„Jahrzehntelanges Ärgernis”: Ampel soll den Windmühlberg in Ansbach sichern | FLZ.de

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Veröffentlicht am 19.11.2025 07:00

„Jahrzehntelanges Ärgernis”: Ampel soll den Windmühlberg in Ansbach sichern

Nach der Statistik gilt der Knotenpunkt, an dem Hochstraße und Rummelsberger Straße auf die B14 treffen, nicht als Unfallschwerpunkt. Weil es in der Vergangenheit aber immer wieder zu schweren Unfällen kam, soll die Stelle durch eine Ampelkreuzung sicherer werden. (Foto: Florian Schwab)
Nach der Statistik gilt der Knotenpunkt, an dem Hochstraße und Rummelsberger Straße auf die B14 treffen, nicht als Unfallschwerpunkt. Weil es in der Vergangenheit aber immer wieder zu schweren Unfällen kam, soll die Stelle durch eine Ampelkreuzung sicherer werden. (Foto: Florian Schwab)
Nach der Statistik gilt der Knotenpunkt, an dem Hochstraße und Rummelsberger Straße auf die B14 treffen, nicht als Unfallschwerpunkt. Weil es in der Vergangenheit aber immer wieder zu schweren Unfällen kam, soll die Stelle durch eine Ampelkreuzung sicherer werden. (Foto: Florian Schwab)

Nach vielen Jahren der Diskussion rückt eine Lösung in greifbare Nähe: Oberhalb des Windmühlberges soll eine Ampelkreuzung gebaut werden, um die Verkehrssicherheit an dieser Stelle zu erhöhen. Der Bauausschuss des Stadtrates hat eine eindeutige Empfehlung für eine Variante abgegeben, die auch eine Querungshilfe vorsieht.

Um den Knotenpunkt, an dem die Hochstraße und die Rummelsberger Straße an die Bundesstraße anschließen, gibt es schon seit über zehn Jahren Diskussionen. Damals hatte das Staatliche Bauamt Ansbach, in dessen Zuständigkeit die Bundesstraße fällt, eine Kreuzung vorgeschlagen. Aufgrund der Dimensionierung und der dadurch anfallenden Kosten hat der Ansbacher Stadtrat das abgelehnt.

Tragisches Unglück im Jahr 2022

Noch einmal Fahrt hat die Debatte im Jahr 2022 aufgenommen – aus einem traurigen Grund. Am Ostersamstag ist eine 55-Jährige bei dem Versuch, die B14 zu queren, von einem Motorradfahrer erfasst und dabei tödlich verletzt worden. In der Folge schwappten die Emotionen in der Bevölkerung hoch, die Stadträtinnen und Stadträte befassten sich erneut mit dem Thema. Der klare Tenor: So kann es nicht weitergehen.

Verschiedene Optionen wurden überprüft. Unter den Vorschlägen befanden sich zum Beispiel eine Unterführung und der Ausbau des Radweges auf der nördlichen Seite in Richtung Urlas. Zu teuer oder nicht praktikabel lauteten die Einschätzungen. Man einigte sich schließlich auf eine Ampelkreuzung.

Der Unfallatlas der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder zeigt genau, wo sich in Ansbach Unfälle mit Personenschäden ereignet haben. (Foto: Jim Albright (links)/Unfallatlas (Statistische Ämter des Bundes und der Länder))
Der Unfallatlas der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder zeigt genau, wo sich in Ansbach Unfälle mit Personenschäden ereignet haben. (Foto: Jim Albright (links)/Unfallatlas (Statistische Ämter des Bundes und der Länder))

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Planungsbüro erarbeitete zwei Varianten

Ein von der Stadt Ansbach beauftragtes Ingenieurbüro hat mittlerweile zwei Varianten für den Kreuzungsumbau mit Ampelanlage erarbeitet, wie Angelika Ruis von der Verwaltung im Bauausschuss berichtete. In der ersten Variante ist die Kreuzung ohne Querungshilfe vorgesehen. Dies würde dazu führen, dass Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radelnde einen Weg von etwa 18,25 Meter zurücklegen müssten, um die vierspurige Bundesstraße zu queren. Dies kann nach den Worten von Angelika Ruis zu langen Wartezeiten an der Ampel und in den Stoßzeiten zu langen Staus führen.

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In der zweiten Variante ist eine Querungshilfe vorgesehen. Dadurch würde sich die Weglänge auf rund 11,50 Meter verringern, was auch kürzere Wartezeiten an der Ampel bedeuten würde. Gleichwohl wäre in diesem Fall der Flächenbedarf etwas höher. Unter anderem aus Sicherheitsgründen empfahlen die Stadtverwaltung und auch das Staatliche Bauamt, sich für die zweite Variante zu entscheiden, wie Angelika Ruis weiter berichtete.

Grunderwerb als möglicher Knackpunkt

Wie viel der Bau der Kreuzung kosten wird, steht derzeit noch nicht fest. Eine Kostenschätzung liegt noch nicht vor. Im Grunde kann dies der Stadt auch relativ egal sein. Da man mit den Anschlüssen der Hochstraße und der Rummelsberger Straße unter der Bagatellgrenze liegt, muss das Staatliche Bauamt alle anfallenden Kosten übernehmen. Allerdings muss die Stadt den Betrag vorfinanzieren.

Zu 100 Prozent in trockenen Tüchern ist das Vorhaben indes noch nicht. Für den Umbau ist auch ein Grunderwerb notwendig. Die Vergangenheit hat nicht nur in Ansbach gezeigt, dass der Kauf von Flächen durchaus schwierig sein kann. „Das kann nochmal der Knackpunkt werden”, merkte Oberbürgermeister Thomas Deffner (CSU) an. Am Verlauf der Verhandlungen hängt auch der Baubeginn, der nach derzeitigem Stand für 2026 geplant ist.

Grundsätzlich zeigte sich der Oberbürgermeister aber froh darüber, eine Planung für ein „jahrzehntelanges Ärgernis” zu haben. So sahen es auch die Mitglieder des Bauausschusses. Sie gaben eine einstimmige Empfehlung an den Stadtrat ab, der vorgelegten Planung mit Querungshilfe zuzustimmen.


Florian Schwab
Florian Schwab
Redakteur
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