In der Sitzung des Gemeinderates Gallmersgarten hatte sich die Runde einem Problem zu stellen, das in kleineren Kommunen ohne ein eigenes Feuerwehrauto mehr und mehr in den Vordergrund tritt. Ein Schlepper wird dort dringend gesucht.
Ein Tragkraftspritzenanhänger muss im Gallmersgartener Ortsteil Steinach/Ens (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) den Freiwilligen bislang im Alarmfall reichen. Dazu brauchen die Floriansjünger aber ein Zugfahrzeug, sprich einen Schlepper. Der ist nicht immer leicht zu finden. Um diese Misere zu beheben, hatte am 30. Oktober der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Steinach/Ens, Markus Kötzel, eine „Brandmail“ an Bürgermeister Michael Schlehlein und dessen Ratskollegen geschickt. Der Inhalt schilderte eine Situation, wie sie künftig häufiger droht.
Kötzel schrieb: „Seit einigen Jahren wird es immer öfter zum Problem, im Einsatzfall ein Zugfahrzeug für den vorhandenen Tragkraftspritzenanhänger zu bekommen. Bei der Alarmierung am 24. Oktober dieses Jahres war der erste Einsatz, an dem kein Zugfahrzeug vorhanden war.
Da es sich auch noch um einen Einsatz auf der stark befahrenen Bundesstraße 470 handelte, der schon mit unseren Einsatzmitteln Gefahren birgt, entschieden sich die anwesenden Kameraden nicht auszurücken, da ihnen das Risiko zu groß war. Bei einem vorherigen Einsatz am 5. September konnte erst nach einiger Zeit ein Zugfahrzeug organisiert werden.“
Während der jüngsten Ratssitzung hatten Kötzel und sein Kollege aus Gallmersgarten nun Gelegenheit, ihre Ansichten und Bitten um ein „geeignetes Einsatzmittel“, sprich der Kauf eines gebrauchten Löschfahrzeuges, dem Gemeinderat vorzutragen. „Meiner Meinung nach haben die letzten beiden Einsätze gezeigt, dass unsere Einsatzmittel an die aktuelle Situation angepasst werden müssen“, so Kötzel.
Das schönste Feuerwehrgebäude bringt nur etwas, wenn auch im Einsatzfall ausgerückt werden kann. Dabei konnte auf die Erfahrungen der Kollegen aus Gallmersgarten, wo das einzige Löschfahrzeug der Gemeinde stationiert ist, zurückgegriffen werden. So biete ein Fahrzeug neben anderen Vorteilen unter Einsatzbedingungen eine erhebliche Verbesserung der Sicherheit der Wehrleute, war zu hören.
Gleichzeitig gehe aber aufgrund notwendiger Schulungen die Anschaffung eines Fahrzeugs neben den Kosten mit einem erheblichen zeitlichen Aufwand einher.
Nach einer angeregten Diskussion schlug Bürgermeister Schlehlein vor, hinsichtlich eines möglichen Fahrzeugkaufs und den technischen Details Rücksprache mit dem Kreisbrandmeister-Technik, Gerhard Kallert aus Burgbernheim, zu halten.
Der Gemeinderat und die Freiwilligen Feuerwehr Steinach/Ens werden während des Prozesses entsprechend involviert. Das Gallmersgartener Entscheidungsgremium stimmte dem Vorschlag des Bürgermeisters einstimmig zu.