In Reinhardshofen ist die Friedhofsmauer sanierungsreif | FLZ.de

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Veröffentlicht am 17.06.2025 18:08

In Reinhardshofen ist die Friedhofsmauer sanierungsreif

Die Kirchhofmauer im Gutenstettener Ortsteil Reinhardshofen ist in einem schlechten Zustand und muss dringend saniert werden. Geplant ist, dass die Arbeiten im Sommer losgehen. (Foto: Ute Niephaus)
Die Kirchhofmauer im Gutenstettener Ortsteil Reinhardshofen ist in einem schlechten Zustand und muss dringend saniert werden. Geplant ist, dass die Arbeiten im Sommer losgehen. (Foto: Ute Niephaus)
Die Kirchhofmauer im Gutenstettener Ortsteil Reinhardshofen ist in einem schlechten Zustand und muss dringend saniert werden. Geplant ist, dass die Arbeiten im Sommer losgehen. (Foto: Ute Niephaus)

Die Kirchhofmauer in Reinhardshofen (Gemeinde Gutenstetten) ist in einem schlechten Zustand. Das ist auch für Laien erkennbar. An vielen Stellen sind Stücke aus der Sandsteinmauer gebrochen. Nun soll sie instandgesetzt werden. Die Kosten dafür liegen laut Ausschreibung bei rund 242.000 Euro plus Architektenhonorar.

Dies teilt Pfarrer Sebastian Schultheiß im Rahmen eines Gesprächs mit unserer Zeitung mit. Beim Rundgang zeigte er auf Mauerstücke, die in der Vergangenheit schon einmal repariert worden waren. Backsteine wurden eingefügt. Damals hatten die Arbeiter allerdings den falschen Mörtel verwendet, führt der Geistliche aus. Der Bewuchs habe mit der Zeit das Mauerwerk geschädigt, aber auch Wasser und der Erddruck hätten darauf eingewirkt.

Denkmalschutz treibt die Kosten in die Höhe

Die Kirchhofmauer steht unter Denkmalschutz und wird unter diesen Gesichtspunkten saniert. Dies sei auch ein Grund für die hohen Kosten der Maßnahme, führt Schultheiß aus. Finanzmittel gibt es etwa von der Landeskirche (zirka 67.000 Euro) und von der Bayerischen Landesstiftung. Das Landesamt für Denkmalpflege gebe rund 3000 Euro dazu.

Eigenmittel der Kirchengemeinde werden darüber hinaus einfließen. Das Kirchgeld von 2024 bis 2026 soll zweckgebunden in den Topf für die Instandsetzung fließen. In diesen kommen auch die Rücklagen für das kirchliche Gemeindehaus. Durch dessen Verkauf werden sie für dieses Gebäude nun nicht mehr benötigt.

Die politische Gemeinde wolle 1800 Euro zur Mauersanierung beisteuern, der Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim und der der Bezirk wollten ebenfalls Geld dazugeben. „Das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) gibt insgesamt 80.000 Euro für die drei Bauabschnitte“, betont der Pfarrer und weist darauf hin, dass diese Summe der Höchstförderung entspricht.

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Nicht nur die Mauer ist marode, auch im Inneren der Filialkirche St. Kilian in Reinhardshofen besteht Handlungsbedarf, zeigt der Pfarrer beim Rundgang durch die hübsche Kirche. Unterhalb der Fenstersimse sind Risse erkennbar, an einigen Stellen bröckelt der Putz von der Wand. Erneuert werden müsste ferner die Elektrik, so der 41-Jährige.

„Der Kirchturm ist ebenfalls schlecht beieinander. Er wurde schon mit einem Stahlgerüst versteift.“ Das Holz am Turm verwittert. Nach einem Blitzeinschlag in der Turmkuppel sei das entstandene Loch mit einem schwarz eloxierten Blech provisorisch geschlossen worden – dies sei wichtig gewesen, stelle aber aber keine Dauerlösung dar, betont Schultheiß.

Großes Lob an die Dorfgemeinschaft

Ein ganz großes Dankeschön schickt Schultheiß an die rund 40 Freiwilligen, die den Hügel unterhalb der Mauer gerodet hatten, damit man besser an die Problemstellen gelangen kann. Die Dorfgemeinschaft in Reinhardshofen sei toll und „etwas ganz Besonderes“, hebt der Theologe hervor. Nun hofft er, dass die Mauersanierung im Sommer auch starten kann. Der Architektenplan steht. Die Genehmigungsverfahren selbst laufen schon eine ganze Weile.

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