Jochen Schaible und Christoph Maul auf der Freilichtbühne in Dinkelsbühl | FLZ.de

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Veröffentlicht am 19.08.2025 18:56

Jochen Schaible und Christoph Maul auf der Freilichtbühne in Dinkelsbühl

Boten ein wahres Meisterwerk aus politischer Satire, musikalischer Unterhaltung und einer Portion Dialektwitz in Dinkelsbühl (von links): Jochen Schaible und Christoph Maul auf der Freilichtbühne.  (Foto: Emily Hochreuther)
Boten ein wahres Meisterwerk aus politischer Satire, musikalischer Unterhaltung und einer Portion Dialektwitz in Dinkelsbühl (von links): Jochen Schaible und Christoph Maul auf der Freilichtbühne. (Foto: Emily Hochreuther)
Boten ein wahres Meisterwerk aus politischer Satire, musikalischer Unterhaltung und einer Portion Dialektwitz in Dinkelsbühl (von links): Jochen Schaible und Christoph Maul auf der Freilichtbühne. (Foto: Emily Hochreuther)

Der Auftritt von Jochen Schaible und Christoph Maul wird den rund 300 Besucherinnen und Besuchern der Freilichtbühne in Dinkelsbühl als ein Abend der besonderen Art in Erinnerung bleiben. Die im Wechsel vorgetragene Mischung aus Kabarett, Musik und Live-Performance sorgte durchgehend für beste Stimmung.

Den Auftakt machte Jochen Schaible, der das Publikum mit lustigen Songs und Tänzchen sofort in seinen Bann zog. Mit seiner charmanten Ausstrahlung brachte er die Gäste zum Lachen und Mitsingen. Der Künstler beleuchtete in seinen Liedern Themen wie Freundschaft, die Liebe zum Handy und die Eigenheiten des Alltags – alles immer gewürzt mit einer Portion Humor.

Sprachliche Vielseitigkeit

Schaible widmete ein ganzes Lied dem Begriff „Papp“ – einem Wort mit verschiedenen Bedeutungen, das in verschiedenen Dialekten gebräuchlich ist. „Papp“ bedeutet unter anderem „Müll“ oder „Dreck“, aber auch, „pappt“ wie Kleben oder „Papperl“ wie der Aufkleber.

Und diese sprachliche Vielseitigkeit nutzte der Sänger für einen Zungenbrecher: „Wenn das Papperl nicht mehr pappt, weil das Papperl in den Papp gefallen ist, dann pappt das Papperl wegen dem Papp nicht mehr.“ Diese kreative Wortspielerei machte diesen Song zu einem unvergesslichen Moment des Abends.

Nach diesem schwungvollen Start übernahm Christoph Maul das Ruder und amüsierte das Publikum mit seinen bissigen und humorvollen Kommentaren zu politischen Themen. Besonders Markus Söder war Ziel seiner Satire. Dabei kommentierte Maul die Art des bayerischen Ministerpräsidenten zu klatschen und zu sitzen sowie dessen Bart.

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Anekdoten aus der Schulzeit

Neben seinen Auslassungen zur Politik erzählte der Kabarettist unterhaltsame Anekdoten aus seiner Schulzeit, wobei seine ehemalige Grundschullehrerin an diesem Abend im Publikum saß. Unter anderem sorgte Maul für viele Lacher, als er amüsant aufbereitet von seinem chaotischen Besuch eines Klassentreffens erzählte.

Mit seinem humorvollen Blick auf das typische Verhalten deutscher Urlauber im Ausland lieferte er ein Szenario, das vielen im Publikum bekannt vorgekommen sein dürfte. Da griff er das Reservieren der Strandliegen ebenso auf wie die Situation, dass das eigene Kind im Urlaub einen neuen Freund findet und man plötzlich den gesamten Urlaub zusammen mit dessen Eltern verbringen muss.

Spontane Interaktion mit dem Publikum

Zum Abschluss erzählte Maul von der Geburt seines Sohnes Oskar, bei der er auf die Herausforderungen der Vorbereitung und des Geburtsprozesses für Väter einging. Dabei betonte er, dass dies auch für die Frauen bestimmt nicht einfach sei.

Das Zusatzprogramm „Lieder & Lacher” im Rahmen der Sommerfestspiele war ein wahres Meisterwerk aus politischer Satire, musikalischer Unterhaltung und einer Portion Dialektwitz. Die Dinkelsbühler Freilichtbühne bildete den perfekten Rahmen für diese einzigartige Mischung, bei der Jochen Schaible und Christoph Maul ihr Publikum mit Charme, Humor und feiner Musikalität begeisterten.

Besonders die spontane Interaktion mit den Zuschauerinnen und Zuschauern sorgte für eine lockere und fröhliche Atmosphäre, die den gesamten Abend durchzog.


Von EMILY HOCHREUTHER
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