In Rothenburg wird der 30-jährige Krieg nachgestellt | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 12.11.2025 12:00

In Rothenburg wird der 30-jährige Krieg nachgestellt

40 Schauspielerinnen und Schauspieler des Festspiels sind an dem Museumsprojekt beteiligt. Es wird vom Bayerischen Staatsministerium gefördert. (Foto: Meistertrunk/Matthias Schmid)
40 Schauspielerinnen und Schauspieler des Festspiels sind an dem Museumsprojekt beteiligt. Es wird vom Bayerischen Staatsministerium gefördert. (Foto: Meistertrunk/Matthias Schmid)
40 Schauspielerinnen und Schauspieler des Festspiels sind an dem Museumsprojekt beteiligt. Es wird vom Bayerischen Staatsministerium gefördert. (Foto: Meistertrunk/Matthias Schmid)

Im Historiengewölbe hat ein neues Museumsformat Premiere gefeiert: „Rothenburg. Anno 1631” ermöglichte mit Schauspieltalent und vier geführten Rundgängen rund 50 Gästen einen ersten Blick in das neue immersive Geschichtserlebnis.

Die Besucherinnen und Besucher tauchten dabei in das Rothenburg der Zeit des Dreißigjährigen Kriegs ein. Unter ihnen: Landrat Dr. Jürgen Ludwig, Oberbürgermeister Dr. Markus Naser sowie Vertreterinnen und Vertreter des Stadtrats, die das Engagement des Vereins Historisches Festspiel „Der Meistertrunk” würdigten, heißt es in einer Pressemitteilung.

Durchweg positive Resonanz

Die Resonanz sei durchweg positiv gewesen: Lachen, Tränen und Gänsehaut begleiteten die Premiere. „Wir möchten Geschichte nicht nur erzählen, sondern erlebbar machen – mitten in Rothenburg und mitten in unserem historischen Erbe”, wird der Vereinsvorsitzende Martin Wegele in der Mitteilung zitiert. „Die Premiere war ein wunderbarer erster Schritt und zeigt, wie viel Leidenschaft und Engagement in diesem Projekt steckt”, so Laura Roeder Gonzalez, stellvertretende Vorsitzende. „Sie spielen diese Rollen so beeindruckend – sodass man verstehen kann, wie es den Menschen damals ging”, sagte Landrat Dr. Jürgen Ludwig bei der Premiere.

Das Projekt lasse das Rothenburg des Jahres 1631 lebendig werden. In sieben unterschiedlichen Szenen treffen die Gäste auf um den richtigen Glauben und die Zukunft ringende Ratsmitglieder, auf Söldner und Kroaten, auf Quacksalber sowie auf mutige Frauen, die für ihr Schicksal einstehen. Die Rollen werden von 40 Vereinsmitgliedern besetzt und durch zwei wortgewandte Erzähler eingeordnet, heißt es von Seiten des Vereins.

Realistische Darstellungen, Interaktion und historische Einordnung schaffen „einen unmittelbaren Zugang zur Vergangenheit und rücken die Geschichte Rothenburgs in ein neues Licht”. Für dieses Konzept der interaktiven Geschichtsvermittlung erhält der Verein als eine von sieben bayerischen Initiativen eine Förderung des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen und für Heimat im Rahmen des Programms „Heimat.Engagiert” 2025.

Das könnte Sie auch interessieren
Saisonstart in Rothenburg: Was das Toppler-Theater mit einem Jeep zu tun hatWaschmaschine für Kreuzgang-Ensemble: Praktische Hilfe vom FördervereinLandestheater Dinkelsbühl: „Kohlhiesls Töchter“ mit Musik und HintersinnHeimatmuseum Dietenhofen wirbt für gemeinsame Großeltern-Enkelkind-BesucheUnmut über die Gastronomie in den drei Gasthäusern im Freilandmuseum Bad WindsheimTheaterspaziergang der Kreuzgangspiele: Spannende Ecken und nahes SchauspielBesuch aus Südbrasilien: Lustige Volkstanzgruppe Bergtal kommt nach FeuchtwangenAusstellung in Bad Windsheim zeigt, wie es in mittelalterlichen Spitälern zugingHöhere Preise beim Landestheater Dinkelsbühl: Mehrkosten durch neues TicketsystemPremiere für Feuchtwanger Bürgermeister: Erste Begrüßung des Kreuzgang-EnsemblesHeimat-Erlebnistag im Kreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim: Was Familien geboten ist100 rote Raritäten: Spielzeugmuseum Sugenheim zeigt seltene FeuerwehrautosBald ein eigenes Theaterhäuschen in Burgoberbach? Der TuK träumt davonDas Dinkelsbühler Landestheater startet mit Zuversicht in die SommerfestspieleDer Feuchtwanger „Festspielfrühling” stimmt auf die Kreuzgangspiele ein

Kulturelles Angebot erweitert

Mit dem lebendigen Museum erweitere der Verein das kulturelle Angebot der Stadt und stärke touristische Attraktivität, Traditionspflege und ehrenamtliches Engagement, heißt es in der Mitteilung weiter. Er knüpfe an die lange Geschichte der beliebten Festspieltradition an und führe sie in ein neues Format.

Szenenausschnitte aus dem Schauspiel sind am Freitag, 21. November, bei der Langen Nacht der Rothenburger Museen zu sehen. Am Samstag, 22. November, werden außerdem reguläre Führungen angeboten. Weitere Termine für das Jahr 2026 sind dem Verein zufolge in Vorbereitung.


Von sim
north