Inklusionscafé, Eiswiese und mehr: Viele Anliegen im Rothenburger Gemeinschaftsrat | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 13.11.2025 11:43

Inklusionscafé, Eiswiese und mehr: Viele Anliegen im Rothenburger Gemeinschaftsrat

Am Mehrgenerationen-Parcours im Bezoldweg tut sich etwas. Eine Feinstaubmessung ist derweil nicht geplant. (Foto: Karl-Heinz Gisbertz)
Am Mehrgenerationen-Parcours im Bezoldweg tut sich etwas. Eine Feinstaubmessung ist derweil nicht geplant. (Foto: Karl-Heinz Gisbertz)
Am Mehrgenerationen-Parcours im Bezoldweg tut sich etwas. Eine Feinstaubmessung ist derweil nicht geplant. (Foto: Karl-Heinz Gisbertz)

In der Sitzung des Gemeinschaftsrates in Rothenburg wurden die Berichte der fünf Einzelbeiräte besprochen und Fragen beantwortet. Die wichtigsten Themen: Zuschüsse, die Eiswiese, Grüngut, Kinderbetreuung und der Bürgerbus.

Der Familienbeirat erinnerte an das Spielplatzfest im Juli in der Schillerstraße. Die dabei eingegangenen Spenden sollen für eine Sitzgarnitur mit Tisch verwendet werden. Die im Rahmen des Ferienprogramms mit dem Landesvogelschutzbund geplanten Aktionen mussten aus gesundheitlichen Gründen abgesagt werden. Sehr gut angenommen wurden die Angebote beim Fest der Vielfalt. Das vom Familienbeirat initiierte Rothenburger Wimmelbuch nimmt langsam Gestalt an. Die vom Gemeinschaftsbeirat geförderte Anzeige im Deutschen Ärzteblatt, mit dem Ziel, Ärztinnen und Ärzte im Bereich Gynäkologie und Pädiatrie zu gewinnen, wurde im Oktober geschaltet.

Durch die Moschee und Jakobskirche

Vom Migrationsbeirat wurde über die Aktivitäten beim Fest der Vielfalt im September berichtet. Neben den vielseitigen Bastelarbeiten kam auch der kulturelle Austausch sowohl für Kinder als auch für Erwachsene nicht zu kurz. Im Rahmen der interkulturellen Wochen gibt es am Sonntag, 16. November, eine Führung durch die Jakobskirche und die Moschee mit Pfarrer Dr. Oliver Gußmann.

Über mangelnde Teilnahme an den regelmäßigen Veranstaltungen kann sich der Seniorenbeirat nicht beklagen. Zuletzt ging es um das Thema Patientenverfügung und Vollmacht. Weitere Kurse zur Auffrischung der Ersten Hilfe sind für die Monate November und Januar geplant. Der Seniorennachmittag der Stadt wird am Faschingsdienstag, 17. Februar 2026, stattfinden.

Biergartentreff im Rothenburger Wildbad

Während der Sommermonate fanden die Biergartentreffs im Wildbad und das Boule-Spielen am Kinderspielplatz Philosophenweg statt. Im 14-tägigen Rhythmus werden immer dienstags der Mittagstisch und das Kegeln am Hallenbad angeboten. In der Bücherei gibt es in Kooperation mit der Volkshochschule jeden zweiten Monat am Dienstag von 10 bis 12 Uhr eine Smartphone-Sprechstunde.

