„Erinnerung ist wichtig gegen Haltlosigkeit”, sagte Dekan Harald Sassik am Sonntag bei der Gedenkfeier anlässlich des Volkstrauertages im Burggarten.
Der Volkstrauertag ist ein Tag, um die Erinnerung zu stärken. Ursprünglich initiiert für die im Ersten Weltkrieg gestorbenen Soldaten, ist er mittlerweile ein Gedenktag für Gewaltopfer aller Nationen. Und gleichzeitig ein Tag, der zu Versöhnung, Verständigung und Frieden mahnt.
2025 jähre sich das Ende des Zweiten Weltkriegs zum 80. Mal, so Sassik. Das bedeute auch 80 Jahre Frieden. Heute sorge er sich weniger um das Stadtbild als vielmehr um das Menschenbild, sagte er, und mahnte zu „Respekt und Wertschätzung für jeden Menschen”.
Zahlreiche Menschen waren in den Burggarten gekommen und nahmen gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern von Stadt, Stadtrat, Institutionen und Vereinen an der Gedenkfeier teil. Dabei verlas Oberbürgermeister Dr. Markus Naser das offizielle Totengedenken des Bundespräsidenten. Frank-Walter Steinmeier hat es in diesem Jahr um zwei Gruppen erweitert: So wird in diesem Jahr auch der Menschen gedacht, die während des Nationalsozialismus wegen ihrer geschlechtlichen oder sexuellen Identität verfolgt und getötet wurden sowie der im Einsatz getöteten Polizistinnen und Polizisten.
Musikalisch wurde die Gedenkfeier vom Stadt- und Jugendblasorchester begleitet. Die Kränze wurden anschließend in der Blasiuskapelle im Burggarten niedergelegt: vom Sozialverband VdK, dem THW, dem BRK, der Freiwilligen Feuerwehr, dem TSV 2000, der Reservistenkameradschaft sowie von der Stadt Rothenburg.