Auftakt für die 472. Mooswiese ist am Freitag, 20. September. Höhepunkt des Feuchtwanger Volks- und Heimatfests wird unbestreitbar wieder der Festzug sein. Dessen 70. Auflage startet am Sonntag um 13.30 Uhr und nimmt ab der Bahnhofstraße seinen bekannten Weg durch die Stadt. Für die Organisation des Festzugs mit über 40 teilnehmenden Gruppen und elf Kapellen sind in diesem Jahr erstmals Sabine Bachmann und Wolfgang Guttropf verantwortlich.
Während Guttropf, der städtische Veranstaltungsmanager, im Vorjahr von Pia Reinhardt – die Mitarbeiterin der Tourist-Information war 17 Jahre die federführende Festzug-Organisatorin – Einblicke in die Vorbereitungen bekam, wurde Bachmann „ins kalte Wasser geworfen“, wie sie sagt. Sie arbeitet seit acht Jahren bei der Tourist-Information, seit Februar unterstützt sie zusätzlich Guttropf und ist seitdem fast ausschließlich mit dem Mooswiesen-Festzug beschäftigt gewesen.
Dass dessen Vorbereitung so aufwendig ist, habe sie vorher nicht gedacht, bekennt Bachmann. Es gelte an so viele Kleinigkeit zu denken. Sie hat alles akribisch festgehalten und abgeheftet. Denn es ist ihr erster und letzter Mooswiesen-Festzug. Sie geht bald in Rente und will ihrer Nachfolge alles geordnet übergeben.
Auch wenn der Festzug im Großen und Ganzen steht, können sie sich „nie ganz sicher sein“, sagt Guttropf. Gruppen könnten kurzfristig ausfallen, Pferde nicht zur Verfügung stehen, Traktoren nicht anspringen. „Wir müssen flexibel und spontan bleiben.“ Sabine Bachmann und Wolfgang Guttropf bitten um Verständnis, dass nicht alle, die gerne beim Festzug mitmachen wollten, jetzt auch mitmachen können. Einige Anfragen seien zu spät gekommen. Und einige Gruppen hätten nicht zum diesjährigen Mottoteil gepasst. Überschrieben ist dieser mit „Eine soziale und naturnahe Stadt“.
In diesem präsentieren sich zum einen der Kreisverband Ansbach im Deutschen Kinderschutzbund, die Lebenshilfe Ansbach, die Diakonie Feuchtwangen, der Kinder- und Jugendhilfeverbund Sonnenhof, das Bayerische Rote Kreuz, die Arbeiterwohlfahrt sowie die örtliche Wasserwacht.
Zum anderem sind etwa der Obst- und Gartenbauverein Feuchtwangen mit seiner Kinder- und Jugendgruppe „Renetten“, der Imkerverein Aichau und Umgebung, die Jägervereinigung Feuchtwangen mit Jagdhornbläsergruppe und der Fischereiverein Feuchtwangen vertreten.Angeführt wird der Festzug erstmals von dem historischen Hanomag-Bulldog, den Familie Soldner 2020 der Stadt geschenkt hat, kündigt Guttropf an. Der Traktor soll künftig jedes Jahr zum Einsatz kommen und darauf hinweisen, die wievielte Festzug-Auflage gerade zu sehen ist. Den Abschluss des Festzugs bildet – wie gewohnt – der Autokorso des Automobilclubs im ADAC.
Die Wagen für den Festzug präpariert ein Team des städtischen Bauhofs um Jörg Heßler, Rainer Geymann, Christian Fincke und Helmut Früh. Ungefähr zwei Wochen sind sie damit beschäftigt. Insgesamt 24 Gefährte werden mit Motivkulissen versehen und vor ihrem Einsatz insbesondere auf ihre Verkehrssicherheit überprüft.
Für die Sicherheit beim Festzug sorgen dann Abordnungen des Technischen Hilfswerks, der Freiwilligen Feuerwehr und des Roten Kreuzes sowie die Polizei. „Ohne die würde es nicht gehen“, betont Guttropf. Er macht zudem darauf aufmerksam, dass es am Sonntag in der Hindenburgstraße gegenüber der Sparkasse einen abgesperrten Bereich gibt, von dem aus Menschen mit Handicap den Festzug sitzend verfolgen können.
Dankbar sind Bachmann und Guttropf auch wieder für Blumenspenden. Wer Blumen für den Schmuck der Wagen zur Verfügung stellen möchte, wird gebeten sich bis Freitagmittag, 20. September, beim städtischen Bauhof unter Telefon 09852/904244 zu melden.