Das könnte Sie auch interessieren
Wassertrüdinger CSU reflektiert Wahl: Weniger Sitze, aber weiter stärkste FraktionInsinger Gemeinderat startet: Ein Neuer wird gleich zweiter BürgermeisterPersonelle Neuausrichtung beim Bürgerbündnis Stadt und Land WassertrüdingenAbschied und Willkommen im Gemeinderat Ohrenbach: Fünf Neugewählte vereidigtGedenktafel an den Theologen Friedrich Dörr in Wolframs-Eschenbach enthülltBeim Dorfgemeinschaftshaus Oberscheckenbach hat der Feuerwehrteil PrioritätIn Wettringen werden fünf neue Mitglieder des Gemeinderates vereidigt„Fang mer ou”: Die neue Rathauschefin von Geslau legt mit einem Mundartsatz losVier Stunden lang vereidigt und diskutiert: Das ist der neue Uffenheimer StadtratDer neue Neustädter Kreistag gibt seinen Ausschüssen mehr MachtGroße Verabschiedungsfeier für Bürgermeister Karl Fickel in GerolfingenMitteilung statt Beschluss: Keine Abstimmung über Bauantrag für Roßmühlen-ProjektVerabschiedung von Rothenburger Stadträten: 282 Jahre ErfahrungViel Applaus und Standing Ovations für ehemalige Stadtratsmitglieder in RothenburgThomas Härpfer vom Stellvertreter-Posten in Leutershausen verabschiedet

Der Inklusionsbeirat lud im Juli zu einer Lesung zum Thema „Wort-Erfinder und Sprach-Verdichter“ im Rahmen des Festivals „Rothenburg ist Bunt“ ein. Ein großes Projekt der Zukunft ist ein „Inklusionscafé“ in Zusammenarbeit mit der Diakonie und anderen Partnern. Bis jetzt sei allerdings kein passendes Gebäude gefunden worden.

Der Jugendbeirat berichtete über die große Bereitschaft der Jugendlichen, Eigenleistung beim geplanten Dirt- und Bikepark einzubringen. Als Standort ist der Siechhausweg vorgesehen. Verschiedene Teams kümmern sich um Fachfirmen, Sicherheit, TÜV und Versicherung. Damit ist der Jugendbeirat in die konkrete Planungsphase eingestiegen. Der Erlös der für die am 13. Dezember geplante Versteigerung von Fundsachen soll vollständig in das Projekt mit einfließen.

„Bubble Soccer” als großer Erfolg im Sommer

Mit einem „Bubble Soccer“ als besonderer Attraktion sei die Spielstraße beim Sommerferienprogramm ein voller Erfolg geworden. Beim Skatepark an der Sporthalle gebe es noch Potenzial für Verbesserungen. Eine bessere Nutzung in den Abendstunden hat die Stadt bereits mit der Installation eines neuen Lichtmastes ermöglicht. Der Bolzplatz an der Laiblestraße wurde ebenfalls von der Stadt mit einem widerstandsfähigen Spiel- und Sportrasen neu eingesät.

Für den Besuch der Tauber-Philharmonie in Weikersheim erhält der Seniorenbeirat einen Zuschuss bis zu 700 Euro zur Deckung der Buskosten. Ebenfalls einstimmig beschloss der Gemeinschaftsbeirat, dem Seniorenbeirat Erstattungen für das Seniorenfrühstück im Wildbad und im Ochsen zu genehmigen. Aus dem Budget des Gemeinschaftsbeirates werden auch zwei Rechnungen über rund 64 Euro für die Homepage des Seniorenbeirates beglichen. Die Leihgebühren für das Bubble-Soccer-Set des Kreisjugendringes beim Sommerferienprogramm des Jugendbeirates werden nach einem einstimmigen Beschluss vom Gemeinschaftsrat übernommen.

Reichen die Betreuungsplätze in den Kitas?

Vom Familienbeirat kam die Anfrage, ob die Betreuungsplätze in den Kindertagesstätten noch reichen. „Es gibt aktuell genügend Plätze in allen Bereichen“, so Naser. Die Bestandshäuser, die der evangelischen Kirche gehören, müssen nach und nach saniert werden.

Die Stadt priorisiere den Kindergarten-Neubau im Baugebiet Himmelweiher und die Sanierung des Kindergartens im Alten Stadtgraben. Wahrscheinlich werden entsprechende Mittel in den Haushalt für 2027 aufgenommen werden können.

