Jakob Sand reist zum Üben an und fährt als Bayerischer U18-Meister nach Hause | FLZ.de

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Veröffentlicht am 22.07.2025 16:28

Jakob Sand reist zum Üben an und fährt als Bayerischer U18-Meister nach Hause

Jakob Sand springt über 4,00 Meter zu Gold. (Foto: Claus Habermann)
Jakob Sand springt über 4,00 Meter zu Gold. (Foto: Claus Habermann)
Jakob Sand springt über 4,00 Meter zu Gold. (Foto: Claus Habermann)

Bei den Bayerischen Meisterschaften der U20 und U18 in Hösbach gewannen die Leichtathleten aus Westmittelfranken insgesamt sieben Medaillen. Fünfmal kamen Sportler des TSV 1860 Ansbach unter den ersten Drei aufs Podest, zweimal feierte der TSV Burghaslach eine Top-Platzierung.

Jakob Sand und Sanja Kropf holten jeweils einen Bayerischen Meistertitel, Doppelsilber gab es für Matias Neutzler und Bronze für David Kleinschrodt und Christiane Hecht. Für den 15-jährigen Sand (TSV Ansbach) werden die Bayerischen Meisterschaften seiner Altersklasse erst am kommenden Wochenende in Ingolstadt ausgetragen. „Zum Üben“, sagte er, hatte er sich aber nach einer intensiven Trainingswoche auch für den Stabhochsprung bei den älteren Athleten der U18 gemeldet.

Nur ein U18-Stabhochspringer kam über die 4,00 Meter

Dort stand Sand mit seiner Bestleistung von 4,00 m bei der Deutschen Meisterschaft motiviert in der Mitte der Starterliste. Die 3,50 m und 3,70 m benötigten noch etwas Feinjustierung, aber die 3,90 m schaffte der U16-Mehrkämpfer sauber im ersten Versuch. Vier Springer machten sich dann bei 4,00 m in den Kampf um Gold. Nur einer kam drüber: Ein Sprung wie aus dem Bilderbuch trug Jakob Sand hoch über die Latte und zum Bayerischen Meistertitel der U18.

Sanja Kropf siegt über 400 m mit über einer halben Sekunde Vorsprung

In bester Wettkampflaune befanden sich Sanja Kropf und Friederike Meyer, die beiden U18-Aushängeschilder des TSV Burghaslach. Über 400 m wurden die Titelträgerinnen in Zeitläufen ermittelt und beide waren im dritten und schnellsten Lauf eingeteilt. Mit neuer persönlicher Bestzeit von 57,64 sec gewann Kropf mit über einer halben Sekunde Vorsprung die Meisterschaft. Meyer verfehlte mit 60,67 sec ihre Bestmarke und belegte Rang sieben.

Am zweiten Wettkampftag standen die 200 m auf dem Programm. Hier waren sieben Vorläufe erforderlich, um die Teilnehmerinnen für das A- und B-Finale zu ermitteln. Sanja Kropf entschied in 25,39 sec ihren Vorlauf für sich. Im A-Finale der besten sechs verbesserte sie ihre Bestmarke auf 25,12 sec und wurde Dritte. Meyer kam als Zweite ihres Vorlaufs mit 26,60 sec ins B-Finale, das sie in neuer persönlicher Bestzeit von 26,26 sec gewann.

Die 16-jährige Theresa Wetsch erreicht im Dreisprung der U18 den Endkampf

Die 16-jährige Theresa Wetsch (TSV Dinkelsbühl) widmet sich erst seit diesem Jahr dem Dreisprung und bestritt erst den dritten Wettkampf in dieser schwierigen Disziplin. Als jüngerer Jahrgang hatte sie anhand der Meldeleistungen nur Außenseiterchancen. Ihre größte Weite erzielte sie im zweiten Durchgang, als sie mit 9,62 m ihre Bestmarke nur um neun Zentimeter verfehlte. Als Achte erreichte sie überraschend den Endkampf, wo sich an der Platzierung aber nichts mehr änderte.

