Für Freitag, 2. August, ist die Verkehrsfreigabe der in Feuchtwangens Norden seit der zweiten Juni-Woche gesperrten Bundesstraße 25 geplant. Damit haben dann auch die Umleitungen zwischen der Kernstadt und Dorfgütingen mit der Autobahnanschlussstelle Feuchtwangen-Nord ein Ende.
Hintergrund der Arbeiten ist die Erschließung des Industriegebiets West II direkt neben der B25. Unweit des Kreisverkehrs werden zwei Bushaltestellen angelegt. Deshalb sowie wegen einer künftigen Abbiegespur werde die Fahrbahn etwas verbreitert, erklärte der beim städtischen Tiefbauamt für diese Maßnahme zuständige Holger Hutmann am Dienstag.
„Aktuell werden die Asphaltschichten aufgebracht.“ Gegen Ende der laufenden Woche komme dann die Deckschicht darauf. Zudem sagte Hutmann, das Staatliche Bauamt müsse auch noch eine Schutzplanke montieren und Verkehrszeichen aufstellen lassen.
Ebenfalls sei vorgesehen, die Markierungen auf die Fahrbahn noch während der Zeit der Sperrung aufzubringen. Da sei aber noch nicht sicher, ob die damit beauftragte Firma dies rechtzeitig schafft. Falls nicht, werde die Straße dennoch pünktlich freigegeben, die Geschwindigkeit jedoch bis zum endgültigen Abschluss der Arbeiten beschränkt.
Als einen der Gründe für die „aufwendige Vollsperrung“ der B25 nannte Holger Hutmann gestern „zwei große Querungen“ – und zwar für einen Kanal sowie für die Wasser- und Gas-Versorgungsleitungen von und zum künftigen Industriegebiet West II. Ein zweiter Grund sei der Zeitplan: Denn angesichts von ebenfalls geplanten Sperrungen der Autobahn sowohl vor als auch im Nachgang der Arbeiten an der B25 müssten selbige so schnell wie möglich abgeschlossen werden.
Hätte man sie hingegen jeweils halbseitig ausgeführt und den Verkehr dazu per Bauampelregelung einspurig weiter fließen lassen, dann hätte dies den Abschluss der Maßnahme zu lange verzögert. Und: „Wir hatten nur diesen Zeitraum.“
In der Folge müssen die Verkehrsteilnehmer während der B25-Vollsperrung aktuell weiträumige Umleitungen in Kauf nehmen. Diese führen zum Beispiel in beide Richtungen südlich von Dorfgütingen über Gehrenberg, Breitenau, Ungetsheim und Bergnerzell zur Staatsstraße 1066 und dann über Sommerau nach Feuchtwangen beziehungsweise für den Schwerlastverkehr über die Autobahnen. Eine weitere Alternative ist der Weg über Weinberg. Mit der Freigabe der B25 am 2. August fallen diese kilometerlangen Umwege laut Hutmann dann aber weg.
Die Gesamtkosten für die Erschließung des Industriegebiets West II, die bis Ende November abgeschlossen sein soll, belaufen sich auf rund 2,5 Millionen Euro. Davon hat die Stadt Feuchtwangen einen Eigenanteil von rund 1,4 Millionen Euro zu tragen. Darüber hinaus übernehmen die Stadtwerke etwa 366.00 Euro für das Verlegen von Versorgungsleitungen.