In Neustadt zeigen Landratsamt und VdK Flagge gegen Gewalt an Frauen | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 25.11.2025 19:38

In Neustadt zeigen Landratsamt und VdK Flagge gegen Gewalt an Frauen

Die VdK-Frauen machten an einem Informationsstand auf dem Neustädter Marktplatz auf das Thema „Gewalt gegen Frauen” aufmerksam: v.l. Erika Prosch, Andrea Hahner, Lore Grau, Gerlinde Guggenberger und Gabriele Jakob (Foto: Nicole Gunkel)
Die VdK-Frauen machten an einem Informationsstand auf dem Neustädter Marktplatz auf das Thema „Gewalt gegen Frauen” aufmerksam: v.l. Erika Prosch, Andrea Hahner, Lore Grau, Gerlinde Guggenberger und Gabriele Jakob (Foto: Nicole Gunkel)
Die VdK-Frauen machten an einem Informationsstand auf dem Neustädter Marktplatz auf das Thema „Gewalt gegen Frauen” aufmerksam: v.l. Erika Prosch, Andrea Hahner, Lore Grau, Gerlinde Guggenberger und Gabriele Jakob (Foto: Nicole Gunkel)

Der Landkreis und die Frauen des VdK-Kreisverbands nehmen den weltweiten Aktionstag am 25. November, der auf die Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen soll, zum Anlass, um auf Angebote im Landkreis hinzuweisen. Zentral dabei ist der Frauennotruf.

Frische Orangen verteilten am Dienstag die Frauen des VdK-Kreisverbands auf dem Neustädter Marktplatz. Die Farbe Orange ist ein Symbol gegen Gewalt an Frauen, weshalb der Aktionstag auch „International Orange Day” heißt.

„Es ist keine allein”, betonte Gabriele Jakob, Vertreterin der Frauen im Vdk-Kreisverband. Am Marktplatz informierte sie mit weiteren Mitstreiterinnen in orangen Warnwesten über Anlaufstellen im Landkreis, kam mit Passantinnen ins Gespräch und verteilte Informationsbroschüren. „Wir hatten schon viele gute Gespräche. Auch junge Mädchen kamen „, resümierte Jakob. Es aber auch Frauen, die sich nicht an den Stand trauen, weil sie Angst haben, als Betroffene identifiziert zu werden, weiß Jakob.

Niemand soll beim Thema Gewalt wegschauen

Beim Thema Gewalt solle niemand wegschauen, ergänzte Erika Prosch. Vor vielen Jahren habe sie in ihrem Wohnhaus eine Nachbarin in Not erlebt, die in einem gewaltsamen Konflikt mit dem Partner verwickelt war. Prosch zeigte Zivilcourage und rief damals die Polizei. „Ich musste einfach handeln”, sagt sie.

Das Landratsamt hisste am Dienstag die Fahne mit der Aufschrift „Frei Leben – Ohne Gewalt“. Diese Aktion war 2001 vom Verein „Terre des Femmes“ ins Leben gerufen worden und hat sich seitdem zu einer bedeutenden Bewegung entwickelt. Jedes Jahr werden deshalb weltweit tausende von Flaggen in verschiedenen Sprachen gehisst, um ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen.

Das könnte Sie auch interessieren
Starkes Netzwerk: Stadt und Kreis Ansbach wollen gegen häusliche Gewalt vorgehenDie Fraktionen des Neustädter Kreistags hadern mit der BundespolitikRote Zahlen: Wo kann der Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim sparen?Jugendhilfeausschuss in Neustadt: Weniger Geld für mehr Krisen bei jungen MenschenAls Kleinkind in Pflegefamilie, später stirbt die Pflegemutter: Finn benötigt GeldInterkommunale Zusammenarbeit in Neustadt: Gemeinsam gegen den Bürokratie-WahnsinnAnsbach: Rote Schuhe als Zeichen gegen Gewalt an FrauenVerein Charityfloh aus Rügland spendet an Kampala Kids und das FrauenhausLandratsamt Neustadt/Aisch-Bad Windsheim: Neue Räume für verschiedene SachgebieteGegen Gewalt an Frauen: Rote Schuhe für Kunstinstallation in Ansbach gesuchtOberscheinfeld überzeugt mit einer klaren StrategieGeflügelpest im Aischgrund: Landratsamt gibt noch keine EntwarnungEhemann greift in Wassertrüdingen Frau an – die schlägt mit Nudelholz zuBlauzungenkrankheit im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim nachgewiesenMann wird in Feuchtwangen gewalttätig und geht auf Ex-Partnerin los

Unter dem diesjährigen Motto: „Ein starkes Netz gegen Partnerschaftsgewalt –#WegAusDerGewalt“ wollen die Initiatoren auf die oftmals ungehörte Problematik der häuslichen Gewalt aufmerksam machen. Wie das Landratsamt dazu schreibt, sei für die Mitarbeiterinnen des Frauennotrufs, Iris Regner und Sanja Knezevic, dieses Thema von besonders großer Bedeutung. Beide engagieren sich für die Unterstützung von Betroffenen und deren Angehörigen.

Anonyme und persönliche Beratung

Der Landkreis bietet umfassende Beratungsangebote, die sowohl anonym als auch persönlich in Anspruch genommen werden können. Der Frauennotruf ist täglich von 8 Uhr bis Mitternacht unter der Telefonnummer 09161/1213 erreichbar. Hier finden Betroffene ein offenes Ohr und Hilfe in schwierigen Zeiten.

Darüber hinaus sucht das Landratsamt kontinuierlich nach neuen Ehrenamtlichen, die bereit sind, den Telefondienst des Frauennotrufs zu unterstützen. Interessierte können sich unter 09161/922200 melden, um mehr Informationen über die ehrenamtliche Tätigkeit zu erhalten. Iris Regner betont: „Jede noch so kleine Hilfe ist wichtig, um gemeinsam gegen Gewalt an Frauen einzutreten“.


Von Nicole Gunkel [NICOLE GUNKEL] (n.gunkel@flz.de)
north