Bei den Bayerischen Mehrkampfmeisterschaften der U16 in Pfaffenhofen gewann Jakob Sand vom TSV Ansbach Gold im Neunkampf. Emma Lautner vom TuS Feuchtwangen sicherte sich eine Silbermedaille.
Leichte Beschwerden nach einer Knöchelverletzung und Dauerregen am zweiten Tag waren keine optimalen Voraussetzungen für Sand. Er begann mit einer Bestzeit von 11,33 Sekunden über 100 Meter, zugleich DM-Norm für die Einzelmeisterschaften im Juli in Ulm und Landeskadernorm.
Dass Einzelwettkämpfe mit sechs Versuchen doch weniger Stabilität verlangen als Mehrkämpfe, bei denen in vielen Disziplinen nur drei Versuche erlaubt sind, musste Sand gleich beim Weitsprung erleben. 5,33 Meter, fast einen Meter vor dem Brett abgesprungen, war der einzige gültig gegebene Versuch und unter den Möglichkeiten des Süddeutschen W14-Weitsprungmeisters von 2024. Besser lief es mit der 4-Kilo-Kugel (13,86 Meter).
Im Stabhochsprung musste Sand wegen seiner hohen Anlaufgeschwindigkeit einen völlig neuen Stab ausprobieren. Der harte neue Stab reagierte mit mehr Schub nach oben. Vorsichtig steigerte sich Sand fehlerfrei bis auf 3,80 Meter. Dann verlangte die neue Bestleistung von 3,90 Meter einen höheren Griff und eine entsprechend justierte Anlauflänge. Mit einem perfekten Versuch flog Sand erstmals über die 3,90 Meter, DM-Qualifikation und Landeskadernorm inbegriffen.
Es folgten sehr gute 11,05 Sekunden über die 80 Meter Hürden (DM- und Kadernorm). Der einsetzende Regen verhinderte weitere Topresultate. So flog der nasse Diskus nach zwei ungültigen Versuchen im letzten Durchgang noch auf 31,94 Meter. Der Hochsprung endete mit 1,61 Meter. Der weiteste Speerwurf landete bei 34,28 Meter.
Den abschließenden 1000-Meter-Lauf gewann Jakob Sand in dosierten 3:03,31 Minuten. 5195 Punkte im Neunkampf bedeuteten den Titel, M15-Kreisrekord und die Normen für den Landeskader und die Deutsche Mehrkampf-Meisterschaft Ende August in Leverkusen.
Mit einer deutlichen Steigerung ihrer Bestleistung auf 2464 Punkte eroberte Zoé Wilzin vom TSV Ansbach im Fünfkampf mit Schwerpunkt Sprint/Sprung den fünften Platz unter 26 Teilnehmerinnen. Alle fünf Disziplinen absolvierte die 15-Jährige trotz der miserablen Bedingungen ganz nahe an ihren Bestleistungen. 100 m in 13,53 Sekunden und 80 Meter Hürden in 13,29 Sekunden sind auch die Norm zur Bayerischen Einzelmeisterschaft.
Mit ihrem Weitsprung auf 4,93 Meter, ebenfalls Bayerische Norm, führte Wilzin das gesamte Teilnehmerfeld an. Die Medaillenplätze rutschten dann aber knapp außer Reichweite, denn die Spezialistinnen sammelten entweder im Hochsprung oder im Speerwurf mehr Punkte als die Ansbacherin für ihre 1,46 Meter und 21,25 Meter bekam.
Für die beste westmittelfränkische Platzierung in den Blockwettkämpfen sorgte Emma Lautner (TuS Feuchtwangen) im Block Sprint/Sprung der W14. Mit 2481 Punkten (persönliche Bestleistung) verbesserte Lautner den von Katja Hirsch (TSV Ansbach) vor elf Jahren aufgestellten Kreisrekord um 34 Zähler und sicherte sich unter 36 Teilnehmerinnen die Silbermedaille.
Grundlage waren drei persönliche Bestmarken. Beim Hochsprung steigerte sie sich um fünf Zentimeter auf 1,43 Meter, über 80 Meter Hürden verbesserte sie sich auf 14,19 Sekunden und mit dem Speer auf 26,17 Meter. Beim Weitsprung widerstand für die 5,04-Meter-Springerin mit 4,96 m der Hausrekord knapp. Beim 100-Meter-Sprint standen 13,16 Sekunden zu Buche.
Malin Hübsch (TuS Feuchtwangen) verbesserte sich im Block Lauf der W15 um 80 Zähler auf 2413 Punkte, was unter 30 Teilnehmerinnen Rang vier bedeutete. Acht Punkte fehlten zur Bronzemedaille.
In vier der fünf Einzeldisziplinen konnte sie ihre Hausrekorde verbessern. Über 100 Meter verbesserte sie sich auf 13,68 Sekunden und über 80 Meter Hürden auf 13,28 Sekunden. Beim Ballwurf konnte sie sich auf 32,50 Meter steigern. Die größte Verbesserung gab es im abschließenden 2000-Meter-Lauf, wo sie ihre Bestmarke um 28 Sekunden auf 7:57,59 Minuten drückte und damit erstmals die 8-Minuten-Marke unterbot. Lediglich beim Weitsprung, wo sie bereits 5,01 Meter stehen hat, widerstand mit 4,94 m ihr Hausrekord knapp.
Merle Deyerler vertrat im Block Wurf der W15 den TSV Burghaslach. Sie steigerte sich um 16 Zähler auf 2029 Punkte und belegte damit den 22. Platz. Als Problemdisziplinen erwiesen sich der Weitsprung und das Kugelstoßen, wo sie mit 3,41 Metern beziehungsweise 8,42 Meter deutlich unter ihren Möglichkeiten blieb. Dagegen gab es drei neue Bestleistungen von 14,53 Sekunden über 100 Meter, 14,51 über 80 Meter Hürden und 19,96 Meter mit dem Diskus.