Hoher Besuch war mit Staatsministerin Michaela Kaniber nach Ipsheim gekommen – nicht nur, um den Ipsheimer Panoramablick einzuweihen, sondern um mit diesem das 10.000. Regionalbudget-Kleinprojekt zu feiern. Dafür hatten Landrat Dr. Christian von Dobschütz und einige Bürgermeisterinnen und Bürgermeister extra ihren Ausflug unterbrochen.
Nach dem Festakt schlossen sich der Landkreischef und die Bürgermeistergruppe, deren Kommunen den Kommunalen Allianzen NeuStadt und Land, Aurach-Zenn und A7-Franken-West angehören, wieder ihren Kolleginnen und Kollegen bei der Rundtour der Bürgermeister, organisiert vom Landkreis, an. Der Ipsheimer Bürgermeister Stefan Schmidt freute sich, hoch oben in den Weinbergen eine große Gästeschar begrüßen zu dürfen – allen voran Michaela Kaniber, bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus.
Natürlich fehlten an diesem besonderen Tag auch einige Hoheiten nicht. Willkommen heißen konnte Schmidt neben der Ipsheimer Weinkönigin Lara Schönleben auch einige ihrer Kolleginnen, unter ihnen die fränkische Weinkönigin Antonia Kraiß.
Dass man nun die Einweihung des Panoramablicks feiern darf, liege an den richtigen Weichenstellungen, die in der Vergangenheit für die Marktgemeinde gestellt worden seien, so Schmidt. Sein Dank ging an Altbürgermeister Paul Ruhl und den Ehrenvorsitzenden des Weinbauvereins Rudolf Fähnlein. Nach der Neuanlage der Weinberge im Rahmen der Flurbereinigung und durch den Bau des Bewirtungshauses sei der Grundstein für den Weintourismus im Ort gelegt worden. Der Erhalt der Bahn und der Haltepunkt im Ort, für den sich der ehemalige Landtagsabgeordnete Hans Herold starkgemacht hatte, tragen für Schmidt ebenfalls zum Erfolg bei.
Positiv sei auch die Bildung der Kommunalen Allianz NeuStadt und Land gewesen. Gemeinsam und interkommunal stelle man sich den Herausforderungen, überwinde Kirchturmdenken und bündele Stärken – ein Punkt, den auch andere Redner ansprachen. Seitens der Regierung wurden die Weichen gestellt. Das Amt für Ländliche Entwicklung habe den Allianzen bei der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) geholfen, bürgernahe Kleinprojekte unbürokratisch umzusetzen. Damit verbunden war immer das Ziel, die Lebensqualität und Attraktivität auf dem Land zu stärken. „Dank des Regionalbudgets kann man Großes im Kleinen bewegen.”
Dank sagte der Ipsheimer Bürgermeister den Mitwirkenden, den Ämtern und Michaela Kaniber. Die spielte den Ball an die vielen Aktiven zurück, die zum Gelingen beitragen. Nur mit Heimatliebe im Herzen und vielen Menschen könne man Heimat gestalten, sagte sie. Ihr sei es wichtig, die ländliche Region von ganzem Herzen zu unterstützen. Sie würdigte ebenfalls, dass im Rahmen des Regionalbudgets kleine Projekte mit großer Wirkung realisiert werden können. Die Fördersumme für diese liege je Projekt zwischen 500 und 10.000 Euro.
Nicht nur Gemeinden, auch Vereine und Privatleute könnten für ein gemeinnütziges Kleinprojekt eine Förderung beantragen. Die Ministerin würdigte das Engagement der vielen Ehrenamtlichen. „Sie machen mehr als sie müssen, sie helfen mit, gestalten, tun etwas für die Gemeinschaft.” Das Regionalbudget sei eine Erfolgsgeschichte. Es werde dabei das umgesetzt, was die Leute vor Ort brauchen, unbürokratisch und effektiv. Seit 2020 wurden rund 50 Millionen Euro an Förderungen über die ILE vergeben. Jährlich werden zirka 2000 Projekte bedacht.
Mit Blick auf den Ipsheimer Panoramablick merkte Kaniber an, dass es sich dabei um mehr als einen Stahlrahmen nebst Sitzbank mit Blick auf eine schöne Landschaft handelt – zu sehen sei auch, was die Ipsheimerinnen und Ipsheimer über die Jahrhunderte geschaffen haben. Gäste werden eingeladen, hier Fotos zu machen, private Momente festzuhalten. Es sei ferner ein weiteres Highlight für den Tourismus.
Dem stimmte Landrat Dr. Christian von Dobschütz zu. Der Landkreis sei ein wunderbarer Lebensraum, mit hoher Lebensqualität. Auch er war voll des Lobes für das Regionalbudget, das viele Projekte ermögliche, die man ansonsten nicht realisieren könne.
Gefördert würden Vorhaben, die die Menschen in ihrem Alltag wahrnehmen, sie zusammenführen und die nachhaltig sind. Dass die neueste Errungenschaft für die Weinberge Menschen anzieht, da waren sich auch Ipsheims Weinkönigin Lara Schönleben und der Vorsitzende des örtlichen Weinbauvereins, Stefan Eber, sicher. Der Panoramablick werde ein Magnet für Gäste und Einheimische, dort werde Weinbau sichtbar als landwirtschaftliches und kulturelles Gut, so Schönleben. Kurz ging sie zudem auf die Geschichte der Weinberge und des Weinbaus ein, der heute modern und standortgerecht betrieben werde.
Der diesjährige Wein-Jahrgang werde qualitativ hochwertig, sagte die Hoheit. Stefan Eber hob hervor, dass man einiges getan habe, damit sich die Weinberge bei Touristen großer Beliebtheit erfreuen. Es sei wichtig, einen Mehrwert für die Gäste zu erzeugen. Die seien voll des Lobes. Nun ist man stolz, dass das 10.000. Regional-Kleinprojekt in Ipsheim eingeweiht wurde – ein weiterer Gewinn für alle.