In Scheinfeld wird der Jedermann modern | FLZ.de

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Veröffentlicht am 24.02.2024 08:00

In Scheinfeld wird der Jedermann modern

Für die „Jedermann“-Inszenierung proben Regisseur Andreas Satzinger (im Vordergrund) und die Ensembles der Passionsspielgemeinschaft Scheinfeld und der Studiobühne Erlangen im Elisabeth-Saal von Kloster Schwarzenberg. Jedermann (Jaap Swaminathan, auf dem Tisch sitzend) und seine Mitspieler lauschen den Anweisungen. (Foto: Andreas Reum)
Für die „Jedermann“-Inszenierung proben Regisseur Andreas Satzinger (im Vordergrund) und die Ensembles der Passionsspielgemeinschaft Scheinfeld und der Studiobühne Erlangen im Elisabeth-Saal von Kloster Schwarzenberg. Jedermann (Jaap Swaminathan, auf dem Tisch sitzend) und seine Mitspieler lauschen den Anweisungen. (Foto: Andreas Reum)
Für die „Jedermann“-Inszenierung proben Regisseur Andreas Satzinger (im Vordergrund) und die Ensembles der Passionsspielgemeinschaft Scheinfeld und der Studiobühne Erlangen im Elisabeth-Saal von Kloster Schwarzenberg. Jedermann (Jaap Swaminathan, auf dem Tisch sitzend) und seine Mitspieler lauschen den Anweisungen. (Foto: Andreas Reum)

Worauf kommt es an im Leben? Diese Frage geht jedermann an. Sind es Reichtum und Macht? Ist es all das, was man selbst geschaffen hat? Ist es die Liebe, ist es der Glaube? Die Suche nach der Antwort ist ein Fall für die Theaterbühne, fand Hugo von Hofmannsthal und schrieb seinen berühmten „Jedermann“.

Die Passionsspielgemeinschaft Scheinfeld (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) widmet sich heuer diesem „Spiel vom Sterben des reichen Mannes“, wie das Stück im Untertitel heißt. Das Laienensemble setzt dabei erstmals auf eine Kooperation mit der Studiobühne Erlangen.

Termine für Scheinfeld und Burghaslach stehen bereits fest, für Erlangen noch nicht

Im Sommer, am 29. und 30. Juni soll der „Jedermann“ im Klostergarten der Schwarzenberger Franziskaner aufgeführt werden, drei Wochen später, am 20. und 21. Juli, dann auch im Bibelgarten der Baumschule in Burghaslach (Spielbeginn jeweils um 19 Uhr). Auch in Erlangen soll das Stück zu sehen sein; dafür stehen jedoch noch kein genauer Ort und Termin fest.

Seit Jahresanfang haben die Proben Fahrt aufgenommen, zunächst mit kleineren Szenen. In den Faschingsferien traf sich erstmals die gesamte Gruppe für jene Passagen, in denen das ganze oder fast das ganze Personal benötigt wird.

Auch Karl-Heinz Guhr inszenierte das Stück schon einmal

Hofmannsthals Kultstück, das in seinen Salzburger Inszenierungen regelmäßig internationale Aufmerksamkeit weckt, war auch das letzte große Projekt des Passionsspielgemeinschaft-Gründers Karl-Heinz Guhr. Das war vor 19 Jahren, und Andreas Satzinger war damals bereits mit von der Partie.

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Während Guhr aber auf eine nah am Original gelegene Interpretation achtete, hat sich Satzinger als Regisseur eine deutlich modernisierte Version des inhaltlich zeitlosen Stücks vorgenommen, freilich unter Beibehaltung des christlichen Akzents. Zur Seite stehen Satzinger dabei die bewährte Passionsspielerkraft Eva Hoffmann als Regieassistentin und seitens der Erlanger Studiobühne Katharina Schliedermann als Dramaturgin. Schliedermann übernimmt auch zwei kleinere Rollen als Richter und als Angestellte.

Die Zusammenarbeit mit den Erlanger Schauspielkollegen kam durch personelle Überschneidungen zustande. So ist etwa Satzinger, der bei den Passionsspielen zuletzt – 2022 – in der Hauptrolle des Jesus zu sehen war, inzwischen auch bei der Studiobühne Ensemblemitglied.

Jaap Swaminathan in der Titelrolle

In die Titelrolle des Jedermann schlüpft Jaap Swaminathan. Er ist schon seit Längerem Mitglied der Studiobühne und seit geraumer Zeit auch der Passionsspielgemeinschaft. Die Buhlschaft spielt Tanja Jordan, den Tod Steve Sträßer, der auch die Aufgabe als Vorsänger übernimmt. Die Rollen als Gott und auch als Teufel werden von Helga Haupert-Mergenhagen übernommen, der gute Gesell von Siegfried Finster.

Monika Finster spielt Jedermanns Mutter, in die Rollen der beiden Vettern schlüpfen Stefan Jordan und Elvira Amtmann, und der Mammon wird vom Passionsspielgemeinschaft-Vorsitzenden Max Wechsler gemimt.

Aus den Reihen der Studiobühne Erlangen schlüpft Patrick Vogel in die Rollen als armer Nachbar und als Vollstrecker, Mirjam Novak spielt die Frau des Schuldknechts und einen Gast. Die Werke übernimmt Alexandra Soltysik, den Glauben Marlene Senska; beide sind auch als Bettler zu sehen.

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