In Neuendettelsau sorgen die Schulpläne für Zündstoff | FLZ.de

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Veröffentlicht am 06.03.2024 11:00

In Neuendettelsau sorgen die Schulpläne für Zündstoff

Die Diskussionen über den geplanten Neubau der Grund- und Mittelschule Neuendettelsau haben Gräben zwischen Gemeinderat und Verwaltung sowie innerhalb des Gremiums offengelegt. (Archivbild: Diane Mayer)
Die Diskussionen über den geplanten Neubau der Grund- und Mittelschule Neuendettelsau haben Gräben zwischen Gemeinderat und Verwaltung sowie innerhalb des Gremiums offengelegt. (Archivbild: Diane Mayer)
Die Diskussionen über den geplanten Neubau der Grund- und Mittelschule Neuendettelsau haben Gräben zwischen Gemeinderat und Verwaltung sowie innerhalb des Gremiums offengelegt. (Archivbild: Diane Mayer)

Der Neubau der Grund- und Mittelschule fördert offenbar bestehende Gräben zu Tage – zwischen Verwaltung und Gemeinderat sowie im Gremium selbst. Jetzt äußert sich stellvertretender Bürgermeister Andreas Steinbauer zu dem Thema und fordert mehr Konstruktivität.

Dass der Gemeinderat auch mal Kritik an der Verwaltung äußert, ist für den stellvertretenden Bürgermeister Andreas Steinbauer kein Beinbruch. „Man darf nicht alles ungefragt hinnehmen“, macht er in einer Stellungnahme deutlich. Doch dabei „sollte stets der respektvolle Umgang in einem Gremium gewahrt bleiben“.

Vertrauensbruch moniert

Wenn Gemeinderäte von der Verwaltung vorgelegte Zahlen hinterfragen, ist das aus Steinbauers Sicht legitim. „Aber ist es konstruktiv, wenn man in öffentlicher Sitzung dem Bauamt, der Kämmerin und dem Verwaltungsleiter Lügen vorwirft? Ist es nicht ein eklatanter Vertrauensbruch, wenn man Zahlen als grundfalsch und manipuliert darstellt?“

Wenn ein einzelner Gemeinderat der Meinung ist, einem Architektenteam, Gutachtern und Bauingenieuren widersprechen zu müssen, kommt Steinbauer der Verdacht, dass Einzelinteressen vor das Gemeinwohl gestellt werden.

Der stellvertretende Bürgermeister macht sich in seiner Stellungnahme auch Gedanken, was die aktuelle Situation für die künftige Zusammenarbeit bedeutet. „Müssen wir nun alle zurückliegenden Entscheidungen auf Richtigkeit überprüfen, da die Zahlen von unserer Verwaltung ja getürkt waren? Können wir jemals wieder auf sie vertrauen?“ Und weiter: „Hat unser Bürgermeister diesen unfairen Dolchstoß verdient?“

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Persönliches zurückstellen

Für den Stellvertreter von Christoph Schmoll (SPD) ist klar, dass „wir uns alle wieder etwas zurücknehmen und Konstruktivität und Gemeinwohl achten sollten“. Persönliche Befindlichkeiten hätten im Gemeinderat nichts zu suchen. „Wir müssen unsere Kraft zum Wohle der Gemeinde fokussieren.“

Steinbauer ist nicht alleine mit seiner Ansicht, dass der Umgang miteinander etwas zu wünschen übrig lässt. Bereits während der Sitzung äußerten sich einige Gemeinderäte und auch die Verwaltung dazu. Geschäftsleiter Stefan Grün sprach von einem Misstrauen des Gremiums gegenüber der Verwaltung. Marcus Schomber (CSU) kritisierte, dass einige Gemeinderäte nullkommanull Vertrauen in die Verwaltung hätten. „So können wir nicht konstruktiv zusammenarbeiten.“

Georg Meier (Grüne) brachte seine Verwunderung zum Ausdruck ob der Schärfe, die in der Diskussion und in der Sitzungsvorlage enthalten sei. „Das habe ich die vergangenen zehn Jahre nicht erlebt.“ Gemeinderat Bernd Meyer (SPD) machte derweil deutlich, dass er sich aktuell schwer tue, den Umgang im Gremium auszuhalten.


Florian Schwab
Florian Schwab
Redakteur
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