Im Taubertal erwarten die Winzer einen guten Jahrgang | FLZ.de

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Veröffentlicht am 19.09.2023 07:00, aktualisiert am 19.09.2023 11:50

Im Taubertal erwarten die Winzer einen guten Jahrgang

Ein eingespieltes Team: Martina Schneider füllt die Trauben in die Tragebütte von Sohn Frank Schneider. (Foto: Frank Schneider)
Ein eingespieltes Team: Martina Schneider füllt die Trauben in die Tragebütte von Sohn Frank Schneider. (Foto: Frank Schneider)
Ein eingespieltes Team: Martina Schneider füllt die Trauben in die Tragebütte von Sohn Frank Schneider. (Foto: Frank Schneider)

Bei strahlendem Sonnenschein stand die Familie Schneider mit vielen Helferinnen und Helfern am Samstagvormittag in ihrem Weinberg. Es war Zeit für die Lese der Müller-Thurgau-Trauben. Trotz der Wetterkapriolen erwartet sie einen guten Jahrgang.

Bereits um acht Uhr morgens nahmen sie die Arbeit im Weinberg auf. Denn für Samstag waren Temperaturen von bis zu 30 Grad vorhergesagt. „Wir sind alle ziemlich ins Schwitzen gekommen und jetzt fix und fertig“, berichtete Martina Schneider am späten Nachmittag. Dennoch sei es ein erfolgreicher Erntetag gewesen, der gleichzeitig für die Familie Schneider der letzte in diesem Jahr war.

Denn in der vergangenen Woche ernteten sie bereits am Mittwoch die Trauben für ihre erste Rotweinsorte, den Dornfelder. Am Freitag folgte dann die Lese der zweiten Rotweinsorte, der Domina. Die Trauben liegen aktuell noch auf der Maische, bevor sie dann in den nächsten Tagen gepresst und zu Rotwein verarbeitet werden.

Bei der Ernte musste selektiert werden

Die Lese fand heuer rund zwei Wochen früher statt als üblich, erklärte Martina Schneider. Der viele Regen Ende August und die darauf folgenden heißen Temperaturen hätten den Trauben stark zugesetzt. „Der Regen kam zwar zum richtigen Zeitpunkt, aber er hielt zu lange an.“

Stellenweise hätten manche Trauben daher schon angefangen, von innen heraus zu faulen. Das machte die Lese am Samstag sehr mühsam. Die Winzer mussten viele Beeren ausselektieren. „Es war eine schwierige Lese, wir haben viel länger gebraucht als sonst“, betonte Schneider. „Aber die viele Arbeit hat sich auf jeden Fall gelohnt und wir sind mit dem Ertrag sehr zufrieden.“

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Jeden Tag im Weinberg

Die Familie bewirtschaftet insgesamt eine Fläche von zwölf Ar rund um Tauberzell. Größtenteils bauen sie Trauben für die Weißweinsorte Müller-Thurgau an. Ein Drittel entfällt auf die Rotweinsorten Dornfelder und Domina. Woher die Winzer wissen, dass der richtige Zeitpunkt für die Lese gekommen ist? „Wir gehen jeden Tag in den Weinberg und schauen uns die Trauben ganz genau an“, so Martina Schneider. Mithilfe eines Refraktometers können sie den Zuckergehalt messen. Die Müller-Thurgau-Trauben hatten 80 Grad Oechsle. „Genau, wie es sein soll.“

Den Wein schenkt die Familie traditionell ab Januar für zwei Monate in ihrer Heckenwirtschaft in Tauberzell aus. Natürlich ausschließlich vom Fass, wie Martina Schneider betont. An manchen Tagen könnten dort nur Gruppen mit einer Reservierung in den Genuss der edlen Tropfen kommen. An wenigen Tagen könnten Leute aber auch ohne Reservierung in der Heckenwirtschaft vorbeischauen.


Von Pauline Held
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