Der Neuendettelsauer Benedikt Dörr holt Bronze im Hochsprung der U20

Der Neuendettelsauer Benedikt Dörr (TSV Zirndorf) war mit seinen Leistungen nicht so recht zufrieden. Beim Hochsprung der U20 bezwang er seine Anfangshöhe (1,72 m) im ersten Anlauf, benötigte aber für 1,77 m drei Versuche. Bei 1,82 m fiel die Latte dreimal. Aufgrund der geringeren Anzahl von Fehlversuchen durfte sich Dörr über eine Bronzemedaille freuen.

Beim Dreisprung sprang err gleich im ersten Durchgang mit 12,37 m seine Tagesbestweite, was in der Endabrechnung Rang vier bedeutete. In der Besetzung Fynn Käferlein, Benedikt Dörr, Vincent Mutschler und Stefan Ovcharov belegte die 4x100-m-Staffel des TSV Zirndorf ebenfalls Rang vier.

Christiane Hecht steigert sich zur Bronzemedaille

Christiane Hecht und Valentin Hermann vom TSV Ansbach traten über 800 m in der U20 an. Gegen zwei deutsche Spitzenläuferinnen rechnete sich Hecht keine Siegchancen aus, aber mit einer deutlichen Steigerung ihrer Bestleistung war für die 18-Jährige Bronze möglich. Geduldig Windschatten und Innenbahn ausnutzend absolvierte sie die erste Runde, dann begannen die Schlussspurts. Hellwach setzte sich Hecht am Ende der Gegengeraden auf Platz drei. Die Zeit von 2:20,31 min bedeutete eine Steigerung um dreieinhalb Sekunden zur anvisierten Medaille.

Für Herrmann ließ das große und leistungsstarke Feld keine vordere Platzierung erhoffen, etwas Risiko sollte aber eine gute Zeit ermöglichen. Die 59 Sekunden nach 400 Metern legten zwar eine Basis für eine neue Bestzeit, waren aber doch zu ambitioniert. Mit 2:08,94 min gelang ihm sein bislang zweitschnellstes Rennen und Rang elf.

Kleinschrodt und Neutzler testen unter Wettkampfbedingungen

Die beiden Zehnkämpfer David Kleinschrodt und Matias Neutzler vom TSV Ansbach haben ihre Deutschen Mehrkampfmeisterschaften erst Ende August in Leverkusen. Bei der U20 wollten sie noch einige Disziplinen unter Wettkampfbedingungen testen. Gleich der Weitsprung wurde zu einer extrem spannenden Angelegenheit. Nach mehrfachem Führungswechsel entschied am Ende der bessere zweitbeste Versuch für den topgesetzten Springer aus München. Neutzler gewann mit 6,67 m Silber und Kleinschrodt mit nur einem Zentimeter Abstand Bronze.

Wenig später stand Matias Neutzler schon zum Einspringen im Stabhochsprunganlauf. Mutige 4,00 Meter Einstiegshöhe bewältigte er gleich im ersten Versuch. Bei den 4,20 m ging es für den 17-Jährigen um Silber, das er sich im dritten Anlauf holte.

Für David Kleinschrodt ging es direkt in den Diskusring, wo der 18-Jährige mit einer stabilen Serie bis auf 37,10 m Vierter wurde. Am zweiten Wettkampftag trumpfte er zuerst über 200 m auf. In seinem Vorlauf stürmte er nach 22,55 sec als Erster durchs Ziel. Der 35 Jahre alte Kreisrekord war unterboten und die Zeit bedeutete auch die Norm zur Deutschen Meisterschaft.

Auf den Endlauf verzichtete Kleinschrodt, denn zeitgleich standen die 110 m Hürden an, wo auch Neutzler an den Start ging. Kleinschrodt verbesserte sich um mehr als fünf Zehntel auf 14,71 sec und qualifizierte sich mit einer weiteren DM-Norm ebenso für das Finale wie Neutzler (16,98). Bei stärkerem Gegenwind blieben den Ansbachern im Endlauf nur um zwei Zehntel langsamere Zeiten und die Plätze fünf und sieben.


Von ERICH GRAU UND JÖRG BEHRENDT
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