Wer Investmentbetrügern auf den Leim gegangen ist, sucht oft verzweifelt nach Möglichkeiten, das verlorene Kapital zurückzuholen. Das nutzen dieselben oder auch andere Betrüger aus, um die verzweifelten Opfer wieder in die Falle zu locken, warnt die Verbraucherzentrale Hessen. Diese Masche nennt sich Recovery Scam.
Wer schon einmal Betrugsopfer geworden ist, ist den Angaben zufolge besonders anfällig für weiteren Betrug. Dahinter stehe die Hoffnung, das etwa durch Fake-Krypto-Investments verlorene Geld vielleicht doch noch zurückzubekommen. Mit diesem Ziel vor Augen schlagen viele Betroffene alle Warnsignale in den Wind.
Je nach Tätergruppe gibt es zwei verschiedene Vorgehensweisen:
Ganz gleich, um welche Tätergruppe es sich handelt: Die Betrüger behaupten früher oder später immer, das Geld entdeckt zu haben und halten die Opfer dann mit Rückerstattungsversprechen bei der Stange.
Dann geht es um den eigentlichen, zweiten Betrug: eine zu leistende Vorabzahlung für angeblich fällige Steuern, Gebühren oder Bearbeitungskosten. Nach der Zahlung soll man sein verloren geglaubtes Geld zurückerhalten. Doch das passiert natürlich nicht - und die vermeintlichen Helfer sind über alle Berge.
Die Verbraucherzentrale gibt zum Schutz vor Recovery Scam folgende Tipps:
Und ganz wichtig: Erfolgten Betrug aber auch Betrugsversuchen anzeigen - bei der örtlichen Polizei auf der Onlinewache des eigenen Bundeslandes.
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