In Dorfgütingen entsteht eine Festival-Stätte für Metal-Fans | FLZ.de

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Veröffentlicht am 18.01.2025 07:00

In Dorfgütingen entsteht eine Festival-Stätte für Metal-Fans

Das Gelände am Stausee bei Dorfgütingen. Die Erschließung für das Meadow-Festival startet im Februar. Bei der vorne links zu sehenden Hecke wird der Boden für die Bühne vorbereitet. Die Wiese dahinter bietet vom 26. bis zum 29. Juni reichlich Platz für die Freunde der harten Klänge. (Foto: Peter Zumach)
Das Gelände am Stausee bei Dorfgütingen. Die Erschließung für das Meadow-Festival startet im Februar. Bei der vorne links zu sehenden Hecke wird der Boden für die Bühne vorbereitet. Die Wiese dahinter bietet vom 26. bis zum 29. Juni reichlich Platz für die Freunde der harten Klänge. (Foto: Peter Zumach)
Das Gelände am Stausee bei Dorfgütingen. Die Erschließung für das Meadow-Festival startet im Februar. Bei der vorne links zu sehenden Hecke wird der Boden für die Bühne vorbereitet. Die Wiese dahinter bietet vom 26. bis zum 29. Juni reichlich Platz für die Freunde der harten Klänge. (Foto: Peter Zumach)

Die Vorbereitungen für das Meadow-Festival liegen im Zeitplan, das Line Up mit den Musikgruppen steht, der Karten-Vorverkauf läuft. Besonders freuen sich die Organisatoren des Heavy-Metal-Events, dass sich bereits ein ehrenamtliches Helferteam mit 73 Personen – vor allem aus Dorfgütingen – zusammengefunden hat.

War es im Herbst noch nicht sicher gewesen, ob die Schwermetaller vom 26. bis zum 29. Juni tatsächlich am Stausee bei dem Feuchtwanger Ortsteil – oder vielleicht alternativ in Crailsheim – auf die Bühne steigen würden, so ist das inzwischen geklärt: Das Areal in Dorfgütingens Norden steht nun „zu 100 Prozent“ als Standort für das Meadow fest. Und Benedikt Ambrosius, der die Großveranstaltung zusammen mit Timo Petrasch organisiert, plant sogar schon für die späteren Meadow-Auflagen auf dem Gelände.

Die Idylle bleibt erhalten

Dazu will er die Flächen von der Stadt pachten, sobald deren Verträge mit Landwirten enden. In absehbarer Zeit sei das der Fall, sagt der Veranstalter, der das Areal dann naturnah – zum Beispiel mit der Pflanzung von Schatten spendenden Bäumen im Bereich des Campingplatzes – weiterentwickeln möchte. Der idyllische Charakter bleibe in jedem Fall erhalten, verspricht Ambrosius.

Zunächst aber starten nun im Februar die Arbeiten, um die notwendige Infrastruktur zu schaffen: Da gilt es, den Bühnenboden zu schottern und einen Wendeplatz für die Busse der Musikgruppen anzulegen. Zudem wird ein Graben ausgehoben, in den die Leitungen für Frisch- und Abwasser, für den Internetanschluss sowie ein Leerrohr für Strom kommen. „Das Gelände muss bis zum 15. Juni fertig sein, denn dann beginnt der Aufbau.“

Mit Blick auf die Erschließung spricht Ambrosius von einer „Win-win-Situation für beide Seiten“. Denn davon profitierten auch die Dorfgütinger Fischer, an deren Hütte neben dem See ein Kanal bislang fehle. Ohnedies freue er sich, dass sich die Angler ebenso wie die Dorfgütinger Feuerwehr und die Schützen mit viel ehrenamtlichem Engagement in Sachen Meadow einbrächten.

Vereine betreiben einen Biergarten

Unter anderem wollten die Vereine an der Hütte außerhalb des Festivalareals einen Biergarten betreiben. Dort könnten die Camper dann ebenso wie Einheimische frühstücken und auch nach den Musikdarbietungen Speisen und Getränke genießen. „Die Einnahmen bleiben komplett bei den Vereinen“, betont der Veranstalter. Im Gegenzug bekomme er deren „Man-Power beim Auf- und Abbau sowie bei der Organisation“. Und: „Das Zusammenspiel mit den Vereinen ist ein sehr schönes Projekt.“ Ein erstes Helfertreffen sei für Donnerstag, 23. Januar, um 18 Uhr im Dorfgütinger Schützenhaus anberaumt.

