem Holzpodest bestückt worden. Es fehlte allerdings Technik und Mobiliar für Freiluft-Events.
Das hat sich jetzt geändert, und zwar dank einer Förderung aus dem Regionalbudget der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE). Über die Stadt, die Mitglied bei der ILE-Region Rothenburg ist, konnte der entsprechende Antrag gestellt werden. Fördermittelmanager Rainer Lederer leistete Unterstützung. Für das Kleinprojekt des Jugendzentrums floss bei einem Investitionsbedarf von etwa 9000 Euro ein Zuschuss von 7500 Euro.
Erworben werden konnten mit dem Geld eine ordentliche Verstärkeranlage, darüber hinaus Technik für Lichteffekte, zwei Pavillons und ein Sonnensegel, damit an heißen Sommertagen auch angemessene Beschattung hergestellt werden kann. In den nächsten Monaten wird das neue Equipment witterungsbedingt zwar kaum zum Einsatz kommen. Spätestens ab Frühsommer 2026 soll sich das aber ändern, wie JuZ-Sprecher Charly Ehnes betonte.
Denkbar seien dann Hof-Konzerte von Nachwuchsbands und weitere Kulturformate im Freien, von Poetry-Slam-Events bis hin zu Kleinkunstaufführungen, meinte er. Junge Leute, die für ihre Musik oder andere Projekte eine Auftrittsmöglichkeit suchten, könnten sich ab sofort beim Jugendzentrum melden.
Dass das Areal sich auch für Chorkonzerte eignet, bewies der Auftritt der Beutelschneider-Gruppe bei der Eröffnungsfeier. Zwischendurch hielt Charly Ehnes eine kurze Ansprache in Reimform. Der Kulturhof solle zum Ort der Kreativität und des Ausprobierens werden, meinte er. Musik, Tanz und Theater könnten dort stattfinden. Es solle aber auch ein bunter Ort der Begegnung und des Austauschs entstehen.
Oberbürgermeister Dr. Markus Naser gratulierte dem Jugendzentrum zu dieser räumlichen Aufwertung. Es brauche die richtige Idee, die vom JuZ-Team gekommen sei. Und mit der Finanzierung habe es über das Regionalbudget wunderbar geklappt. Zu danken sei hier Rainer Lederer, der zugunsten der Stadt in den vergangenen Jahren „schon enorm viel Geld akquiriert” habe.
Dennoch werde beim JuZ sehr wohl sparsam gehaushaltet, schmunzelte Naser. Er spielte hier auf das für die Zeremonie gespannte rote Band an, das in der Mitte zusammengetackert war. Offensichtlich hatte es schon einmal eine symbolische Durchschneidung erlebt.