Jugendhilfe in Ansbach: Die Stadt braucht bis Jahresende zusätzlich 950.000 Euro | FLZ.de

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Veröffentlicht am 02.12.2025 16:00

Jugendhilfe in Ansbach: Die Stadt braucht bis Jahresende zusätzlich 950.000 Euro

Die Kosten und Fallzahlen im Bereich der Jugendhilfe steigen. Weil nicht planbar ist, welchen Bedarf Kinder letztlich haben, muss der Stadtrat überplanmäßige Mittel bereitstellen. (Archivbild: Thomas Schaller)
Die Kosten und Fallzahlen im Bereich der Jugendhilfe steigen. Weil nicht planbar ist, welchen Bedarf Kinder letztlich haben, muss der Stadtrat überplanmäßige Mittel bereitstellen. (Archivbild: Thomas Schaller)
Die Kosten und Fallzahlen im Bereich der Jugendhilfe steigen. Weil nicht planbar ist, welchen Bedarf Kinder letztlich haben, muss der Stadtrat überplanmäßige Mittel bereitstellen. (Archivbild: Thomas Schaller)

Die Entwicklung hatte sich angedeutet: Um bis Jahresende die Leistungen im Bereich der Jugendhilfe erbringen zu können, muss der Ansbacher Stadtrat überplanmäßige Finanzmittel bereitstellen. Laut Kämmerer Christian Jakobs fehlen im Haushalt insgesamt 950.000 Euro.

„Die Entwicklung im Bereich der Jugendhilfe bereitet Kopfschmerzen”: Das sagte Christian Jakobs bereits im September, als der Kämmerer seinen zweiten Quartalsbericht für 2025 vorstellte. Damals waren bereits 6,05 von 9,54 Millionen Euro in diesem Bereich ausgegeben. Mittlerweile sind es rund 9,49 Millionen Euro, weshalb bis Jahresende nur noch etwas mehr als 52.000 Euro im Haushalt zur Verfügung stehen.

Die Fallzahlen sind gestiegen

Das reicht bei weitem nicht aus, um die Leistungen im Bereich der Jugendhilfe weiter erbringen zu können. Deshalb bat die Verwaltung im Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss die Stadträtinnen und Stadträte darum, überplanmäßige Mittel in Höhe von 950.000 Euro bereitzustellen. Als Gründe für diese Entwicklung führte der Kämmerer eine Entgeltsteigerung von sieben Prozent und gestiegene durchschnittliche Fallzahlen in den Bereichen stationäre Eingliederungshilfe und Heimerziehung sowie Vollzeitpflege an.

Grundsätzlich muss man laut Jakobs bei der Jugendhilfe unterscheiden. Auf der einen Seite gibt es planbare Leistungen. Auf der anderen Seite lasse sich bei der Planung eines Haushalts nicht ersehen, wie viele Kinder welchen Bedarf haben, antwortete Jakobs auf die Frage von Walter Danielis (AfD), ob diese Entwicklung nicht absehbar gewesen sei. „Da sind wir auch kein Ausreißer”, ergänzte Oberbürgermeister Thomas Deffner (CSU). Die Anstiege gebe es auch in anderen Städten.

Konzept für mehr Prävention

Boris-André Meyer (Offene Linke) erneuerte seine Forderung nach einem präventiven Konzept, um von den vielen Fällen herunterzukommen. „Wir haben einen Anstieg von über 50 Prozent im Vergleich zu 2020.” Man könne es auf Dauer nicht hinnehmen, dass man solche hohen Fallzahlen habe.

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Der Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss empfahl dem Stadtrat letztlich einstimmig, die zusätzlichen 950.000 Euro bereitzustellen.


Florian Schwab
Florian Schwab
Redakteur
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