Johanna Henke aus Rothenburg landet bei der Triathlon-WM auf Rang 44 | FLZ.de

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Veröffentlicht am 15.12.2024 17:29

Johanna Henke aus Rothenburg landet bei der Triathlon-WM auf Rang 44

Fürs Familienalbum: Johanna Henke mit WM-Andenken. (Foto: Martin Pauli)
Fürs Familienalbum: Johanna Henke mit WM-Andenken. (Foto: Martin Pauli)
Fürs Familienalbum: Johanna Henke mit WM-Andenken. (Foto: Martin Pauli)

Das Ziel, eine Zeit unter fünf Stunden zu erreichen, hat Johanna Henke bei der Triathlon-Weltmeisterschaft in Neuseeland knapp verpasst. Dennoch war die Krankenschwester aus Rothenburg mit ihrer Leistung über die Mitteldistanz einigermaßen zufrieden, die sie auf Platz 44 in der Altersklasse 25 bis 29 brachte.

Über 6000 Triathleten machten sich auf den Weg nach Taupo, einer Kleinstadt auf der Nordinsel. Zunächst gingen jeweils die Profis an den Start, mit Abstand folgten die riesigen Felder der Amateure. Bei den Frauen waren es über 2000 Starterinnen.

Auf dem Rad geht es nach vorne

Geschwommen wurde 1,9 Kilometer weit auf einer Punkt-zu-Punkt-Strecke im Lake Taupo. „Im glasklaren Wasser gab es Gegenströmung aufgrund der Huka-Wasserfälle“, berichtet die 28-Jährige, „dennoch waren 36:49 Minuten okay“. Zu diesem Zeitpunkt war sie 146.

Die 90 Kilometer auf dem Rad legte Henke in 2:44,21 Stunden zurück, was einem Schnitt von knapp 33 km/h entspricht und rückte damit auf Position 76 in ihrer Klasse nach vorne. „Die Radstrecke war relativ anspruchsvoll bei 28 Grad und 728 Höhenmeter“, so Henke. Fast durchgängig Gegenwind und der grobe Straßenbelag kosteten auch die Profis einige Zeit. Wer einen Blick für die Landschaft hatte, sah von Palmen gesäumte Straßen, endlose Weiden und geothermale Quellen.

Den Schicksalsberg im Blick

Der Halbmarathon zum Abschluss führte entlang des Sees. „Die Laufstrecke war als flach beschrieben, aber man sammelte dennoch 120 Höhenmeter“, so Henke. Häufig im Blick: der Mount Ngauruhoe, der „Schicksalsberg“ aus der Herr-der-Ringe-Verfilmung.

Das Schicksal meinte es nicht richtig gut mit Henke. Auf dem Rad hatten sich schon Magenprobleme eingestellt, „ab da war es dann ein Kampf.“ Die gut 20 Kilometer bewältige Henke in 1:34,22 Stunden und arbeitete sich in ihrer mit 210 Frauen besetzten Klasse noch einige Plätze nach vorne.

Katharina Schmidt wird 92.

„5:02,33 Stunden sind keine schlechte Zeit, aber in allen Disziplinen sehe ich noch Möglichkeiten, mich zu verbessern“, berichtet Henke, „für meine dritte Mitteldistanz war das ein vielversprechendes Ergebnis.“

Taylor Knibb aus den USA holte sich im Profifeld den dritten Ironman-70.3-Titel in Folge, wobei sie die Strecke in 3:57:34 Stunden bewältigte. Schnellste Altersklassenathletin war Jasmine Brown (Australien) in 4:25,51 Stunden. Unter allen gut 2000 Altersklassestarterinnen im Ziel wurde Henke als 155. gewertet.

Katharina Schmidt aus Wallmersbach bei Uffenheim, die in diesem Jahr den Triathlon in Leutershausen für sich entschieden hat, trat ebenfalls in der Klasse 25 bis 29 an.

5:21,23 Stunden bedeuteten Platz 92 in der Klasse (Gesamt 446.). Das Schwimmen schaffte Schmidt in 42:54 Minuten, fuhr 2:46,10 Stunden lang Rad und lief den Halbmarathon in 1:44,35 Stunden.


Alexander Keck
Alexander Keck
Der noch in Vor-Internetzeiten der FLZ zugelaufene Schwarzwälder hat im Verlauf von fast drei Jahrzehnten die fränkischen Merkwürdigkeiten, die in Ohrmuscheln (Allmächd!) und auf Esstellern (Saure Zipfel!) landen schätzen gelernt. Nur die im Vergleich zu Spätzle stets zu breiigen Knödel mag der Schwabe nicht. Das Schreiben über Sport dagegen immer noch sehr - gerne auch abseits des Mainstreams.
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