Jazztime Ansbach: Der Swing der Zwanziger Jahre | FLZ.de

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Veröffentlicht am 23.03.2026 18:30

Jazztime Ansbach: Der Swing der Zwanziger Jahre

Die SRS Jazzmen gehören zu den herausragenden Jazzcombos in der Region: Nun waren sie zu Gast im Grünen Saal der Ansbacher Orangerie. (Foto: Elke Walter)
Die SRS Jazzmen gehören zu den herausragenden Jazzcombos in der Region: Nun waren sie zu Gast im Grünen Saal der Ansbacher Orangerie. (Foto: Elke Walter)
Die SRS Jazzmen gehören zu den herausragenden Jazzcombos in der Region: Nun waren sie zu Gast im Grünen Saal der Ansbacher Orangerie. (Foto: Elke Walter)

Sie gehören zu den immer wieder freudig erwarteten Gästen der Ansbacher Jazztime. So war das auch am Sonntagabend, als sich die SRS Jazzmen, eine der herausragenden Jazzcombos der Region, auf den Weg in die Orangerie gemacht hatten. Der Empfang der Jazzliebhaberinnen und -liebhaber war gleich zu Beginn sehr herzlich.

Unerwartetes gab es auch bei diesem Konzert der SRS Jazzmen nicht. Seit Anfang der 1970er Jahre, als die Gruppe von Studenten gegründet wurde, widmet sie sich überwiegend dem Old Time Jazz und dem Swing der Zwanziger Jahre.

Klangvolle Veredelung

Die Stücke sind schon gut ein Jahrhundert alt, aber im Spiel der SRS-Herren wirkten sie taufrisch und keineswegs angestaubt. Das liegt zunächst einmal natürlich an den fantastischen Vorlagen selbst, aber auch daran, dass die sieben bestens gelaunten und hochkarätig aufspielenden Musiker sie zudem klangvoll veredelten.

In der Besetzung des Abends waren das Klaus Wangorsch (Trompete), Thomas Kießling (Klarinette, Saxophon), Dr. Hermann Krehn (Posaune), Jens Madeburg (Piano), Gerd „Vadda“ Grimm (Banjo), Ralf Matthes (Bass) und Schlagzeuger Marek Horsak. Der erst 18-jährige Gymnasiast stand seinen Kollegen in keiner Weise nach. Er sorgte für einen pulsierenden, bisweilen gewitzten Drum-Herzschlag.

Positives Echo auf das Jazzarise-Festival

Große Klasse hatte auch das Spiel der anderen Musiker, was sich besonders bei den zahlreichen Soli-Passagen zeigte, die das Publikum immer wieder mit Zwischenapplaus bedachte. Von den Gründungsmitgliedern steht zwar niemand mehr auf der Bühne, der Geist von damals aber hat sich durch alle Besetzungen weitergetragen.

Ähnliches betonte auch Oberbürgermeister Thomas Deffner, der zwischen Stichwahlergebnis und weiteren Abendterminen der Jazztime einen kurzen Besuch abstattete – auch in Erinnerung an den im Januar verstorbenen Initiator und langjährigen Leiter der Reihe Walter L. Henne. Dieser sei maßgeblich am Erfolg der Reihe beteiligt gewesen, so Deffner. Jazz soll es, nach dem positiven Echo auf das Jazzarise-Festival 2025, auch weiterhin in Ansbach geben; die Sparte soll sogar ausgebaut werden. Als Termine für künftige Projekte nannte Deffner den 8. August sowie den 24. Oktober.

Evergreens mit Ohrwurm-Qualität

Die Evergreens von damals finden sich längst auf der Liste der Jazzstandards und beweisen bis heute noch Ohrwurm-Qualität. Swingende Melodien wechselten in dem Konzert im Grünen Saal der Orangerie mit groovenden Rhythmusorgien, ergänzten und befeuerten einander. Bekannte Titel waren zu hören, etwa „Ain’t She Sweet“, „Rosetta“, „Whistling Rufus“, „Honeysuckle Rose“ oder auch „Let the Rest of the World Go By“.

Da war nichts einfach nur so dahingespielt. Die sieben Musiker überzeugten mit großer Authentizität sowie ihrem belebenden Zusammenspiel. Das war ansteckend und brachte Bewegung auch in das Publikum. So ganz stillzusitzen, war da nicht so einfach.

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