Nach wie vor besteht der Wunsch, der Jugend in Rügland etwas zu bieten. Die Idee einer Pumptrack-Anlage wurde geboren. Im April 2024 hat sich der Gemeinderat drauf geeinigt, den ersten Auftrag hierfür zu vergeben. Seitdem ist nicht viel passiert. Außer, dass Zweifel entstanden sind.
Der Gemeinderat hatte ursprünglich überlegt, für maximal 150.000 Euro eine Pumptrack-Anlage zu realisieren. Unter der Voraussetzung, dass das Projekt durch Leader-Mittel gefördert wird. 75.000 Euro wurden vor zwei Jahren bereits zugesagt. Für die Planung und Konzeption der Anlage holte die Gemeinde damals Angebote ein. Etwa 5000 Euro würde ein solcher Plan kosten. Eigentlich fasste das Gremium bereits den Beschluss, den Auftrag zu erteilen. Geschehen ist das nicht. Jedoch wurde im August 2024 ein Antrag auf Bewilligung beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) gestellt.
Bis Ende Januar müssen hierfür nun Baupläne beim AELF eingegangen sein, um die Förderung zu erhalten. Doch es fehlt auch noch eine Stellungnahme des Leader-Koordinators, die für die Bewilligung des Projekts erforderlich ist, teilte Bürgermeister Wolfgang Schicktanz mit. Der Gemeinderat war bislang in dem Glauben, dass erst das AELF sein Go geben muss, bevor der Auftrag für den Bauplan erteilt werden kann – es ist andersherum. So oder so muss das jetzt zügig geschehen.
Hermann Stürzenhofecker wies darauf hin, dass es eine derartige Förderung in den nächsten Jahren vermutlich nicht mehr geben wird. Bevor das geschieht, hatte der Gemeinderat in der Sitzung erst einmal Grundsätzliches zu diskutieren. Und zwar: „Ob wir das noch wollen oder nicht”, so der Rathauschef. „Der Wunsch, was für die Jugend zu machen, daran hat sich auch nichts geändert.”
Die Pumptrack-Anlage soll Freizeitspaß bedeuten und für alle Generationen errichtet werden, sagte Stefanie Grauf. Deshalb ist gewünscht, den Untergrund zu asphaltieren. So kann dort mit Rollern, Fahrrädern oder auch Inline-Skates gefahren werden.
Das Gremium stellte sich in der Sitzung jedoch die Frage: Wollen sie so viel Geld investieren? Schicktanz verwies auf einige Gemeinden, die aktuell Geldprobleme haben. Rügland jedoch verfügt noch über 2,9 Millionen Euro an Rücklagen, sagte der Rathauschef. Karl-Heinz Pfister ist der Meinung: Die Bevölkerung hätte mehr davon, wenn das Geld – etwa 70.000 Euro – direkt in die Vereinsarbeit fließt.
„Wir waren uns damals eigentlich einig, dass wir etwas für unsere Jugend machen wollen”, sagte Schicktanz. Die Gemeinde hat seiner Aussage nach keine Probleme, ihre Pflichtaufgaben zu erfüllen. Deshalb schlägt er vor, den Auftrag für das Erstellen eines Plans zu erteilen. Dabei sollen die gesamten Kosten für das Projekt nach wie vor auf maximal 150.000 Euro beschränkt werden. Bis auf ein Gemeinderat waren sich alle einig.