Darüber hinaus kann sich Ambrosius später noch weitergehende Kooperationen mit den Dorfgütingern vorstellen. So miete er für das Festival jetzt fünf Container. Sollte er das Gelände künftig jedoch pachten können, dann wäre es denkbar, die Container das ganze Jahr über stehen zu lassen und der Dorfjugend als Treff zur Verfügung zu stellen. „Da kann sich noch viel entwickeln.“

Der See wird komplett beleuchtet

Ebenfalls würdigt der Festival-Macher die Kooperation mit den „Hauptsponsoren“, zu denen er die Stadt Feuchtwangen angesichts von deren finanzieller und tatkräftiger Unterstützung rechnet. Zudem engagierten sich vor allem zwei Unternehmen mit Sitz in Crailsheim. Eines von diesen „unterstützt bei der Lichttechnik und beleuchtet den kompletten See“. Zudem stelle diese Firma einen Kran für Werbetafeln zur Verfügung.

Mit Blick auf die Kosten für das Metal-Festival will sich der Veranstalter noch nicht öffentlich festlegen, meint aber, das Gesamtvolumen bewege sich wohl bei 350.000 bis 500.000 Euro. Allein für die Bühne seien 80.000 Euro fällig.

Nach oben gib es keine Grenze

Um diesen Aufwand finanzieren zu können, haben die Organisatoren berechnet, dass sie den Besuch von etwa 2500 zahlenden Schwermetalfans brauchen. Nach oben gebe es aber keine Grenze: Theoretisch böte das riesige Gelände am Stausee sogar Platz für 20.000 Personen. Jedoch werde für die Meadow-Auflage 2025 zunächst nur ein gutes Drittel der zur Verfügung stehenden Flächen genutzt. Aber: „Wir haben künftig noch viel Potenzial nach oben.“

Inzwischen seien etwa 2000 Tickets verkauft, erzählt Ambrosius. Die Masse dieser Karten hätten sich bislang vor allem Auswärtige aus dem gesamten Bundesgebiet gesichert. Schleppend verlaufe hingegen der Vorverkauf in Feuchtwangen selbst. Allerdings zeigt sich der Veranstalter zuversichtlich, dass sich das bis zum Festival noch ändert.

Keine Reaktion der Feuchtwanger Schulen

Indes sei er enttäuscht, weil er auf ein Sonderangebot, das er den Feuchtwanger Schulen zuschickte, keine Rückmeldung bekommen hat. Konkret geht es darum, dass Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 16 Jahren freier Eintritt gewährt wird und deren erwachsene Begleitpersonen nur einen reduzierten Preis bezahlen sollen.

Anders als hier seien Lehrer einer Schule in Crailsheim davon „hellauf begeistert“: Sie planten sogar, das Meadow-Maskottchen – das ist ein kleiner Fuchs – per 3D-Druck herzustellen und beim Festival zu verkaufen: „Mit dem Erlös können sie dann eine Klassenfahrt machen.“

Erstmals ist das Schwermetal-Festival – damals als Moos Meadow – auf der Mooswiese in Feuchtwangen über die Bühne gegangen. Aufgrund von Klagen wegen der lauten Musik auch seitens der Kreuzgangspiele beschlossen Stadtspitze und Veranstalter, einen alternativen Standort zu suchen. Schließlich entschieden sie sich für das Gelände am Stausee.

Das Line Up am Stausee

Das musikalische Programm für das Meadow-Festival am Stausee bei Dorfgütingen steht nun endgültig. Das Line Up sieht die Auftritte der folgenden Gruppen vor:

Donnerstag, 26. Juni

Escape The Fate, As December Falls, Ghoster, Bucketlist, Four Black Lungs, Hereafter, Spielmannszug Feuchtwangen, Bread-less, Akumasix.

Freitag, 27. Juni

Tenside, As Everything Unfolds, Alveole, Leyka, Invoke, Pinghost, Pottinger, Waves Like Walls, Escape From Wonderland.

Samstag, 28. Juni

Brdigung, Rising Insane, Averea, Alexis in Texas, Exposed To Noise, Cage Fight, Lost In Hollywood, What Lies Beyond, Friends Don’t Lie.

Sonntag, 29. Juni

J.B.O., Indecent Behavior, Synlakross, Xo-Armor, Artemis Rising, Generation F, CNVX.

Weitere Informationen und Karten im Vorverkauf gibt es im Internet unter www.meadow-festival.com.

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