Judoka Samuel Bischoff bei der U18-Weltmeisterschaft in Sofia | FLZ.de

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Veröffentlicht am 09.09.2025 09:21

Judoka Samuel Bischoff bei der U18-Weltmeisterschaft in Sofia

Samuel Bischoff (in blau) im Kampf gegen den Iraner Tolki. (Foto: IJF)
Samuel Bischoff (in blau) im Kampf gegen den Iraner Tolki. (Foto: IJF)
Samuel Bischoff (in blau) im Kampf gegen den Iraner Tolki. (Foto: IJF)

Bei der Judo-Weltmeisterschaft der U18 in Sofia erkämpfte sich der Ansbacher Samuel Bischoff einen Sieg und musste anschließend eine knappe Niederlage einstecken.

Dem Saisonhöhepunkt in der bulgarischen Hauptstadt war eine lange Qualifikations- und Vorbereitungsphase, die bereits im Februar begann, vorausgegangen. Als unmittelbare Wettkampfvorbereitung diente ein einwöchiger, gemeinsamer deutsch-französischer Lehrgang der beiden Nationalteams in Straßburg. Darauf folgte eine kurze Regeneration und dann noch einige Einheiten zum Erhalt der Spannung und Spritzigkeit, bevor der Flug nach Sofia anstand.

551 Judoka aus 71 Nationen am Start

Bei der Weltmeisterschaft gingen 551 Judoka aus 71 Nationen an den Start. Der Wettkampf wurde ebenso professionell wie bei den Erwachsenen präsentiert. So kommentierte auch in Sofia der Brite Neil Adams, „the voice of judo“. An vier Tagen fielen die Entscheidungen bei den jungen Frauen und Männern in jeweils zwei Gewichtsklassen, bevor an Tag fünf der Teamwettbewerb auf dem Plan stand.

In Runde eins gegen den Iraner Tolki

In Samuels Bischoffs Gewichtsklasse +90kg ergab die Auslosung, dass der Ansbacher in Runde eins auf den Iraner Mohammadpouria Banaeian Tolki traf. Ein großer, athletischer Judoka, der bereits einige starke Gegner bezwungen hat. Die beiden waren weder im Wettkampf noch in Trainingscamps bisher zusammengetroffen, so dass als Vorbereitung vor allem die Videos bisheriger Kämpfe dienten.

Bischoff konnte seine taktische Linie, immer in Bewegung zu bleiben und Abstand zu halten, gut umsetzen. Außerdem wollte er mit tiefen Schulterwürfen angreifen. Auch dieser Plan ging auf und nach rund zwei Minuten punktete der Ansbacher mit eben dieser Technik und ging mit einer kleinen Wertung (Yuko) in Führung. Diesen Vorsprung brachte er über die Zeit und war damit eine Runde weiter.

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Gegen den Tschechen Skoda war Bischoff aktiver

Dort traf er auf den Tschechen Melichar Skoda. Es entwickelte sich eine enge, ausgeglichene Begegnung. Bischoff war etwas aktiver und folgerichtig wurde sein Gegner gegen Hälfte der Kampfzeit für Passivität bestraft. Im weiteren Verlauf hatten beide ihre Chancen, doch keiner konnte eine Wertung erzielen, so dass der Kampf in den Golden Score ging. Hier konnte der Tscheche nach etwa einer Minute einen Angriff kontern und holte damit den Sieg.

Damit war die WM für Samuel Bischoff beendet. Da nur eine kleine Trostrunde gekämpft wurde, erreichten nur die Verlierer der Viertelfinalkämpfe die Trostrunde. Skoda wurde am Ende Fünfter, was belegt, dass auch für den Ansbacher durchaus Chancen auf die Finalrunde bestanden.

Das Mixed-Team musste sich knapp geschlagen geben

Am zweiten Tag trat Deutschland noch im Mixed-Team an. Hier musste sich die Mannschaft mit 2:4 den unter IJF-Flagge startenden Russen geschlagen geben, wobei auch Samuel Bischoff unterlag. Nach einer Judopause steht für ihn im Herbst der Wechsel an den Bundesstützpunkt München an, wo er deutlich bessere Trainingsbedingungen haben wird als jetzt in Ansbach, wo adäquate Trainingspartner fehlen.


Von Jörg Bischoff
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