Der Gemeinschaftsrat braucht dringend einen Raum zum Lagern und Aufbewahren mit barrierefreiem Zugang. Ein Vorschlag aus der Runde nannte das Hegereiterhaus als Option. Stadträtin Silke Sagmeister-Eberlein (CSU) entgegnete jedoch: „Das Hegereiterhaus ist keine Abstellkammer.“

E-Fahrzeug nicht möglich

Beim Thema Bürgerbus teilte OB Naser mit, dass wegen der geringen Reichweite keine Elektrofahrzeuge in Frage kämen. „Die technischen Voraussetzungen fehlen.“ Er bat um Verständnis dafür, dass der Radius der Bürgerbusse auf die Gemeinden der ILE-Region beschränkt bleiben müsse. Bei einem Unfall müssen die ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer keinen Rabattverlust bei ihrer eigenen Versicherung befürchten.

„Wie sind denn die Erfahrungen bei der Grüngut-Entsorgung?“, wurde außerdem gefragt. Der Oberbürgermeister antwortete: „Die Müllmenge konnte halbiert werden. Die größten Beschwerden kamen von denen, die bis jetzt von außerhalb ihr Grüngut bei uns abgelagert haben. Es hat sich alles sehr gut eingespielt. Änderungen am System sind nicht geplant.“

Vom Seniorenbeirat kam die Anfrage, ob für den Mehrgenerationen-Parcours am Bezoldweg eine Feinstaubmessung durchgeführt werden sollte. Naser antwortete, dass eine solche wegen der geringen Belastung für die Stadt nicht angezeigt ist. Der Jugendbeirat beantragt die Förderung für ein barrierefreies Bodentrampolin beim Regionalbudget. Von den Kosten in Höhe von 13.000 Euro könnte ein Zuschuss von 10.000 Euro kommen. Der Gemeinschaftsbeirat wird der Restbetrag zur Verfügung stellen. Die nächste Sitzung des Gemeinschaftsrates findet erst nach der Kommunalwahl im Frühjahr 2026 statt.

Eiswiese theoretisch wieder nutzbar

Im Gespräch mit Oberbürgermeister Dr. Markus Naser und Mitgliedern des Stadtrates kam vom Jugendbeirat das Thema Eiswiese nochmals zur Sprache. Der Oberbürgermeister stellte grundsätzlich fest, dass zwei Faktoren immer entscheidend seien: die Niederschläge und die Kälte. Es seien bereits Gespräche mit Anliegenden und mit einer Fachfirma geführt worden, um mehr Wasser Richtung Eiswiese zu bringen.

Größer wird die Eisfläche auf der Eiswiese diesen Winter wohl nicht mehr werden. Sie bleibt grün – und Schlittschuhlaufen ist nicht möglich. (Foto: Clarissa Kleinschrot)
Größer wird die Eisfläche auf der Eiswiese diesen Winter wohl nicht mehr werden. Sie bleibt grün – und Schlittschuhlaufen ist nicht möglich. (Foto: Clarissa Kleinschrot)

Schlittschuhlaufen in Rothenburg: Eiswiese als Standort für immer passé?

Die Fläche an der Barbarossabrücke wurde nicht geflutet – und wird das auch in Zukunft wohl nicht mehr. Zu Alternativen macht die Stadt vage Andeutungen.
21.01.2025 18:10
query_builder3min

Auch der Einsatz einer mobilen Eisbahn sei angedacht. „Die Stadt stellt auf jeden Fall den Platz zur Verfügung. Aber in diesem Winter klappt es nicht mehr“, so der Oberbürgermeister. Im Stadtrat wurde über die Angelegenheit inzwischen ebenfalls gesprochen. Demnach sei, wie Stadtbaudirektor Michael Knappe betonte, die Eiswiese inzwischen wieder so weit ertüchtigt, dass sie geflutet werden und damit bei entsprechenden Temperaturen zufrieren könne.

Wegen einer möglichen Kunsteisbahn im Altstadtumgriff sei mit einem möglichen Betreiber gesprochen worden. Da werde im Winter 2025/26 aber nichts gehen, eventuell im Winter darauf. Zweiter Bürgermeister Dieter Kölle sprach sich für eine stadtnahe Eislaufmöglichkeit aus.


Von KARL-HEINZ GISBERTZ
north